50 Jahre Bremer Sixdays (14) 1978: Torwandschießen und die Folgen

Bremen. Die Stadthalle wird modernisiert und allen Erfordernissen angepasst!“ Kein Geringerer als Bremens Finanzsenator Karl-Heinz Jantzen sagte das, bevor er den Startschuss zum 14. Rennen abgab.
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Die Stadthalle wird modernisiert und allen Erfordernissen angepasst!“ Kein Geringerer als Bremens Finanzsenator Karl-Heinz Jantzen sagte das, bevor er den Startschuss zum 14. Rennen abgab.

Zuvor gab es noch reichlich Stress im sportlichen Bereich. Zur Fahrerbesprechung um 16 Uhr waren nur zehn von 24 Fahrern erschienen. „Das lassen wir uns nicht bieten“, polterte der Sportliche Leiter Willi Röper und belegte die Fehlenden – der Letzte trudelte erst gegen 18 Uhr (!) ein – mit Geldstrafen. Allerdings hatten die Verspätungen auch einen Grund: Dichter Nebel mit Sichtweiten unter 100 Meter legten den Verkehr ziemlich lahm. Auf dem Flughafen fielen sämtliche Flüge aus.

Sportlich zumindest ging es dann doch heiß her. Das war vor allem der jungen Garde der Profis zu verdanken, die einen Generationswechsel auf der Bahn einläuteten. Unter ihnen Verfolgungs-Weltmeister Gregor Braun und Olympiasieger Günter Schumacher. Noch aber bestimmten die „Alten“, wo es langging. Allen voran die Vorjahressieger Albert Fritz und Wilfried Pfeffgen, die den Angriff von Gregor Braun und Jürgen Tschan gerade noch abwehren konnten und erneut gewannen.

Einmal mehr schlug die Stimmung Purzelbäume, vor allem, als Albert Fritz zur Trompete griff und ein fröhliches Liedchen schmetterte. Weniger lustig war ein Massensturz beim Kindernachmittag, in den gleich zehn Fahrer verwickelt waren. Beim Torwandschießen in der Halle flog ein Ball auf die Bahn und brachte Dieter Puschel zu Fall. Die anderen stürzten über ihn, zum Glück kamen aber alle mit leichten Blessuren und Hautabschürfungen davon.

Vom großen Prämienkuchen schnitten sich die Australier Danny Clark und Donald Allan dank ihrer vielen gewonnenen Spurts mit 20000 Mark das dickste Stück ab. Haritz/Pijnen griffen die Autoprämie ab – einen Mittelklassewagen im Wert von 15000 Mark. Und ganz nebenbei wurde noch ein Weltrekord aufgestellt: 121000 Zuschauer bei einem Sechstagerennen, das hatte es noch nie gegeben – behaupteten zumindest die Verantwortlichen. Allerdings: Die sechs Kindernachmittage gingen in die Berechnungen mit ein.

In unserer Serie erinnert Klaus-Peter Berg an die Besonderheiten und Kuriositäten in der 50-jährigen Geschichte des Bremer Sechstagerennens.

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