2. Handball Bundesliga Frauen

Werder weiter sieglos

Acht Spiele, nur ein Unentschieden und mit 1:15 Punkten Tabellenschlusslicht: Die Zweitliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen verloren auch das Heimspiel gegen den TuS Lintfort.
22.11.2020, 15:00
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Werder weiter sieglos
Von Frank Büter
Werder weiter sieglos

Werders Rückraumakteurin Nina Engel (am Ball) knickte bei einer Angriffsaktion um und schied verletzt aus. Ob sie am Sonnabend in Zwickau wieder mitwirken kann, ist unklar.

Oliver Baumgart/hansepixx

Bremen. Acht Spiele, null Siege, nur ein Unentschieden und mit 1:15 Punkten Tabellenschlusslicht: Nach dem schlechtesten Saisonstart im jetzt sechsten Zweitligajahr gehen die Handballerinnen des SV Werder Bremen schweren Zeiten entgegen. Auch im Heimspiel gegen den TuS Lintfort reichte es für das Team von Chefcoach Robert Nijdam nicht zum erhofften Befreiungsschlag. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (8:17) mussten sich die Bremerinnen am Ende vollauf verdient mit 20:27 geschlagen geben und verloren überdies verletzungsbedingt in Nina Engel und später auch Laura Sposato noch zwei Spielerinnen. Ob sie am kommenden Sonnabend wieder zur Verfügung stehen, wenn die Nachholpartie beim BSV Sachsen Zwickau ansteht, ist derzeit fraglich.

„Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren„, resümierte Trainer Nijdam nach dem Abpfiff. “Da waren wir in der Abwehr zu passiv, und im Angriff hatten wir zu wenig Drang zum Tor.“ Das galt vor allem für die Anfangsminuten. Vorne wurde Chance um Chance vertan, hinten bekam die Deckung keinen Zugriff und Torfrau Danique Trooster keine Hand an den Ball. Beim 0:5 nahm Nijdam die erste Auszeit (7. Minute), beim Stand von 3:7 wechselte er die Torfrau aus und brachte Victoria Nigbur (13.).

Wirklich besser wurde es in der Folge aber nicht. Die Bremer Trefferquote von 38,1 Prozent in Hälfte eins war keinesfalls zweitligareif. Zum Vergleich: Kontrahent Lintorf nutzte im Schnitt zwei von drei Möglichkeiten (65,4 Prozent). Nach dem 6:10 durch Merle Heidergott, die bei Siebenmetern die Verantwortung für die verhinderte Rabea Neßlage übernahm, setzte sich Lintorf mit weiteren fünf Treffern in Folge auf 15:6 ab – das war deutlich und bereits mehr als nur eine Vorentscheidung.

Nach dem Seitenwechsel lief es – gestützt auf eine sich steigernde Torfrau Nigbur – immerhin etwas besser aus Sicht der Bremerinnen. Sie kamen zwischenzeitlich sogar noch mal bis auf vier Treffer heran (17:21/52.), für eine Wende aber war der Rückstand zu groß. Trotzdem war Werder-Trainer Robert Nijdam mit dem zweiten Durchgang durchaus zufrieden: „Der Wille und der Kampfgeist waren in der zweiten Halbzeit da„, sagte der Niederländer. “Das müssen wir aber von Beginn an zeigen, das Potenzial ist ja da.“

SV Werder Bremen: Trooster, Nigbur - Heidergott (7/4), Pods (1), Conze (3), Engel, Thomas (4), Seidel, Engelke, Gajewski (3), Sposato, Fröhlich (2), Döpke, Defayay

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