Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen unterliegen Horneburg mit neuem Negativrekord 50 Gegentore in 60 Minuten

Oslebshausen. Die Handball-Männer des SV Grambke-Oslebshausen brechen in der Landesliga einen Rekord nach dem anderen, sie eilen dort aber nicht von Erfolg zu Erfolg. Die 30:50 (15:23)-Niederlage beim Tabellenvierten VfL Horneburg stellt einen neuen Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte dar: Noch nie hatten die Gelb-Blauen so viele Gegentreffer in einem Spiel kassiert, dabei war ihre vorherige „Bestmarke“ gerade erst vier Monate alt (34:45 gegen TSV Daverden).
25.01.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Die Handball-Männer des SV Grambke-Oslebshausen brechen in der Landesliga einen Rekord nach dem anderen, sie eilen dort aber nicht von Erfolg zu Erfolg. Die 30:50 (15:23)-Niederlage beim Tabellenvierten VfL Horneburg stellt einen neuen Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte dar: Noch nie hatten die Gelb-Blauen so viele Gegentreffer in einem Spiel kassiert, dabei war ihre vorherige „Bestmarke“ gerade erst vier Monate alt (34:45 gegen TSV Daverden). Mit 6:20 Punkten rangieren sie als auswärts noch punktloser Drittletzter in akuter Abstiegsgefahr.

„Der VfL Horneburg war uns hoffnungslos überlegen, aber auch gelenkt durch unsere eigene Dummheit“, kritisierte der SVGO-Spielertrainer Holger Langer die vorzeitigen Torabschlüsse seiner Teams, insbesondere die seiner jungen Spieler. „Unserem Torverhältnis haben wir damit im Abstiegskampf keinen Gefallen getan.“

In der Statistik liest sich das so: Alle 45 Sekunden fiel im Spiel ein Treffer, davon landete der Ball alle 72 Zeigerstriche im Netz der Gäste. Das war selbst dem Leid erprobten Bremer Spielertrainer zu viel, der sich von der Rückzugsbewegung seiner Mannschaft maßlos enttäuscht zeigte. „Das kann doch nicht sein, dass ich bei Ballverlusten auf dem Weg in die Abwehr noch 20 Jahre jüngere Mitspieler überhole“, schimpfte er. Seiner Rechnung nach hatte sein Team in der gesamten Spielzeit „gefühlte 20 Tempogegenstöße“ eingeschenkt bekommen. Das waren nach seinem Geschmack entschieden zu viele.

Die Pleite der Gäste kündigte sich in der ersten Hälfte sehr schnell an. Holger Langer griff schon nach exakt acht Minuten und sechs Sekunden zur ersten Auszeit, bei der sein Team bereits 2:6 zurücklag. Etwas Besserung stellte sich aber erst nach dem 3:10 ein (13.), sodass der Rückstand des Verbandsliga-Absteigers bis zum Seitenwechsel nicht mehr viel höher ausgefallen war (15:23).

Der Eindruck täuschte aber auch da schon ein wenig, da der starke SVGO-Schlussmann Lars Mühlbauer den Niedersachsen bis dahin mit starken Paraden haufenweise hochkarätige Chancven vereitelt hatte. „Ohne ihn hätten wir 60 bis 70 Gegentore kassiert“, meinte Holger Langer, der seiner Abwehr außerdem eine zu geringe körperliche Gegenwehr vorwarf.

Seine Mannschaft hatte insbesondere große Probleme mit dem höherklassig erfahrenen Timo Meyn und dem VfL-Spielmacher Niklas Peper, die dem SVGO zusammen 25 Gegentreffer eingeschenkt hatten. „Die hatten wir überhaupt nicht in den Griff bekommen“, sagte Langer.

Beim 18:35-Rückstand wurde es Holger Langer dann zu bunt. In der 44. Minute wechselte er sich selbst und wenig später auch die Routiniers Malo Rosemeier und Marcel Hägermann ein, um im Angriff für deutlich mehr Ruhe und Übersicht zu sorgen. Wenigstens das Konzept ging am Ende noch einigermaßen auf – das Tempo wurde verschleppt, der Rückstand wuchs nicht mehr viel deutlicher an.

Am 3. Februar müssen die Gelb-Blauen zum ersten Rückrundenspiel bei der vier Punkte besser dastehenden HSG Delmenhorst II ran (Hinspiel 36:32 für SVGO).

SV Grambke-Oslebshausen: Mühlbauer, Bödeker; Feldermann (1), P. Hinrichs (7), Fuchs (2), Rosemeier, Rüttjerott (4/2), Langer (2), S. Hinrichs (7), Hägermann (1), Kraft, Hergert (2), Bischof (2), Schmidt (2).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+