Bremer SV verliert in Braunschweig Abschied vom Aufstieg

Bremen. Das dürfte es gewesen sein: Weil der Bremer SV sein erstes Relegationsspiel bei der FT Braunschweig klar mit 0:4 verlor, verhilft den Bremern zum Aufstieg in die Regionalliga nur noch ein deutlicher Sieg im abschließenden Duell mit dem VfB Lübeck.
04.06.2014, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Das dürfte es gewesen sein: Weil der Bremer SV sein erstes Relegationsspiel bei der FT Braunschweig klar mit 0:4 verlor, verhilft den Bremern zum Aufstieg in die Regionalliga nur noch ein deutlicher Sieg im abschließenden Duell mit dem VfB Lübeck. Der hatte die FTB am vergangenen Wochenende allerdings mit 5:1 geschlagen. Die Chancen stehen schlecht.

Das tat weh. „Mit einer Niederlage hätte ich ja leben können, aber nicht mit vier Gegentoren“, kommentierte Klaus Gelsdorf die glatte 0:4 (0:2)-Niederlage seines Bremer SV im Relegationsspiel bei der FT Braunschweig. Dabei ärgerte sich der Bremer Trainer weniger über die aller Voraussicht nach verpasste Aufstiegschance. Gelsdorf war sauer über die Art der Niederlage: „Wir haben viel Lehrgeld bezahlt.“ Dem BSV wurde offenbar zum Verhängnis, was schon so viele Teams erlebten, die in ihrer Liga eher selten an die Grenze geführt wurden. In einer entscheidenden Partie fehlt dann oft etwas, worauf es eigentlich besonders ankommt. In Braunschweig stellte der BSV nämlich unter Strich nicht die schlechtere Mannschaft.

Von den Spielanteilen her war das Spiel sogar ausgeglichen, und auch an Offensivaktionen mangelte es dem Gast nicht. Dabei machte der BSV aber einen entscheidenden Fehler. Gelsdorf: „Wir haben uns zu Beginn des Spiels nicht an die Vorgaben gehalten und aufgespielt, als ob uns das Stadion gehört.“ Dieser „Bremen-Liga-Modus“ habe es dem Gegner leicht gemacht, denn die Bremer kamen nicht wie geplant aus einer „kompakten Defensive“. Zudem stellte die FT Braunschweig unter Beweis, wie das funktioniert mit der Effektivität.

Das erste Abtasten war gerade vorbei, da hatte der Gastgeber bereits getroffen. Dass Fabian Krüger eine Ecke per Kopf ins Bremer Tor beförderte, sollte kein Zufall sein. Mit Fabrizio Muzzicato, Michel Haskamp und Marc Spohler fehlten alle etatmäßigen Innenverteidiger. „Das hat sich dann natürlich bemerkbar gemacht“, so Gelsdorf.

Der Treffer verschaffte den Braunschweigern jedenfalls einen taktischen Vorteil. Denn in der Folge konzentrierte sich der Gegner des BSV mehr auf die eigene Defensive und verlegte sich auf Konter. Während die Bremer lediglich einen 20-Meterschuss durch Sebastian Kurkiewicz zustande brachten (25.), blieb der Gastgeber das gefährlichere Team. Den Schuss von Dominik Franke hatte Christian Ahlers-Ceglarek noch mit einer tollen Parade an den Pfosten lenken können (30.). Doch wenig später war er machtlos: Okan Uysal hatte sich über außen durchgesetzt, nach innen gepasst, und dort musste Marvin Fricke nur nach zum 2:0 einschieben.

Ein Kopfball von Ole Laabs (44.), der nur wenige Zentimeter am Braunschweiger Tor vorbei strich, machte kurz vor dem Wechsel immerhin deutlich, dass sich der BSV noch längst nicht geschlagen geben wollte. Als Gökhan Aktas einen Freistoß zu Beginn des zweiten Durchgangs nur knapp neben das Tor setzte (49.), lag auch ein weiteres Mal ein Treffer in der Luft. Und doch wurde schon bald deutlich, dass es auch in der zweiten Halbzeit bei der alten Rollenverteilung bleiben würde: Der BSV bemühte sich, brachte in der Offensive aber längst sich so viel zustande wie sein kontrolliert agierender Gegner. Als Okan Uysal den zweiten Kopfball im Bremer Tor unterbrachte, war endgültig klar, dass es nichts werden würde mit einem Erfolg – und vermutlich auch nichts aus einem Aufstieg in die Regionalliga Nord.

Insofern kam es auch nicht mehr darauf an, dass der BSV angesichts der Entscheidung an Schwung verlor und das einzige Highlight im 4:0 durch den eingewechselten Rick Kaupert bestand.

Ein Video zum Spiel gibt es beim Sportbuzzer.

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