EM Rhythmische Sportgymnastik in Bremen Aktive und Betreuer bei Abreise kreativ

Bremen. Am Tag nach dem Ende der Europameisterschaften Rhythmische Sportgymnastik in Bremen haben sich Aktive und Betreuer beim Thema Abreise aus Bremen anscheinend weitestgehend mit den Folgen der Vulkanaschewolke und geschlossener Flughäfen arrangiert.
19.04.2010, 09:37
Lesedauer: 1 Min
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Aktive und Betreuer bei Abreise kreativ
Von Ruth Gerbracht

Bremen. Am Tag nach dem Ende der Europameisterschaften Rhythmische Sportgymnastik in Bremen haben sich Aktive und Betreuer beim Thema Abreise aus Bremen anscheinend weitestgehend mit den Folgen der Vulkanaschewolke und geschlossener Flughäfen arrangiert. Zuvor hatten die Ausrichter der EM extra einen Krisenstab eingerichtet.

Die EM-Organisatoren von 1860 Bremen standen den Delegierten als Hilfskräfte zur Seite, halfen bei Umbuchungen und der Anmietung von Bussen. Einige Nationen hatten schon am Sonntag verstärkt Busse nach Bremen geschickt, damit sich Aktive und Funktionäre rechtzeitig auf den Weg machen konnten. Die letzte Mannschaft war erst in der Nacht zum Sonntag in der Hansestadt angekommen. Russlands Nachwuchsgymnastinnen hatten sich, nachdem kein Flugzeug mehr abheben durfte, mit dem Bus auf den Weg in die Hansestadt gemacht und kamen schließlich ziemlich übermüdet an.

Der Grund: Das Team wollte unbedingt an der Qualifikation für die Olympischen Jugendspiele im August in Singapur teilnehmen. Dieser Wettbewerb war von den Organisatoren extra auf Sonntagabend verschoben worden. Aber auch anschließend gab es kaum Möglichkeiten für die russischen Gymnastinnen, sich auszuschlafen. Die Mannschaft machte sich nach dem Wettkampf wieder auf den Weg nach Hannover, um dort einen Nachtzug über Berlin nach Moskau zu erreichen.

"Die Hotels haben gut mitgearbeitet"

„In den meisten Fällen sind Lösungen gefunden worden“, sagte der für die EM-Medienarbeit zuständige André Fesser am Montag. „Die Hotels haben gut mitgearbeitet.“

Die nächsten Wettbewerbe stehen unterdessen schon wieder vor der Tür: Am Donnerstag starten die Trampolin-EM in Varna (Ungarn) und die Turn-EM in Birmingham. „Alle müssen mit ihrem Material weiter“, so Fesser. Und deshalb kommen auch spontane Lösungen zustande: „Der Europäische Verband fährt mit dem Bus nach Frankreich und nimmt von dort aus die Fähre nach Großbritannien.“

"Irgendwas wird schon gehen"

Eine japanische Fotografin aber hatte ein schweres Los gezogen: Ihre Abreise verschiebt sich bis Donnerstag. Aber auch der Sportdirektor des Deutschen Turnerbundes Wolfgang Willam, der erst Montag abreist, war nicht sicher, ob er seinen Flieger am Dienstag zur Turn-EM nach Birmingham bekommen würde. Willam nahm’s locker: „Irgendwas wird schon gehen.“

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