Trier ALBA marschiert - Bonn und Bamberg patzen

Frankfurt/Main. Im Eurocup in der nächsten Runde, im BBL- Pokal noch im Rennen und in der Liga das Team mit der besten Bilanz: ALBA Berlin bleibt das Aushängeschild des deutschen Basketballs.
11.01.2010, 13:00
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Frankfurt/Main. Im Eurocup in der nächsten Runde, im BBL- Pokal noch im Rennen und in der Liga das Team mit der besten Bilanz: ALBA Berlin bleibt das Aushängeschild des deutschen Basketballs.

Der achtmalige Champion gewann bei der TBB Trier mit 68:59 und feierte den elften Sieg in den vergangenen zwölf Spielen. «Glückwunsch an meine Spieler. Wir hatten eine schwierige Woche mit vielen Tagen, in denen wir unterwegs waren, umso mehr muss ich die Leistung meines Teams loben», sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic.

Einen Rückschlag gab es für die Telekom Baskets Bonn. Der Vizemeister verlor trotz 22 Punkten von Ex-NBA-Spieler Ronald Dupree bei den Artland Dragons mit 72:78. Die Brose Baskets Bamberg kassierten in Tübingen eine 71:73-Niederlage, Meister Oldenburg gewann gegen Phoenix Hagen mühsam mit 77:63.

ALBA tat sich vier Tage nach dem Europapokal-Krimi in Teramo in Italien bei den finanziell gebeutelten Trierern zwar bis zum Ende schwer, am Ende setzte sich aber die größere Robustheit der Berliner durch, die nun 14 Siege und nur drei Niederlagen auf ihrem Konto haben. «Es ist sehr, sehr schwer, immer an die Grenze zu gehen und immer das Optimum herauszuholen», sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi. Bester Werfer seines Teams war Julius Jenkins mit 17 Punkten, Immanuel McElroy kam auf 16 Zähler.

Für die Trierer war es die sechste Pleite in Serie. Seit der Club die Gehälter Mitte Dezember um zehn Prozent gekürzt hat, um ausbleibende Sponsorengelder auszugleichen, hat das Team von Trainer Yves Defraigne nicht mehr gewonnen. «Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir haben einfach eine schlechte Phase», sagte Triers Kapitän James Gillingham.

Die zweite Auswärtsniederlage in Serie gab es für Vize-Champion Bonn in Quakenbrück. Bei den Gastgebern überzeugte Darren Fenn mit starken 19 Punkten und beendete eine Durststrecke der Niedersachsen von zuvor drei Niederlagen. «Ich bin stolz, dass wir den Knoten nun gelöst haben und nach einer guten Leistung auch gewonnen haben», sagte Dragons-Coach Thorsten Leibenath. Bonn bleibt trotz der Pleite Tabellenführer vor ALBA, hat aber zwei Spiele mehr ausgetragen als die Hauptstädter. Titelverteidiger Oldenburg (Jason Gardner/16) feierte gegen Hagen den dritten Sieg nacheinander und bleibt zu Hause ungeschlagen.

Immer besser in Schwung kommen die Walter Tigers Tübingen. Das Team von Trainer Igor Perovic bezwang Bamberg und kletterte auf Platz acht. «Wir haben heute vielleicht nicht den besten Basketball gezeigt, aber die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und eindrucksvoll gekämpft», sagte Perovic. In einer ausgeglichenen Partie avancierte Romeo Travis mit der Schlusssirene zum Matchwinner. «Wir konnten mehrere Führungen in der zweiten Halbzeit nicht konsequent nutzen. Da haben wir uns selber ins Bein geschossen», schimpfte Bambergs Trainer Chris Fleming.

Aufsteiger Mitteldeutscher BC verlor bei ratiopharm Ulm mit 80:84 nach Verlängerung. Weiter auf dem Vormarsch sind die Eisbären Bremerhaven, die bei den New Yorker Phantoms Braunschweig dank 24 Punkten von Louis Campbell mit 82:66 gewannen. Die EnBW Ludwigsburg zitterte sich zu einem 94:92 nach Verlängerung gegen die BG Göttingen, Michael King trumpfte mit 28 Punkten auf. (dpa)

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