Bundesliga ALBA unter großem Druck - Göttinger Euphorie

Frankfurt/Main. Vorhang auf für die heißeste Basketball-Zeit des Jahres: Mit den Playoffs startet die Bundesliga am 8. Mai in die entscheidende Saisonphase und schon vor dem ersten Korb sind die Nerven bei einigen Clubs zum Zerreißen gespannt.
07.05.2010, 15:40
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Frankfurt/Main. Vorhang auf für die heißeste Basketball-Zeit des Jahres: Mit den Playoffs startet die Bundesliga am 8. Mai in die entscheidende Saisonphase und schon vor dem ersten Korb sind die Nerven bei einigen Clubs zum Zerreißen gespannt.

Vor allem beim achtmaligen deutschen Meister ALBA Berlin ist vor dem Viertelfinal-Auftakt gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt Feuer unterm Dach. Der Vorwurf der Berliner, sie würden von den Schiedsrichtern benachteiligt, hat bei Liga und Konkurrenz für Verwunderung und Empörung gesorgt. «Dass wir das Fairplay nicht mitbringen, ist der erheblichste Vorwurf, den man einer Sportorganisation machen kann», sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. «Ich kann das nicht erklären - ich möchte nur, dass es aufhört», meinte Pommer, dem nicht entgangen ist, dass kurz vor der spannenden K.o.-Runde nur wenig über das Sportliche geredet wird.

Dabei versprechen bereits die vier Viertelfinal-Serien Dramatik und Emotionen pur. «Einen Favoriten zu nennen ist sehr schwer. Oldenburg und ALBA haben sicherlich die besten Chancen, doch ich erwarte sehr spannende Playoffs», sagte Bundestrainer Dirk Bauermann voller Vorfreude.

ALBA hat den auf dem Club lastenden Druck durch die Schiedsrichter-Schelte selbst noch einmal erhöht. Nach dem Halbfinal- Aus in der vergangenen Saison gegen Bonn zählt für die Hauptstädter in dieser Saison nur die Meisterschaft, auch um in der kommenden Spielzeit wieder in der Euroleague vertreten zu sein.

«Wir haben bislang ein exzellente Saison gespielt, weil wir uns als widerstandsfähig erwiesen haben», sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi vor der ersten Partie gegen Frankfurt. «Jetzt biegen wir auf die Zielgerade ein und können diese Saison mit dem Titel krönen», meinte Baldi.

Doch die Berliner sind gewarnt, kassierten sie gegen die Skyliners Mitte März doch eine Heimniederlage. «Frankfurt ist ein gefährlicher Gegner. Die Serie könnte enger werden, als man denkt», sagte Bauermann.

Klarer sind die Vorzeichen im Duell zwischen Titelverteidiger und Hauptrunden-Sieger EWE Baskets Oldenburg und den New Yorker Phantoms Braunschweig. Die Oldenburger haben in der Hauptrunde nur ein Heimspiel verloren und gehen als Favorit ins Niedersachsenduell.

Dennoch warnt Meistercoach Predrag Krunic vor den Braunschweigern, die sich mit den Nationalspielern Heiko Schaffartzik und Yassin Idbihi erst am letzten Spieltag für die Playoffs qualifizieren konnten. «Die kommen mit einer großen Euphorie», sagte Krunic. Für Braunschweig ist es die erste Playoff-Teilnahme seit sieben Jahren.

Als Favorit geht auch die BG Göttingen ins Duell mit den Eisbären Bremerhaven. Der Eurochallenge-Sieger schwimmt derzeit auf einer Welle der Euphorie und will diese auch in der K.o.-Runde weiter entfachen. «Die Feierlichkeiten sind beendet. Jetzt konzentrieren wir uns alle auf die Playoffs», sagte Göttingens Trainer John Patrick, der mit seinem Team das erste Heimspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle austrägt.

Die größte Spannung verspricht das Viertelfinale zwischen dem Vizemeister Telekom Baskets Bonn und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg. «Das erste Spiel ist richtungweisend. Da liegt der Druck auf uns. Wir müssen unseren Heimvorteil verteidigen», forderte Bonns Trainer Michael Koch, der auf die beiden verletzten Leistungsträger Patrick Flomo und Bryce Taylor verzichten muss. Bei Bamberg ist Superstar Casey Jacobsen dagegen wieder fit. (dpa)

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