Bremer Fußball-Schnack

Alle Jahre wieder: Weihnachtssingen am Panzenberg

Bremer SV will 5000 Zuschauer locken, Tickets gibt's im Vorverkauf. FCO muss acht Wochen auf Onur Uzun verzichten, BFV plant neues Hallen-Turnier mit Umland-Klubs
15.10.2019, 17:34
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Alle Jahre wieder: Weihnachtssingen am Panzenberg

2500 Besucher kamen 2018 zur Premiere des Weihnachtssingens an den Panzenberg. Am 22. Dezember gibt es eine Neuauflage, jetzt sollen 5000 Zuschauer die Ränge füllen. Die Idee zu solch einem Event hatte vor vielen Jahren der FC Union Berlin.

Frank Thomas Koch

Die Schmerzen waren groß, und ein gutes Gefühl hatte Onur Uzun nach seiner Knieverletzung am Wochenende auch nicht gerade. Nun wurden die Befürchtungen bestätigt: Der Mittelfeldspieler des FC Oberneuland zog sich im Spiel gegen die BTS Neustadt einen Innenbandriss im Knie zu und wird rund acht Wochen fehlen. „Damit ist die Hinrunde für Onur gelaufen“, sagt sein Trainer Kristian Arambasic. Da ihm in Tom Trebin (Mittelfußbruch) derzeit noch ein weiterer Spielgestalter fehlt, muss ab sofort improvisiert werden. „Aber damit werden wir fertig“, sagt der FCO-Coach. Angesichts der nächsten schlechten Nachricht werde das Team zudem „noch enger zusammenrücken“.

Save the date: Am 22. Dezember um 18 Uhr startet das 2. Weihnachtssingen im Stadion am Panzenberg. Nachdem rund 2500 Sänger und Sängerinnen zur Premiere im Vorjahr erschienen waren, möchte der Bremer SV nun deutlich zulegen und alle der 5000 Plätze besetzen. Dafür wird diesmal auch noch etwas mehr geboten: Neben Posaunen- und Kirchenchor ist auch ein Kinderchor zu Gast, zudem wird eine Projektion auf dem Stadionrasen die weihnachtliche Atmosphäre unterstreichen. Die Karten für das Weihnachtssingen gibt es bei Nordwest-Ticket und beim WESER-KURIER. Angesichts der zu erwartenden Nachfrage geht man beim BSV davon aus, dass es keine Abendkasse geben wird.

Es ist ein offizieller Termin, der bislang allerdings nur den Eingeweihten bekannt war: An diesem Mittwoch versammelt der Bremer Fußball-Verband einige Vereine, um deren Meinung zu einem zweiten Hallenturnier in der ÖVB-Arena einzuholen. Anfang 2021 plant der BFV nämlich einen Wettbewerb mit Teilnehmern aus Bremen und Niedersachsen. Er nennt sich Region-Cup. Also wurden die Bremen-Ligisten FC Oberneuland, TuS Schwachhausen, Blumenthaler SV und Bremer SV ebenso eingeladen wie der VfB Oldenburg, die SpVgg Drochtersen/Assel, Atlas Delmenhorst, der FC Hagen/Uthlede und Blau-Weiß Bornreihe. Es heißt, das Interesse an einer Veranstaltung dieser Art ist durchaus vorhanden. Deshalb würde es wohl niemanden überraschen, wenn es in gut einem Jahr tatsächlich einen Region-Cup geben sollte.

Rund 17 Jahre war Christian Lapke als Torwarttrainer für den SV Werder im Einsatz, ehe es ihn im vergangenen Jahr in Richtung Sachsen führte. Nun hat der 50-Jährige eine neue Aufgabe im Fußball gefunden: Lapke arbeitet im Nachwuchsbereich des Halleschen FC und gelegentlich auch für den Fußball-Verband Sachsen-Anhalt. „Wir wollten uns mal in Richtung Sachsen verändern“, erzählt Christian Lapke, dessen Frau aus Leipzig stammt. Zwischen Leipzig und Halle liegt nun auch der Wohnort des Paares, ein renovierungsbedürftiger Resthof mit sehr großem Grundstück. „Das ist schon eine Aufgabe“, sagt der Torwarttrainer, der im eigentlichen Leben als Lehrer in Halle arbeitet. Sein Kollege als Torwarttrainer beim HFC ist übrigens Jens Adler, Vater des Ex-Nationalkeepers René Adler.

Am kommenden Dienstag (19 Uhr) treffen sich die U 23 des SV Werder und Hannover 96 II zum kleinen Nordderby auf Platz 11. Dabei war die Partie eigentlich am vergangenen Wochenende angesetzt. Verlegt wurde sie, da zahlreiche Talente angesichts der Länderspielpause im Profikader benötigt wurden (etwa bei der 0:1-Testniederlage gegen St. Pauli). Aber auch Sicherheitsaspekte spielten eine Rolle: Da die Bundesligen pausierten, hätten sich die Fangruppen beider Vereine durchaus zum Duell der Nachwuchsteams treffen können – und das wäre natürlich mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden gewesen.

In zwei Jahren feiert der Bremer Fußball-Verband sein 75-jähriges Bestehen. Aber man weiß ja: Gut Ding will Weile haben. Deshalb wurde bereits jetzt eine Arbeitsgruppe initiiert, die sich mit der Aufarbeitung der langen BFV-Geschichte beschäftigen und schließlich eine Chronik erstellen soll. Neben Vizepräsident Holger Franz gehören die Insider Stefan Letschyschyn, Ralf Krönke und Jürgen Anders dem Gremium an. Noch befindet sich dessen Arbeit aber am Anfang. Wer also alte Fotos, Hefte, Berichte, Devotionalien oder einfach nur Anekdoten und Erinnerungen beisteuern kann, möchte sich bei Holger Franz melden. Unter 01 78 / 361 67 45 oder holger.franz@bremerfv.de.

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