Bremer Amateurfußball

Neustart frühestens am 1. April

Zuletzt war die Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch im März im Gespräch, nun hat der Bremer Fußball-Verband sich anders entschieden: Für Karfreitag sind Begegnungen im Lotto-Pokal geplant.
26.01.2021, 15:10
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

In gewisser Weise herrscht nun Klarheit. Nach einem intensiven Austausch haben sich die spieltechnischen Ausschüsse des Bremer Fußball-Verbandes (BFV) darauf verständigt, den Spielbetrieb frühestens zum 1. April 2021 wieder aufzunehmen. „Wir haben einfach mal gerechnet“, sagt Oliver Baumgart, Pressereferent des BFV. Die Rechnung sah folgendermaßen aus: Nach aktueller Verfügungslage ist der Trainings- und Spielbetrieb bis zum 14. Februar untersagt. Selbst wenn danach eine Freigabe erfolgen sollte, müsse damit noch lange nicht die Erlaubnis eines Mannschaftstrainings, mithin einer kompletten Vorbereitung, verbunden sein. „Der Amateursport wird vermutlich hinten anstehen“, so Baumgart. Zudem sei ein Ende des Lockdown mit Ablauf des 14. Februar nicht sicher. Angesichts dieser relativ unklaren Prognose hat sich der BFV also dazu entschieden, den frühestmöglichen Re-Start der Liga gleich in den April zu verlegen.

„Vielleicht verschenken wir zwei, drei Wochen, aber die Vereine haben jetzt Klarheit“, sagt Oliver Baumgart. Das sei auf jeden Fall der bessere Weg als abzuwarten und am Ende improvisieren zu müssen. „Wir machen das jetzt gleich vernünftig und realistisch.“ In der kommenden Woche wollen die Verantwortlichen die Beteiligten mittels Videokonferenzen über die Einzelheiten informieren. Die Planung sieht vor, an Karfreitag (2.4.) und Ostermontag (5.4.) mit dem Lotto-Pokal zu starten. Am folgenden Wochenende (10./11.4.) würden die Bremen-Liga mit dem 9. Spieltag sowie die Senioren-Spielklassen beginnen. In den übrigen Herren-Ligen sollen zunächst einzelne Nachholspiele ausgetragen werden, ehe diese am 17./18. April den geregelten Spielbetrieb wiederaufnehmen. Der letzte Spieltag der Bremen-Liga ist am 1. Juni geplant, die anderen Spielklassen sollen bis zum 26./27. Juni laufen.

Der Bremer Fußball-Verband geht damit einen deutlich anderen Weg als sein Pendant in Hamburg. Dort hatte HFV-Präsident Dirk Fischer die Vereine bereits am 8. Januar in einem offenen Brief informiert. Dessen Kernbotschaft: Sollte bis zum 13. Februar kein Mannschaftstraining in Hamburg möglich sein – und damit keine Vorbereitung auf einen Start am 27./28. Februar –, wird die Saison annulliert. In Bremen lässt man sich mehr Zeit, und das gilt auch für die Frauen und die Jugend. Sie sollen am Wochenende vom 16. bis 18. April den Spielbetrieb aufnehmen. Möglich ist dies, weil es sich überwiegend um kleine Ligen handelt und die meisten Spielklassen bereits zu Beginn des Lockdown im November verkürzt worden waren.

Nun ist allerdings noch die Frage offen, in wie weit sich die beteiligten Vereine mit der neuen Lösung anfreunden können. Bereits vor einigen Tagen hatten Trainer wie Günter Tuncel (SV Hemelingen) und Jürgen Damsch (ATSV Sebaldsbrück) sich angesichts des zu erwartenden Termindrucks im WESER-KURIER für einen Abbruch der Spielzeit ausgesprochen. Die anstehenden Videokonferenzen werden nun zeigen, ob ihre Meinung mehrheitsfähig ist.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+