Oliver Sebrantke wird zum Iron Man

Auf nach Hawaii

Oliver Sebrantke wird in diesem Jahr beim Iron Man auf Hawaii an den Start gehen. Davor will er aber seinen Titel beim SWB-Marathon in Bremen verteidigen. "Das hat für mich immer Priorität", so Sebrantke.
16.08.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Oliver Sebrantke geht es richtig gut zurzeit, jedenfalls mental. „Ich könnte die ganze Welt umarmen, wenn ich nicht diese Schmerzen hätte“, sagt der 41-Jährige. Ja, die Schmerzen sind schon ziemlich heftig. Aber Sebrantke verdankt sie einem ziemlich großen Erfolg. Deshalb ist er so glücklich. Denn der eigentlich als Seriensieger des Bremen-Marathons bekannte Athlet war in Hamburg, um an der Premiere des dortigen Iron Man teilzunehmen. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und einem abschließenden Marathon gelangte er nach 9:22:23 Std. nicht nur als 32. ins Ziel. Weil er sich auf Rang fünf seiner Altersklasse AK 40 platzierte, löste er zugleich das Ticket für den Iron Man auf Hawaii. „Das ist der Traum eines jeden Triathleten“, sagt Sebrantke.

Allerdings lieferte er nicht nur eine ziemlich gute Leistung ab in Hamburg. Der Bremer von der LC Hansa Stuhr hatte auch ein bisschen Glück, das Glück des Tüchtigen, könnte man sagen. Denn eigentlich qualifizieren sich lediglich die ersten vier Finisher einer Altersklasse für Hawaii. Für Sebrantke wurde erst deshalb ein Platz frei, da die vor ihm platzierten Athleten auf einen Start im Triathlon-Mekka verzichteten. Vielleicht waren sie ja schon mal da, Oliver Sebrantke freut sich jedenfalls. Aber wieso eigentlich Triathlon? Hat er nicht genug zu tun mit dem Marathonlaufen? Reichen ihm die sechs Siege über die 42,195 Kilometer in Bremen etwa nicht?

Sebrantke lacht. „Triathlon war zunächst nur ein Ausgleich für mich.“ Vor rund sechs Jahren hatte er einen Ermüdungsbruch im Fuß als Folge einer – anders lässt sich das selbst bei einem solchen Athleten nicht formulieren – gewissen Bequemlichkeit. Denn das für einen Ausdauerathleten so wichtige Stabilisationstraining ist nicht die Sache von Oliver Sebrantke. Weil er aber spätestens seit der Verletzung um dessen Bedeutung weiß, begann er mit dem Schwimmen, um auf andere Art die Muskulatur zu kräftigen. „Da war der Weg zum Rad nicht mehr weit“, sagt der frischgebackene Iron Man. Und weil es ihm eine Menge Spaß machte damals, blieb er einfach dabei.

Nun geht es also nach Hawaii, gemeinsam mit den ebenfalls qualifizierten Vereinskollegen Jan Neubauer und Rainer Koschke sowie Jörn Schumm von den Bremer Triathlöwen. Bevor er am 14. Oktober auf Hawaii startet, möchte Sebrantke aber noch seinen Titel beim SWB-Marathon am 1. Oktober verteidigen: „Das hat für mich immer Priorität.“

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