Hockey-Damen verlieren 0:5 Bremer HC: Jetzt wächst der Druck

Es läuft noch nicht rund für den Aufsteiger Bremer HC in der Hockey-Bundesliga der Damen: Am Sonnabend setzte es die nächste Niederlage, erwartbar, aber zu hoch und zu einfach. Der Trainer findet klare Worte.
17.09.2022, 19:21
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Bremer HC: Jetzt wächst der Druck
Von Jean-Julien Beer

In den bisherigen Bundesligaspielen hatten die Damen des Bremer HC immerhin mithalten können, auch wenn alle verloren gingen. Nun aber bekam der Aufsteiger eine richtige Packung und verlor am Sonnabend beim Club an der Alster mit 0:5. „Das war vom Start weg schlecht“, sagte Trainer Martin Schultze. Schon nach 34 Sekunden mussten seine Spielerinnen den Ball aus dem Tor holen, ohne ihn vorher berührt zu haben. Schnelle Treffer zum 3:0 folgten.

„Es war ein desaströser Start“, fand der Trainer deutliche Worte, „diese erste Halbzeit war einfach nicht bundesligatauglich. Auch wenn der Gegner besser besetzt ist, darf man es ihm nicht so einfach machen. Ich hätte mir eine andere Körpersprache gewünscht, eine andere Präsenz von Anfang an – das war diesmal enttäuschend.“ Immerhin: In der zweiten Halbzeit hielten die Bremerinnen das Ergebnis dank aggressiverer Verteidigung in Grenzen, wobei der Gegner angesichts einer 5:0-Führung auch einen Gang herrunterschaltete.

Punktlos steht der Bremer HC weiter am Tabellenende, was Schultze ernüchternd findet, wie er sagt: „Das schwere Auftaktprogramm hatte uns so eine Ausbeute befürchten lassen, aber ich hatte schon gehofft, dass wir irgendwo mal ein Pünktchen oder auch einen Sieg mitnehmen. Wir waren in den ersten drei Spielen gleichwertig, da waren Kleinigkeiten ausschlaggebend. Jetzt sind wir zum ersten Mal abgewatscht worden.“

Mit Blick auf das Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen Uhlenhorst Mülheim (13.30 Uhr) wächst der Druck auf das Team, das weiß auch der Trainer: „Da müssen die ersten Punkte her, da muss es nun rappeln.“ Denn nur zwei Tage später ist ein Sieg wieder nicht zu erwarten, dann geht es zum Deutschen Meister nach Düsseldorf. Erst danach folgen einige Gegner, bei denen der Aufsteiger aus Bremen eher auf Punkte hoffen kann, um in der Bundesliga richtig anzukommen.

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