TSV Melchiorshausen Aufstieg ist das erklärte Ziel

Bremen. Unter Trainer Mike Barten haben sich die Fußballer des TSV Melchiorshausen zu einem Anwärter auf eine vordere Platzierung in der Landesliga entwickelt.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

Bremen. Für einen Spitzenplatz reicht es nicht. Noch nicht. Die Fußballer des TSV Melchiorshausen belegen derzeit den fünften Rang der Landesliga, mit vier Punkten Abstand zum Tabellenführer TS Woltmershausen. „Das ist nicht die Welt“, sagt Trainer Mike Barten.

Recht hat er. Zumal seine Mannschaft bereits am kommenden Sonntag einen ziemlich großen Schritt in Richtung des TSW machen kann. Schließlich ist Melchiorshausen um 15 Uhr auf der Woltmershauser Hanseatenkampfbahn zu Gast. Barten gibt sich selbstbewusst: „Ich glaube kaum, dass wir vor dem Tabellenführer Angst haben müssen.“

Die Melchiorshauser Erfahrungen mit Spitzenspielen halten sich allerdings in engen Grenzen. Nur einmal, gegen den aktuellen Zweiten TSV Grolland, trat der TSV bislang zu einem Duell mit einem der Topteams an. Es ging 0:3 verloren. „Da waren wir lange Zeit die bessere Mannschaft, haben nach der Halbzeit aber das Fußballspielen eingestellt“, sagt Mike Barten. Er ist sich nicht sicher, ob seine Mannschaft das Spiel gegen Grolland – oder auch die Partien gegen Neustadt (1:2) und in Huchting (0:3) – noch einmal verlieren würde. Schließlich liegt ein Prozess hinter seinem Team, eine „schöne Entwicklung“.

Mit der Mannschaft aus dem Vorjahr ist der TSV Melchiorshausen nicht mehr zu vergleichen. Zwar verfügt Barten mit Jan de Boer, Sascha Otten und Oliver Riekers (sie trafen jeweils drei Mal und führen gemeinsam mit Andre Schmidt die interne Torjägerliste an) noch über ein paar gestandene Kicker. Doch ein Großteil der Routine tritt mittlerweile in der eigenen Ü32 an. „Nachdem wir viele erfahrene Spieler abgegeben hatten, mussten 16 neue Spieler integriert werden.“ So etwas kann dauern. Zumal ein Großteil der Verpflichtungen des Sommers sein erstes Herrenjahr bestreitet und sich erst noch an die Spielweise in der Landesliga gewöhnen musste.

„Nun kommt die Mannschaft aber immer besser in Schuss“, sagt Mike Barten. Die Situation in der Liga spielt ihm in die Karten. Anders als im Vorjahr, als sich der SV Grohn frühzeitig abgesetzt hatte und am Ende auch sicher aufstieg, scheint diesmal nämlich keine Übermannschaft anzutreten. Mike Barten: „Das ist das Gute, dieses Jahr spielt jeder mal unentschieden oder verliert sogar.“ Noch weiß der 39-Jährige aber nicht, ob in dieser Saison nicht wieder eine Mannschaft erst in der Rückrunde überraschend stark auftritt. „Vor zwei Jahren war das OT, im letzten ist dann der VfL 07 durchgestartet.“

Deshalb sollte Melchiorshausen unbedingt bis zum Winter oben dran bleiben und sich am besten „vom Mittelfeld absetzen“. Mittelfristig soll nämlich der Aufstieg her. Das könnte bereits im kommenden Sommer so weit sein. Aber planbar ist der Aufstieg nicht. Als er im Sommer 2012 endgültig das Traineramt in Melchiorshausen übernahm, hatte sich Mike Barten seine Mission schon etwas leichter vorgestellt. „Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Situation unterschätzt habe.“

Voller Euphorie habe er seinen Job angetreten. Es sollte möglichst schnell nach oben gehen. Mit „wenig bis gar keinem Geld“ sei es aber auch in der Landesliga schwer. Es hatte sich zwischenzeitlich sogar so viel Frust angestaut, dass Barten die Brocken hinwarf: „Der Verein hatte seine Hausaufgaben nicht gemacht.“ Beim 5:1 gegen Sparta Bremerhaven II vor zwei Wochen war die Mannschaft deshalb von Cotrainer Dirk Pistol betreut worden. Nur einen Tag nach dem Rückzug hatte TSV-Abteilungsleiter Heiner Böttcher den unzufriedenen Coach aber zum Bleiben bewegt. Nun wollen sie in Melchiorshausen wieder gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft arbeiten. Barten: „Am Sonntag haben wir die nächste Möglichkeit, uns zu beweisen.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+