Damen-Hockey

Aufstiegsspiel für den Bremer HC

Oberneuland. Zehn Siege in zehn Spielen haben die Hockey-Damen des Bremer HC in der abgelaufenen Hallensaison gelandet. Am Sonnabend spielt der souveräne Meister der Oberliga Niedersachsen/Bremen in eigener Halle gegen Victoria Hamburg um den Regionalliga- Aufstieg.
24.02.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Aufstiegsspiel für den Bremer HC
Von Frank Büter
Aufstiegsspiel für den Bremer HC

Ulrike Mühl (r) läuft im Relegationsspiel gegen Victoria Hamburg zum letzten Mal für ihren Heimatverein Bremer HC auf

ANDREAS KALKA

Oberneuland. Zehn Siege in zehn Spielen haben die Hockey-Damen des Bremer HC in der abgelaufenen Hallensaison gelandet und dabei 99 Tore erzielt. Das liest sich gut, sehr gut sogar. Doch was diese Bilanz wert ist, entscheidet sich erst am Sonnabend ab 16 Uhr, wenn der souveräne Meister der Oberliga Niedersachsen/Bremen in eigener Halle gegen Victoria Hamburg um den Aufstieg in die Regionalliga Nord spielt. In diesem einen Spiel, in diesen 60 Minuten (plus möglicher Verlängerund) gilt es, die Früchte einer ganzen Saison zu ernten.

"Das ist das Highlight für alle Spielerinnen", sagt BHC-Trainer Nico Stankewitz. Der erfahrene Coach ist "eigentlich kein Freund von solchen Aufstiegspielen, denn aus meiner Sicht ist das sportlich keine faire Geschichte. Aber ich vertraue meinen Spielerinnen und glaube daran, dass wir gewinnen werden." Zumal das Spiel - anders als vor zwei Jahren, als man erstmals ein solches Aufstiegsspiel bestritt und sich in der Unihalle gegen Travemünde durchsetzte - diesmal in der neuen BHC-Halle stattfindet. "Da wird die Tribüne pickepacke voll und die Stimmung riesig sein", sagt Stankewitz und freut sich auf "ein schönes Event bei uns im Club".

Ulrike Mühl beendet ihre Karriere

Der Gegner aus Hamburg, der vor Jahresfrist in der Relegation erst nach Verlängerung am Club zur Vahr scheiterte und nun einen erneuten Anlauf auf die Regionalliga nimmt, ist für den Bremer HC keine unbekannte Größe. Immerhin traf man gleich zweimal in der Vorbereitung auf diese Hallensaison aufeinander, beide Male gewann der BHC knapp. "Victoria spielt gutes Hockey - schnell und aggressiv. Das wird ein schweres Spiel", weiß Stankewitz. Und etwas weiß er noch: "Es wird blaue Flecken geben." Weil der Kontrahent für seine harte, konsequente Manndeckung bekannt und unangenehm zu spielen sei.

Personell laufen die Gastgeberinnen, bei denen übrigens acht Spielerinnen bereits vor zwei Jahren gegen Travemünde zum Aufgebot der Erstvertretung gehörten, in Bestbesetzung auf. "Wir sind eingespielt und verfügen als Team, aber auch individuell schon über ein gewisses Maß an Erfahrung", sagt Stankewitz, der seine Stammformation mit Levke Papenburg und Torfrau Carina Schütte aus dem Verbandsligakader komplettieren wird.

Mit dabei ist am Sonnabend auch Alexandra Quäling, die zuletzt aufgrund ihrer Examensarbeit nicht zur Verfügung stand. Obwohl die Verteidigerin mehrere Wochen keinen Schläger in der Hand hatte, wird sie eigens aus Bochum anreisen und auch zur Startformation gehören. Zum letzten Mal dabei ist derweil BHC-Urgestein Ulrike Mühl. Die 38-Jährige zieht sich nach dieser Hallenrunde wie angekündigt aus dem Leistungsbereich zurück und wird ihre Karriere unterklassig ausklingen lassen.

Die frühere Bundesligaspielerin Mühl, die mit dem Club an der Alster unter anderem den Deutschen Pokal gewann und Deutscher Vizemeister wurde, fiebert dem anstehenden Saisonfinale deshalb gleich doppelt entgegen. "Es ist natürlich super reizvoll, jetzt in eigener Halle mein letztes Spiel für den BHC zu spielen", sagt Ulrike Mühl. "Ich hätte dabei gerne, dass wir gegen Victoria in der normalen Spielzeit zeigen, dass wir besser sind und es nicht so spannend machen. Und natürlich wünsche ich mir, dass ich selbst auch noch mal zum Einsatz komme."

Zum Aufgebot des Bremer HC gehören: Emma Richter, Carina Schütte - Alexandra Quäling, Tanja Friedemann, Anne Preusche, Ulrike Mühl, Svenja Kreyenhop, Levke Papenburg, Anna Kreyenhop, Wiebke Hallerberg, Elisabeth Vetter, Eva Baumann.

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