Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen unterliegen Schlusslicht ATSV Habenhausen III mit 30:33 Ausgerechnet im Kellerduell herrscht Angriffsflaute

Oslebshausen. Es war zum Haare raufen: Normalerweise haben die Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen massive Abwehrprobleme, weshalb sie auch die schlechteste Deckungsreihe der Liga stellen. Nun steht ihre Verteidigung gegen das Schlusslicht ATSV Habenhausen III endlich einmal stabiler, dann spielt bei der 30:33-Auswärtsniederlage der Angriff verrückt.
23.11.2017, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Es war zum Haare raufen: Normalerweise haben die Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen massive Abwehrprobleme, weshalb sie auch die schlechteste Deckungsreihe der Liga stellen. Nun steht ihre Verteidigung gegen das Schlusslicht ATSV Habenhausen III endlich einmal stabiler, dann spielt bei der 30:33-Auswärtsniederlage der Angriff verrückt.

Dadurch rutschen die Gelb-Blauen nach ihrem Verbandsliga-Abstieg auch eine Etage tiefer wieder in den schlimmsten Schlamassel hinein. Anstatt die Südbremer auf sechs Punkte zu distanzieren, rücken diese ihnen bis auf zwei Zähler auf die Pelle. Ja, selbst die drei anderen Mannschaften unmittelbar unter ihnen weisen dieselbe Anzahl an Pluspunkten auf. „Wir hatten gut verteidigt, aber dem Gastgeber unsere Ballgewinne sofort wieder in die Hände gespielt“, beklagte der SVGO-Spielertrainer Holger Langer die sehr hohe Fehlerquote seiner Mannschaft in der Offensive. „Letztendlich hat Habenhausen nur von unseren Fehlern gelebt.“

Nichtsdestotrotz war Holger Langer mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft und dem knappen 16:17-Rückstand in den ersten 30 Spielminuten zufrieden. „Habenhausen hatte ja oft zur Pause geführt und dann doch verloren“, sagte er. Diesmal allerdings zum Leidwesen des SVGO nicht, obwohl der den Spieß im Abstiegsduell durch zwei Tore von Felix Fuchs sofort zum 18:17 umdrehte. „Da hatte ich schon gedacht, dass jetzt alles seinen Weg gehen würde“, verriet Holger Langer. Aber das Schlusslicht nutzte die Schwächen des SV Grambke-Oslebshausen immer wieder aus und setzte sich nach dem 22:21 bis auf 29:24 ab.

Danach änderten die Gäste ihre Abwehrformation und stellten sie von der defensiven 6:0-Variante auf die offensive 3:3-Formation ein, schließlich sollten ja schnelle Ballgewinne und ebenso flotte Tore her. Das mit der Balleroberung klappte ausgezeichnet, nur beim weiteren Prozedere hakte es bei den Gelb-Blauen gewaltig. „Fünfmal erkämpfen wir uns den Ball und nutzen es nur einmal zum Tor aus“, bemängelte der SVGO-Coach. Die restlichen viermal flog der Ball entweder ins Aus oder gleich direkt zum Gegner. „Das sind Fehler, die eigentlich nicht passieren dürfen“, kritisierte Holger Langer.

Ihm selbst war zwar noch der 29:31-Anschlusstreffer gelungen, danach wurde seine Mannschaft jedoch durch Philip Brandes ausgerechnet von einem Ex-Grambker auf die Bretter geschickt. Der linke Rückraumschütze hatte 49 Sekunden vor Ultimo mit seinem neunten Tor zum 32:29 auch noch in Unterzahl für die Entscheidung gesorgt.

Am Sonntag treffen die Gelb-Blauen gleich auf die nächsten Ex-Grambker: Sie müssen um 16 Uhr beim Tabellensiebten HSG Stuhr ran, bei dem mit dem Kreisläufer Meik Schäfer und dem Trainer Sven Engelmann zwei Mann aus den sportlich besseren Zeiten des damaligen TV Grambke aktiv sind.

SV Grambke-Oslebshausen: Bödeker, Mühlbauer; Feldermann, P. Hinrichs (8), Fuchs (4/1), Arkulary, Rüttjerott (3), Langer (1), S. Hinrichs (4), Hägermann (2), Kraft (1), Hergert (4), Bischof (2), Schmidt (1).

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