Für Habenhauser Handballer wiegt Ausfall von Ostermann schwerer als die Pokalniederlagen Ausgeschieden - na und?

Habenhausen. Ausgeschieden und kein bisschen traurig: Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen hatten mit dem K.o.
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Von Olaf Kowalzik

Ausgeschieden und kein bisschen traurig: Die Oberliga-Handballer des ATSV Habenhausen hatten mit dem K.o. in der zweiten Runde des neuen Handball-Pokals der Verbände Niedersachsen und Bremen kein Problem. Sie setzten sich im Viererturnier zunächst mit einem klaren 41:28 (17:19)-Erfolg gegen den gastgebenden Verbandsligisten TV Langen durch, um anschließend dem Oberliga-Rivalen HSG Schwanewede/Neuenkirchen bei der 28:33 (13:17)-Niederlage den Vortritt in das Pokal-Halbfinale zu lassen. „Es ist für einen Trainer schwer, seine Mannschaft zu motivieren, wenn im Pokal das lohnende Ziel eines Bundesligisten oder wenigstens eines Drittligisten fehlt“, sagt ATSV-Trainer Lars Müller-Dormann. „Ohne Aussicht auf ein attraktives Los wird für uns der Pokal eher zur Last als zum Spaß.

Richtig ärgerlich war für das einzig verlustpunktfreie Team der Oberliga Nordsee aber erst der Ausfall seines Kreisläufers André Ostermann. Der frisch verheiratete Routinier bekam im ersten Spiel vom TV Langen schon nach fünf Minuten an der Mittellinie einen derart heftigen Pferdekuss verpasst, dass er ins Krankenhaus gefahren werden musste und über das ganze Wochenende gleich dort behalten wurde.

„Wir drücken ihm die Dauen, dass es nichts Schwerwiegendes ist“, hofft Müller- Dormann zusammen mit seinem Team darauf, dass der Nahwurfzonenspezialist am Sonnabend im Gastspiel beim Aufsteiger SG Neuenhaus-Uelsen wieder mit von der Partie sein kann. Björn Wähmann hatte er wiederum aufgrund von Schulterproblemen gar nicht erst mit aufgeboten, so weit es ging, wurde außerdem auch der Rückraumspieler Mirco Wähmann geschont.

Die fehlende Motivation im Pokal führte dazu, dass die Gäste mit ihrem kleinen Kader nicht mit der letzten Konsequenz zu Werke gingen. „Normalerweise würde ich in der Halbzeitpause über 19 Gegentreffer fuchsteufelswild werden“, nahm Lars Müller-Dormann diesmal den 17:19-Rückstand zum Seitenwechsel gelassener hin. Trotzdem minimierten die Südbremer nach dem Wiederanpfiff ihre Fehlerquote, während die klassentieferen Niedersachsen stark abbauten. Bei nur noch neun weiteren Gegentreffern fiel der 41:28-Erfolg der Gäste daher noch außerordentlich deutlich aus.

Mit nur noch zwei Wechselspielern fehlte dem ATSV Habenhausen nach einer knapp 90minütigen Wartezeit im alles entscheidenden Spiel gegen den Oberliga-Rivalen HSG Schwanewede/Neuenkirchen der letzte Biss. „Es ist schon doof, wenn man die ganze Zeit in der Halle herum hängt und auf seinen Einsatz wartet“, berichtet Lars Müller-Dormann. Er nutzte die Zeit zumindest, um das zweite Duell zwischen TuRa Marienhafe und der HSG Schwanewede/Neuenkirchen (27:35) auf Video zu bannen, um seiner zweiten Vertretung in der Verbandsliga einige Erkenntnisse über den Punktspielgegner aus Ostfriesland zu sichern.

Im letzten Duell des Tages gegen die „Schwäne“ hatten die Bremer mit der 3:2:1-Deckung der HSG einige Probleme und kassierten reichlich Tempogegenstöße. Außerdem hatten die Niedersachsen ihren Goalgetter Andreas Szwalkiewicz (12/4 Tore) sowie Fabian Rojahn und Matthias Ruckh pausieren lassen und waren damit auf dem Parket deutlich frischer als der ATSV. Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen setzte sich über 6:4 auf 10:6 ab und dominierte das Spiel bis zum 19:14. Danach warf sich der ATSV Habenhausen wieder bis auf 21:23 und 25:28 an den Klassepartner heran. Mit dem Zwischenspurt zum 31:26 machte die HSG Schwanewede/Neuenkirchen schließlich alles klar.

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