Tanzsport B-Team von Grün-Gold sorgt für einen Paukenschlag

Das A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen hat das erste Bundesligaturnier dieser Saison beinahe erwartungsgemäß gewonnen. Für die wirkliche Überraschung hat die zweite Mannschaft der Bremer gesorgt.
18.01.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
B-Team von Grün-Gold sorgt für einen Paukenschlag
Von Ruth Gerbracht

Das A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen hat das erste Bundesligaturnier dieser Saison beinahe erwartungsgemäß gewonnen. Für die wirkliche Überraschung hat die zweite Mannschaft der Bremer gesorgt.

Die 700 Zuschauer in der Mülheimer Sporthalle zeigten sich ebenso irritiert wie die Lateinformationen selbst. Währen der Deutsche Meister und Weltmeister, das A-Team des Grün-Gold-Club Bremen mit sieben Einsen einen glasklaren Sieg beim ersten Bundesligaturnier der Saison feiern durfte, staunten die folgenden Teams über eine ziemlich uneinheitliche Wertung. „So schnell konnte gar keiner rechnen“, erklärte Uta Albanese, Trainerin des Bremer B-Teams. Wer war nun Zweiter? Aachen oder die Bremer oder gar die Formationsgemeinschaft Bochum/Velbert?

Die Aachener Formation hatte bis zur Siegerehrung noch geglaubt, sie wären Zweiter geworden und blickten dementsprechend fassungslos, als sie als Viertplatzierter auf die Fläche gerufen wurden. Was war da bloß aus ihrer Sicht schief gelaufen? Aachen konnte zwar drei Zweien vorweisen, doch mit zwei Vieren und sogar einer fünf wurde ein höherer Quotient (4) errechnet als bei den Konkurrenten aus Bremen und Velbert (2,5), die aufgrund ihrer identischen Wertung sich den zweiten Rang an diesem Abend teilten.

Jens Steinmann, Vorsitzender des Bremer Grün-Gold-Club war dementsprechend begeistert. Aber nicht allein, weil seine zweite Formation mit ihrer Choreografie „Final Countdown“ so erfolgreich in die Saison gestartet ist, sondern auch, weil durch diese Wertung die Liga unglaublich spannend wird. Zumindest ab Rang zwei. „Die Teams sind so eng beieinander, dass es bei den kommenden Turnieren ein harter Fight wird.“

Ähnlich sieht es auch Uta Albanese, die sich an diesem Wochenende gefreut hat, dass die Wertungsrichter ihrer Meinung nach das bewertet haben, was auf der Fläche zu sehen war. „Ich will nichts geschenkt, aber wer gut tanzt, der soll auch dementsprechend belohnt werden“, erklärt die Trainerin. Und klar: Jetzt will Uta Albanese mit ihrer B-Formation noch einmal richtig Gas geben für das Heimturnier am 30. Januar in der Halle 7 auf der Bürgerweide. „Ich werde in den nächsten zwei Wochen noch mal alles rausholen, was möglich ist“, lautet die Kampfansage. Zumal die Tänzer und Tänzerinnen mit der Trainerin darin übereinstimmen, dass „bei der Leistung noch eine Menge Luft nach oben sei.“ Man müsse die Chance nun nutzen. Schließlich stünde die Tür weit offen, da bei den Wertungen am Sonnabend die Namen der Teams keine Rolle gespielt hätten. „Wenn die Wertungsrichter in der Zukunft ähnlich viel Mumm beweisen, dann sind wir alle doch schon einen Schritt weiter.“

A-Team der Bremer siegt trotz personeller Wechsel souverän

Dabei war Uta Albanese mit dem ersten Auftritt ihrer Mannschaft nach der Winterpause noch nicht ganz zufrieden. Die fehlenden Trainingseinheiten seien schon zu merken gewesen, ließ sie wissen, räumte aber auch gleichzeitig ein, dass sie manchmal ein bisschen zu kritisch sei. Weniger kritisch beobachtete der Club-Vorsitzende das Geschehen beim Bundesliga-Auftakt. „Die Vorrunde des B-Teams war noch etwas wacklig, aber im Finale konnte sich die Formation mächtig steigern“, erklärt Jens Steinmann. Aber auch für die Konkurrenz fand er lobende Worte. So habe ihm die Mannschaft aus Bochum/Velbert außerordentlich gut gefallen im Gegensatz noch zu den deutschen Meisterschaften im vergangenen November. „Eine schöne Choreografie, gute Musik und sehr exaktes Tanzen. Die Mannschaft hat die Pause bestens genutzt.“

Positiv sei ihm aufgefallen, dass das Niveau in der Liga sehr ansprechend sei. Die Fehlerquote sei bei allen sehr gering. Aber wenn man Fehler anbiete, dann müsse eine Mannschaft damit rechnen, auch mal hinter einem Aufsteiger zu landen. So passierte es dem Team aus Ludwigsburg, das sich einen Zweikampf mit dem Aufsteiger aus Buchholz lieferte und am Ende den kürzeren zog. „Eine solche Entscheidung war auch die positive Botschaft des Abends“, erklärte Jens Steinmann. Noch positiver aus Bremer Sicht war jedoch einmal mehr der Auftritt der Weltmeister-Formation des Grün-Gold-Club. Das Team von Trainer Roberto Albanese präsentierte sich und seine Choreografie „Rocky2015“ auch mit vier neuen Tänzern und Tänzerinnen so souverän, so fehlerfrei, dass alles andere als Platz eins gar nicht in Betracht kam. Zumindest in diesem Fall waren sich alle Wertungsrichter einig.

Ergebnisse

1. Grün-Gold-Club Bremen A 1 1 1 1 1 1 1

2./3. RW-Silber Bochum/TSZ Velbert 4 4 3 3 2 3 2

2./3. Grün-Gold-Club Bremen B 3 2 2 4 3 4 3

4. FG TSZ Aachen / TD TSC Düsseldorf 2 3 4 2 5 2 4

5. TSK im TSV Buchholz von 1908 5 5 5 5 4 5 5

6. 1. TC Ludwigsburg 8 6 6 6 6 6 6

7. TSC Walsrode 6 7 7 8 7 8 7

8. Ruhr-Casino des VfL Bochum 7 8 8 7 8 7 8

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+