Bundesliga Basketball-Show in Bonn - Koch: Machen Werbung

Bonn. Krachende Dunkings, spektakuläre Dreier und jede Menge Show: Die Basketball Bundesliga präsentiert beim 23. Allstar Day am 23. Januar im Bonner Telekom Dome wieder all ihre Stars.
22.01.2010, 13:23
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Bonn. Krachende Dunkings, spektakuläre Dreier und jede Menge Show: Die Basketball Bundesliga präsentiert beim 23. Allstar Day am 23. Januar im Bonner Telekom Dome wieder all ihre Stars.

«Nirgendwo anders bekommen die Zuschauer die zahlreichen Facetten dieser Sportart so komprimiert, so intensiv, so hautnah geboten wie an diesem Basketball-Tag», sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer vor der Show-Veranstaltung. Neben der Suche nach dem sichersten Dreipunktschützen und dem spektakulärsten Dunker steht das Duell zwischen den besten Spielern des Nordens und den Stars des Südens im Mittelpunkt des Tages, der mit 6000 Zuschauern bereits ausverkauft ist.

«Wir wollen in erster Linie Werbung für den Basketball machen, die Zuschauer mit einer schnellen und spektakulären Spielweise begeistern», sagte Bonns Trainer Michael Koch, der zum zweiten Mal nach 2009 die Süd-Auswahl trainiert. Mit Robin Benzing, Per Günter (beide ratiopharm Ulm) und Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn) hat Koch gleich drei junge deutsche Nationalspieler in seinen Reihen. «Es ist sehr wichtig, dass solche Jungs dabei sind, weil es auch zeigt, dass der deutsche Basketball angenommen wird und es wieder Identifikationsfiguren gibt», sagte Koch.

Trotz aller Showeffekte will der Europameister von 1993 das prestigeträchtige Duell mit dem Nord-Team gewinnen, nachdem er im vergangenen Jahr eine unglückliche 97:98-Niederlage gegen die auch 2010 von ALBA-Coach Luka Pavicevic betreuten Profis aus dem Norden hatte einstecken müssen. «Wenn es am Ende darauf ankommt, wollen beide Teams das Spiel auch gewinnen», meinte Koch. Die Bilanz spricht mit 16 Siegen und nur zwei Niederlagen allerdings eindeutig für den Norden.

Eine Plattform bietet der Allstar Day auch für die besten Nachwuchs-Basketballer, die in einem eigenen Spiel der Besten aufeinandertreffen. Die Manager der 18 Bundesligisten nutzen die Zusammenkunft zu einer zweitägigen Tagung, in der auch über das heftig kritisierte neue Wertungssystem diskutiert werden soll. «Es ist kein Geheimnis, dass wir damit nicht zufrieden sind. Wir werden Bilanz ziehen und sehen, was man vielleicht ändern kann», kündigte Pommer an.

Für eine Reform des erst zu Saisonbeginn eingeführten Systems, nach dem der Sieger einer Partie zwei Punkte, der Verlierer aber auch einen Zähler bekommt, müsste die BBL jedoch aus dem Grundlagenvertrag mit dem Deutschen Basketball Bund befreit werden. Sollte dies geschehen, wäre die Rückkehr zur alten Wertung mit zwei Punkten pro Erfolg möglich. Wahrscheinlicher wäre dann aber die Einführung eines Quotienten nach Vorbild der nordamerikanischen Basketball Profiliga NBA.

Die Aufgebote für das All-Star-Spiel:

Norden: Heiko Schaffartzik (Braunschweig), Julius Jenkins (ALBA Berlin), Rickey Paulding (Oldenburg), Jeff Gibbs (Bremerhaven), Ruben Boumtje Boumtje (Oldenburg), Steffen Hamann (ALBA Berlin), Je'Kel Foster (Oldenburg), Toby Bailey (Artland Dragons), Nathan Peavy (Artland Dragons), Chris Oliver (Göttingen), Darren Fenn (Artland Dragons), Anatoly Kashirov (Mitteldeutscher BC). Trainer: Luka Pavicevic (ALBA Berlin)

Süden: Per Günther (Ulm), Jared Jordan (Bonn), Robin Benzing (Ulm), Tim Ohlbrecht (Bonn), Chris Ensminger (Bonn), Casey Jacobsen (Bamberg), Michael King (Ludwigsburg), Maurice Jeffers (Gießen), Brendan Winters (Düsseldorf), Aleksandar Nadjfeji (Tübingen), Derrick Allen (Frankfurt), George Evans (Trier). Trainer: Michael Koch (Bonn) (dpa)

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