2. Bundesliga Bauermann beim FC Bayern: Historische Chance

München . Mit Bundestrainer Dirk Bauermann als neuem Coach will der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München jetzt auch im Basketball eine Topadresse werden.
16.06.2010, 16:12
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München . Mit Bundestrainer Dirk Bauermann als neuem Coach will der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München jetzt auch im Basketball eine Topadresse werden.

Der für die kommende Saison verpflichtete Erfolgstrainer soll die Korbjäger aus der 2. Bundesliga in die Eliteklasse führen und Spitzenbasketball in der bayerischen Metropole etablieren. Gleichzeitig hofft er auf einen gewaltigen Schub für die gesamte Sportart. «Für das Basketball in Deutschland ist das eine historische Chance», sagte Bauermann in einem Interview mit der Münchner «Abendzeitung».

Das ambitionierte und auch von Bayern-Präsident Uli Hoeneß unterstützte Projekt wird laut Bauermann aber nur Erfolg haben, wenn der FC Bayern erstklassig ist. «Der direkte Aufstieg ist die Grundvoraussetzung, damit das Projekt überhaupt funktionieren kann», sagte der 52-Jährige in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», «für mich und den FC Bayern kommt nichts anderes infrage».

Bauermann hat sich bei seiner Rückkehr als Vereinstrainer für das Münchner ProA-Team entschieden, «weil der FC Bayern mit einer, was sein Basketballprojekt betrifft, komplett veränderten Zielsetzung antritt». Es handele sich um ein Projekt mit großem Potenzial, betonte der Bundestrainer, «aufgrund der großen Chancen auch für das deutsche Basketball ist es ein großer Reiz für mich, auch mal für ein Jahr in die zweite Liga zu gehen». Hinter der Vision stecke der klare Gedanke, Spitzenbasketball zu etablieren: «Das impliziert natürlich Erfolg. Deshalb ist das Projekt so interessant».

Die wirtschaftlichen, finanziellen und personellen Voraussetzungen für die ehrgeizigen Pläne sind laut Bauermann vorhanden, um vielleicht an die Erfolge anzuknüpfen, die Real Madrid oder der FC Barcelona mit ihren Basketballern feiern. Dazu brauche man eine «hohe Qualität im Kader. Wir werden Spieler mit hoher sportlicher und menschlicher Qualität verpflichten, die mit dem Druck und der Tatsache zurechtkommen müssen, für ein Jahr in die zweite Liga zu gehen».

Eine Verpflichtung von Superstar Dirk Nowitzki bezeichnet Bauermann in der «Abendzeitung» noch als «lustige Spinnerei, «aber wenn uns in der Pro A der Erfolg gelingt und in den Jahren danach auch, dann wäre so etwas der überüberüberübernächste Schritt».

Der Deutsche Basketball-Bund (DBB) begrüßt Bauermanns Engagement beim FC Bayern. Die Basketball-Bundesliga (BBL) lehnt dagegen eine Personalunion als Bundes- und Vereinstrainer ab, so dass Bauermann bei einem Aufstieg in die erste Liga womöglich seinen Vertrag als Bundestrainer kündigen müsste.

«Wir werden sicher Verhandlungen mit der BBL führen, bevor es soweit ist», sagte Bauermann, «das ganz Projekt ist ein starkes Signal. Ich bin überzeugt, dass niemand in Deutschland riskieren würde, einen FC Bayern mit diesem hohen Anspruch jetzt auch im Basketball wieder zu verlieren». (dpa)

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