Nowitzki Bauermann: Nowitzki kann noch Jahre spielen

Frankfurt/Main. Dirk Nowitzki ist derzeit in der Form seines Lebens und ein Ende der eindrucksvollen Karriere von Deutschlands Basketball-Superstar für Bundestrainer Dirk Bauermann nicht in Sicht.
26.01.2010, 13:00
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Frankfurt/Main. Dirk Nowitzki ist derzeit in der Form seines Lebens und ein Ende der eindrucksvollen Karriere von Deutschlands Basketball-Superstar für Bundestrainer Dirk Bauermann nicht in Sicht.

«Mit seinen Fertigkeiten und der Intelligenz, mit der er auf dem Feld agiert, kann er noch mindestens sechs Jahre spielen», sagte Bauermann der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Ein Brett Favre zeigt mit 40 Jahren auch noch Topleistungen, das traue ich Dirk genauso zu», sagte Bauermann mit Blick auf die American-Football-Legende.

Bauermann hofft auf weitere Einsätze Nowitzkis - auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Deshalb hat er den 31-Jährigen von den Dallas Mavericks zuletzt für einige Tage in den USA besucht. «Dabei ging es weniger darum, von ihm eine Zusage für die WM in der Türkei zu bekommen. Vielmehr haben wir uns über Gott und die Welt unterhalten, und ich habe ihm erzählt, wie es im deutschen Basketball und mit der Nationalmannschaft aussieht», sagte Bauermann.

Eine Entscheidung Nowitzkis, ob er bei den Welt-Titelkämpfen vom 28. August bis 12. September dabei ist, erwartet der Bundestrainer wie in jedem Sommer erst kurzfristig. «Das wird auch davon abhängen, wie weit die Mavericks in den Playoffs kommen», sagte Bauermann. Er ist aber zuversichtlich, den Würzburger zu einer Teilnahme bewegen zu können. «Wenn wir ihm nur Mittelmaß anbieten könnten, wäre das kein Thema für Dirk. Doch wir haben ein gute, junge Mannschaft, die auch für ihn interessant ist», sagte der Krefelder.

Im vergangenen Sommer hatte Nowitzki, der in der laufenden NBA-Saison im Schnitt 25,1 Punkte erzielt, seine Teilnahme an der Europameisterschaft in Polen auf Wunsch der «Mavs» abgesagt. Ein erneutes Fehlen von Nowitzki würde Bauermann aber nicht umwerfen und auch ein Mitwirken von Chris Kaman nicht zwangsläufig ausschließen.

Den 2008 eingebürgter Center von den Los Angeles Clippers hat Bauermann ebenfalls getroffen und gute Gespräche mit ihm geführt. «Ich denke, den Automatismus, wenn Dirk nicht spielt, spiele ich auch nicht, gibt es bei Chris nicht mehr», sagte Bauermann. Gleichwohl sei es einfacher, Kaman für die WM zu gewinnen, wenn Nowitzki auch spielt. «Sonst dürften die Gespräche mit den Clippers sehr schwer werden.»

Mit Elias Harris sorgt derzeit ein weiterer Nationalspieler in den USA Furore. «Überrascht bin ich davon nicht, aber schon beeindruckt», sagte Bauermann über den 20-Jährigen, der beim Collegeteam Gonzaga University bereits im ersten Jahr den Durchbruch geschafft hat. Da auch in der Bundesliga zahlreiche Auswahlspieler wie Tim Ohlbrecht oder Robin Benzing zu den Leistungsträgern zählen, steht Bauermann bei der Nominierung des WM-Kaders plötzlich vor einem Luxusproblem.

Zumal der 52-Jährige die Vorbereitung nicht erneut mit einem so großen Kader angehen will, wie im vergangenen Jahr, als er knapp 25 Spieler zum ersten Training eingeladen hatte. «Damals wollten wir die jungen Leute gezielt sichten. Dieses Mal werden wir nicht mehr als 16 Akteure berufen», kündigte Bauermann an. «Da wird es dann schon den einen oder anderen Härtefall geben», sagte der Bundestrainer, der die heiße WM-Phase mit einem Trainingslager am 12. Juli einläuten will. (dpa)

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