German Beach Trophy Keiner trifft schöner als Matthew Wolin

Bremer Beachhandballer siegt beim Trickshot-Contest in Düsseldorf und wirbt bei der German Trophy für seinen Sport. Elf Bremer Sportler und Sportlerinnen am Start
23.01.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Kowalzik

Matthew Wollin machte einen Bocksprung über seinen Mitspieler und stieß sich kräftig von ihm ab. Noch im Flug schnappte sich der Bremer Beachhandball-Nationalspieler das ihm zugespielte Leder und schweißte es ins Tornetz ein. Trickshot-Contest gewonnen! Über 74 Prozent der Online-Zuschauer überzeugte diese Aktion, dass sie den Bundesliga-A-Jugendlichen des HC Bremen auf den ersten Platz wählten. Es ging in Düsseldorf ja auch um besonders spektakuläre Treffer, und dabei hatte der 17-Jährige im Finale den Vogel abgeschossen. „Ich hatte mir den Wurf erst unmittelbar vorher ausgedacht“, gestand der Schwarzschopf.

Der Trickshot-Contest war ein Wettbewerb rund um die German Beach Trophy, bei der die vier deutschen Beachhandball-Nationalmannschaften (Männer/Frauen/U 17 männlich/weiblich) im Anschluss eines Lehrgangs in einem Turnier antraten. Die vier Nationalteams wurden jeweils noch einmal in eine Nord- und eine Süd-Equipe aufgeteilt, um festzustellen, welche Region Deutschlands denn nun die bessere sei. Das entschied der Süden mit 5:3 in der Gesamtwertung für sich. Der Schwerpunkt der Nationalmannschaften lag allerdings darin, sich auf die Europameisterschaft im Juli in Varna (Bulgarien) vorzubereiten.
Mittendrin befanden sich mit Matthew Wollin (HC Bremen), Torben Knop (SG Findorff), Noah Duris, Paul Bonnet, Finn Geils, Nick Horstmann, Yunus Uckac (alle HC Bremen), Jantje Uhlenberg, Merle Theilig, Carla Mattfeld (alle TuS Komet Arsten) und Annika Paeslack (SV Werder Bremen/alle U17) elf Bremerinnen und Bremer.

„Das war sehr, sehr geil und darf gerne wiederholt werden“, lobte Matthew Wollin die Veranstaltung. Die Rahmenbedingungen hatten es in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle aber auch in sich. Denn in der bis zu 7500 Zuschauer fassenden Arena wurden 350 Tonnen Sand zu einem perfekten Spiel-Court verarbeitet. „Das war schon sehr beeindruckend“, stellte Jantje Uhlenberg vom TuS Komet Arsten fest. Jede Aktion wurde mit Kameras aus verschiedensten Blickwinkeln begleitet und via Streamingplattform Twitch auch gleich veröffentlicht. Gesprächsrunden, unter anderem mit der früheren Waller Bundesliga-Torfrau Christine Lindemann, und eine Live-Moderation zählten mit dazu.

Der DHB war mit den Zuschauerzahlen mehr als zufrieden. Mit 10.000 Usern in der Spitze und 600.000 Gesamtklicks überzeugte das Format auch für die Zukunft. „Wir haben damit den Beachhandball auf einen neuen Level gehoben und konnten dadurch neue Fans erschließen“, ist Marten Franke überzeugt. Der Beach-Nationaltrainer der männlichen U 17 ist zugleich Vereinscoach der Oberliga-Männer und der männlichen B-Jugend des HC Bremen in der Halle. Die Nationalspieler, Trainer und Betreuer mussten sich PCR- und im Laufe des Lehrgangs mehreren Corona-Schnelltests unterziehen, das verlangte das Hygienekonzept des DHB. Außerdem hielten sich die männlichen und weiblichen Bereiche jeweils getrennt voneinander in ihrer eigenen Blase auf, um Risiken zu minimieren.

„Es war schön, den Ball mal wieder in der Hand zu haben und mit dem Team trainieren zu dürfen“, sagte Jantje Uhlenberg. Die 15-jährige Shooterin wird beim TuS Komet Arsten seit der E-Jugend im Sand gefördert, aufgrund ihres jüngeren Alters wird sie bei der EM 2021 aber die Reserverolle einnehmen. Dafür sammelte sie umso mehr wertvolle Erfahrung für das kommende Jahr.

Die Düsseldorfer Arena wird übrigens nach dem DHB-Lehrgang von der nächsten Sportart genutzt: Seit dem vergangenen Mittwoch spielt der Beachvolleyball bis zum 13. Februar die German Beach Trophy aus.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+