Landesliga-Fußballer aus der Neustadt Bei der BTS ziehen alle mit

Bremen. Bevor sie in die Saison starten, machen viele Trainer einen Plan. Der muss nicht immer aufgehen, aber er bietet eine Orientierung, und dann lässt sich relativ leicht feststellen, wie gut die eigenen Prognosen waren.
09.11.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bevor sie in die Saison starten, machen viele Trainer einen Plan. Der muss nicht immer aufgehen, aber er bietet eine Orientierung, und dann lässt sich relativ leicht feststellen, wie gut die eigenen Prognosen waren. Volker Fahlbusch hatte auch einen Plan, als er mit den Fußballern der BTS Neustadt im Sommer in die Landesliga gestartet ist. Er ging auf. „Es lief eigentlich fast alles wie erwartet“, sagt der Trainer.

Man muss allerdings erwähnen, dass ihm die Vorhersage nicht gerade leicht fiel. Schließlich hatte die BTS, Tabellenvierter des Vorjahres, gleich neun Spieler zu ersetzen, darunter mit Andreas Liebhart und Alexander Zachries die beiden gefährlichsten Angreifer der Mannschaft. Im Gegenzug musste Fahlbusch zehn neue Spieler integrieren. Entsprechend zurückhaltend sah sein Plan aus

Vom Aufstieg wollte er lieber nicht reden. Aber bis zur Winterpause dranbleiben an den beiden zum Aufstieg berechtigenden Spitzenplätzen – und genau das gelang den Neustädtern. Der Sechste hat nämlich ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz; mit 22 Zählern aber nur wenig Rückstand auf den Zweiten TSV Grolland (25). „Noch ist alles drin“, sagt Fahlbusch. In den kommenden Wochen werde sich zeigen, ob es wirklich gelingt, sich oben festzusetzen und ob die BTS „in der Winterpause noch auf Schlagdistanz“ zur Spitze ist.

Nach dem Heimspiel gegen den FC Oberneuland (morgen, 11 Uhr) warten die Duelle mit dem TSV Grolland (17.11.) und dem TSV Melchiorshausen (1.12.). Sicher ist derzeit aber, dass es auch in diesen Partien wohl keine Abkehr vom „BTS-Prinzip“ geben wird. Der Kader ist ziemlich ausgeglichen, und deshalb wurden bislang nahezu alle Spieler in der Startelf berücksichtigt. Das verhinderte zwar, dass sich ein fester Stamm bilden konnte und „macht es nicht gerade leichter“ (Fahlbusch), trug aber der guten Trainingsbeteiligung Rechnung.

„Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir das Training berücksichtigen, und nun müssen wir das auch honorieren“, sagt Volker Fahlbusch. Ihm ist bewusst, dass Trainingseinheiten mit 17, 18 Spielern derzeit nicht dem Trend entsprechen. Viele seiner Kollegen klagen schließlich über stetig nachlassendes Engagement. Fahlbusch nicht: „Wir leben sehr von unserer Kameradschaft, die Spieler kennen sich seit Jahren.“ Der BTS-Coach findet, dass auf diese Weise auch sein eigenes Engagement belohnt wird. Wer sich als Trainer ständig bemüht und Gedanken über sein Team macht, sei am Ende ja nur frustriert, wenn seine Kicker es lockerer angehen lassen.

„Man muss schon ein bisschen sehen, dass man etwas zurückbekommt“, sagt Volker Fahlbusch. Zurückbekommen – das ist ein gutes Stichwort. Denn selbst die Neuzugänge haben manchmal eine Neustädter Vergangenheit. Pascal Schnock etwa, mit neun Treffern bester Torschütze, kam zwar erst im Sommer aus Woltmershausen, das Fußballspielen gelernt hatte er allerdings bei der BTS. „Ich kenne ihn noch aus meiner Zeit bei der F-Jugend“, sagt Fahlbusch. Er zählt Schnock als torgefährlichen Sechser zu den Stützen seiner Mannschaft.

Denn am Ende kommt auch die BTS nicht ohne ein Gerüst aus. Neben Torhüter Sebastian Tönjes, Innenverteidiger Marco Rehling denkt der Trainer dabei vor allem an Markus Seidel. „Er ist unser einziger Feldspieler mit wirklich viel Erfahrung“, so Fahlbusch über den Defensivallrounder, der am Montag 33 Jahre alt wird. Man ahnt es: Seidel spielt auch eine wichtige Rolle im nächsten Plan des Trainers, und der geht am Ende vielleicht auch auf.

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