Fußball-Schnack

Benjamin Eta sucht schon seinen Nachfolger

Andy Zuther als neuer Schwachhausen-Coach für die Frauen im Gespräch. Annika Ingenillem bekommt Fair-Play-Preis.
07.05.2019, 16:53
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Benjamin Eta sucht schon seinen Nachfolger

Benjamin Eta coacht künftig nur noch das Herren-Team von Schwachhausen.

Frank Koch

Annika Ingenillem bringt ihre Aktion auf den Punkt. „So bin ich nun mal“, sagt sie. So begründet die Torhüterin des Brinkumer SV ein Verhalten, das ihr den Titel der Fair Play-Geste des Monats einbrachte. Passiert war es bereits im März, im Landesliga-Heimspiel gegen den OSC Bremerhaven. Obwohl Ingenillem den Ball noch vorm Überschreiten der Torauslinie berührte, hatte der Unparteiische damals auf Abstoß entschieden. Erst die Intervention der Brinkumer Schlussfrau brachte dem Gegner einen rechtmäßigen Eckball ein, den dieser denn auch gleich zur Führung nutzte – der Auftakt zum 4:1-Sieg des OSC. Natürlich weiß Annika Ingenillem, dass ihrem Team womöglich wichtige Punkte verloren gingen nach ihrem ehrlichen Bekenntnis. Das lässt sich aus guten Gründen allerdings kalt: „Man sieht immer wieder im Fußball, dass so einige Spielerinnen und Spieler nicht fair sind. Wenn ich an einem Ball noch dran war, dann gebe ich das auch zu.“ Manchmal kann Fußball eben doch sehr einfach sein. Für Annika Ingenillem zahlt sich die Aktion nun noch in anderer Form aus, jedenfalls ein bisschen. Denn sie erhielt einen Fahrerlebnis-Gutschein für ein Wochenende. Da sie aber keinen Führerschein besitzt, will sie andere Menschen mit der freien Fahrt glücklich machen.

In welcher Liga die Frauen des TuS Schwachhausen in der kommenden Saison antreten, ist noch ungewiss. Unter welchem Trainer sie dann spielen werden, allerdings auch. „Ich werde es wahrscheinlich nicht sein“, sagt Benjamin Eta, der aktuelle Coach. Er kämpft derzeit noch um den Erhalt der Regionalliga. Ab dem Sommer möchte sich Eta allerdings wieder auf die Aufgabe als Trainer der 1. Herren konzentrieren. Nun muss also ein Nachfolger gefunden werden, dem es nicht auf die Spielklasse ankommt – denn noch droht ja die Rückkehr in die Verbandsliga. Dabei gilt Andy Zuther als Kandidat für den freiwerdenden Posten. Er hatte bis zum vergangenen Herbst auf der Bank des SV Heiligenfelde gesessen und nimmt derzeit an einigen Trainingseinheiten des TuS Schwachhausen teil. „Wir gucken, ob es passt“, so Eta.

In welcher Liga die Frauen des ATS Buntentor in der kommenden Saison antreten, ist auch noch nicht geklärt. Fest steht aber: Als Meister der Bremer Verbandsliga wird das Team von Dennis Bittner um den Aufstieg in die Regionalliga Nord spielen – in zwei Duellen gegen den Hamburger SV. Am 2. Juni wird der ATS also an die Elbe reisen und eine Woche später den Hamburger Titelträger auf der eigenen Anlage begrüßen. Dabei stehen die Chancen auf eine Rückkehr in die Regionalliga allerdings nicht besonders gut: Beim HSV hat man nach dem Rückzug aus der Bundesliga in 2012 einen langfristigen Aufbau betrieben und möchte nun langsam an die alten Erfolge anknüpfen. „Wir sind der Außenseiter, wollen dem HSV aber in beiden Spielen ordentlich Paroli bieten“, sagt ATS-Coach Bittner.

Das war eine dicke Überraschung: Die Ü 40-Landesmeisterschaft ging in diesem Jahr nicht an TuRa Bremen. Im Finale des Turniers in Marßel musste sich der mehrfache Titelträger der vergangenen Jahre nämlich den alten Herren des SV Werder geschlagen geben – mit 1:2 nach Elfmeterschießen. Ins Endspiel war der neue Meister nach einem 1:0-Erfolg über den TSV Lesum-Burgdamm gelangt; das zweite Halbfinale hatte TuRa mit 2:1 gegen den TuS Komet Arsten gewonnen. Die Grün-Weißen vertreten die Teams des Bremer Verbandes nun auch bei der Norddeutschen Meisterschaft am 24. August in Melbeck bei Lüneburg. Und aus dem Verbandsspielausschuss kommt ein prima Tipp. „Wir haben schon gewitzelt: Eigentlich könnte Werder dort ja mit Claudio Pizarro antreten“, sagt Jens Peter, Vorsitzender des Gremiums.

So wirklich gut lief das ja nicht. Beim Norddeutschen Turnier der weiblichen U14-Auswahlteams mussten die Bremerinnen viel Lehrgeld zahlen. Einem 0:8 gegen Niedersachsen zum Auftakt folgten ein 1:6 gegen Hamburg sowie eine 0:3-Niederlage gegen Schleswig-Holstein. Da fiel es Auswahltrainer Thorsten Westenberger nicht leicht, ein einigermaßen zufriedenes Fazit zu ziehen. Aber es gelang ihm: „Wir können auch einiges Positives aus Malente mitnehmen. Das Defensivverhalten verbesserte sich von Spiel zu Spiel, und die Mädels haben sich immer mehr reingehauen.“

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