Hockey-Oberliga der Damen

BHC gewinnt erst nach harter Arbeit

Oberneuland. Spitzenreiter Bremer HC hat sich in der Hockey-Oberliga der Damen gegen den Club zur Vahr II lange überaus schwer getan und den Club zur Vahr II erst nach einem starken Finish besiegt. Ein meisterlicher Auftritt sieht anders aus.
31.01.2011, 05:00
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BHC gewinnt erst nach harter Arbeit
Von Frank Büter
BHC gewinnt erst nach harter Arbeit

Svenja Kreyenhop (r) und eine Teamkameradin vom Bremer HC haben

Frank Büter

Oberneuland. Das war harte Arbeit für den Ligaprimus Bremer HC: Mehr als 45 Minuten tat sich der Spitzenreiter der Hockey-Oberliga der Damen gegen den Club zur Vahr II überaus schwer und kam erst nach einem starken Finish noch zum letztlich standesgemäßen 10:5 (3:2)-Erfolg. Mit Saisonsieg Nummer sieben verteidigte der BHC zwar die Tabellenführung, wirklich meisterlich war der gestrige Heimauftritt allerdings nicht.

"Wenn er mich damit überraschen wollte, muss ich zugeben: Das ist ihm gelungen", sagte BHC-Coach Nico Stankewitz mit Blick auf die ungewöhnliche taktische Ausrichtung, mit der sein Trainerkollege Christian Bremer den ersatzgeschwächt angereisten CzV auf das Feld geschickt hatte. Der Gast "parkte" nämlich konsequent zwei Spielerinnen in der gegnerischen Hälfte, verteidigte hinten demnach stets in Unterzahl und lauerte auf schnelle Konter.

Ein gewagtes Spiel, das aber lange Zeit aufging, da der Bremer HC im Abschluss viel zu umständlich agierte und die Überzahl vor und im Schusskreis des CzV kaum zum Tragen kam. "Normalerweise muss man eine solche Taktik brutal bestrafen", haderte Stankewitz mit der fehlenden Effizienz seiner Angreiferinnen. Auf der Gegenseite ärgerte sich aber auch Christian Bremer, "denn wir hätten bei den vielen guten Kontersituationen zur Pause auch in Führung liegen können - und dann wäre es mit veränderter Taktik eine andere, interessante zweite Halbzeit geworden".

Interessant (und unterhaltsam) war die Partie aber auch so. Taina Böker brachte den Gast schnell in Führung, Elisabeth Vetter (2) und Eva Baumann konterten zum 3:1 für den Favoriten, ehe Annika Priebe zum 2:3-Pausenstand verkürzte. Nach dem Wechsel traf der BHC durch Vetter zwar zum 4:2, ließ danach aber wieder etliche Großchancen (und sämtliche Ecken!) ungenutzt. Das rächte sich: Die agile Francesca Smith schloss zwei Sololäufe erfolgreich ab und glich zum 4:4 aus (42.). Bis zur 48. Minute hielt der leidenschaftlich kämpfende CzV dieses Remis - dann war der Akku leer. Der spielerisch ohnehin klar bessere BHC bestimmte die Schlussphase und kam auch Dank der individuellen Klasse von Wiebke Hallerberg, die binnen sechs Minuten viermal traf, noch zum Sieg.

Bremer HC: Richter - Mühl, S. Kreyenhop, Hallerberg (4), Preusche, Vetter (4), A. Kreyenhop, Friedemann, Baumann (2)

Club zur Vahr II: Bausch - Wahnschaff, Kuhlmann, Drasl, Steinkamp, Priebe (2), Woik, T. Böker (1), Smith (2)

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