Komet Arsten 17:17 in Dinklage Bitterer Ausgleich in Schlusssekunde

Arsten. Die Stimmung schwankte bei Marc Winter zwischen Zufriedenheit und Enttäuschung. Hätte man dem Trainer des TuS Komet Arsten vor der Partie gesagt, dass seine Handball-Frauen in der Oberliga Nordsee dem Tabellenfünften TV Dinklage ein 17:17 (9:6) abtrotzen würden, dann hätte er das vorbehaltlos akzeptiert.
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Von Olaf Kowalzik

Die Stimmung schwankte bei Marc Winter zwischen Zufriedenheit und Enttäuschung. Hätte man dem Trainer des TuS Komet Arsten vor der Partie gesagt, dass seine Handball-Frauen in der Oberliga Nordsee dem Tabellenfünften TV Dinklage ein 17:17 (9:6) abtrotzen würden, dann hätte er das vorbehaltlos akzeptiert. „Solange ich in Arsten Trainer bin, hatte ich dort ja immer die Hucke voll bekommen“, erklärt er. Und der ist ja mittlerweile über ein Jahrzehnt im Bremer Süden tätig. Das furiose Spielfinale rief beim ihm jedoch die Enttäuschung auf den Plan, da seine Mannschaft nach dem 17:16-Vorsprung von Lisa-Marie Jarzembowski 20 Sekunden vor Schluss den Ball noch selbst in der Hand hatte. Die Bremerinnen scheiterten jedoch mit ihrer letzten Torchance von Halbrechts und kassierten mit dem Abpfiff den ebenso ärgerlichen wie unnötigen Ausgleich.

„Na gut, in Cloppenburg war uns etwas Ähnliches passiert, aber da hatten wir das Spiel trotzdem gewonnen“, tröstete sich der Coach des TuS Komet Arsten über die ausgleichende Gerechtigkeit hinweg, auch wenn die diesmal eben seine Mannschaft erwischt hatte. Am Ende konnte er sich dann doch wieder etwas mehr freuen, da die Niedersachsen immer noch als heimstark gelten und er dort seine Negativserie endlich durchbrochen hatte.

Der Spielverlauf sprach ohnehin ausschließlich für die Gäste, die in Bryana Newbern (erste Hälfte) und Swantje Boettcher (zweite Hälfte) zwei ausgesprochen starke Torfrauen zwischen den Pfosten stehen hatten. Sie erwischten mit 4:0 den deutlich besseren Start und kassierten erst nach elf Minuten den ersten Gegentreffer. Bis dahin war der Tabellenzehnte aber auch schon einige Male an der guten Dinklager Torhüterin gescheitert. „Das war eine reine Deckungsschlacht mit starken Keeperinnen auf beiden Seiten“, stellte Marc Winter fest.

Über 6:1 und 9:3 gab der Underdog weiter kräftig den Ton an und ging auch mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabine. Da der TuS Komet Arsten aber vorne auch weiterhin nicht richtig durschlagskräftig war, kassierte er beim 12:12 den ersten Ausgleich in der Partie. Beim 16:14 hatten die Gäste schließlich die Chance, alles klar zu machen: Zwei Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße wurden jedoch nicht genutzt. Die Niedersachsen bestraften diese Nachlässigkeit mit dem 16:16 und knöpfte den Bremerinnen daher letztendlich auch einen Punkt ab.

„Wir hätten das Spiel gewinnen müssen“, konstatierte Marc Winter, „dazu ist meine Mannschaft aber offenbar noch zu jung. Was soll ich jedoch gegen einen Punktgewinn sagen, wenn wir dort noch nie einen geholt haben?“, war er schnell wieder versöhnt. Am Sonnabend erwartet der Tabellenneunte aus Arsten das sieglose Schlusslicht SV Grün-Weiß Mühlen um 17.15 Uhr in der Halle an der Egon-Kähler-Straße.

TuS Komet Arsten: Newbern, Boettcher; Jarzembowski (2/1), Segieth, Folda, Kahle, Stahlkopf (3/3), Twachtmann, Janssens (4), Kruse (3), Wefer (5)

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