Fußball-Bremen-Liga

Blumenthaler SV hat seinen Wunsch-Trainer

2017 war die Verpflichtung von Malte Jaskosch gescheitert, nun passte es sowohl für den Bremen-Ligisten als auch für den Coach. In der Rückrunde greift er mit dem Team vielleicht noch nach der Spitze.
09.02.2018, 19:06
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye
Blumenthaler SV hat seinen Wunsch-Trainer

Fußball Blumenthaler SV Trainingsauftakt mit neuem Trainer Malte Jaskosch

Christian Kosak

Es war der nächste Trainerwechsel in der Bremen-Liga: Malte Jaskosch löste zu Jahresbeginn Peter Moussalli auf der Bank des Blumenthaler SV ab. Im Vergleich zu den anderen Personaländerungen verlief aber alles harmonisch. Sie war von langer Hand geplant. „Malte Jaskosch ist für uns Gold wert“, sagt Moussalli deshalb über seinen Nachfolger.

Er hatte den 52-Jährigen, der zuvor in Pennigbüttel, Grohn und Worpswede gearbeitet hatte, bereits im vergangenen Sommer verpflichten wollen. Doch damals war Jaskosch aus zeitlichen Gründen noch nicht bereit für die Amtsübernahme. Nach einer Hüftoperation im Dezember steht er nun aber zur Verfügung – und Peter Moussalli freut sich. Er ist eigentlich noch der Sportliche Leiter der Nordbremer, zudem Trainer der U 13. Die intensive Arbeit mit der 1. Herren war nur aus der Not geboren, nachdem Mitch Kniat den Verein in Richtung Paderborn verlassen hatte. „Malte arbeitet sehr akribisch und motiviert, wir haben durchweg positive Eindrücke von ihm“, sagt der Macher der Blumenthaler.

Was das für die zweite Saisonhälfte in der Bremen-Liga bedeutet, weiß Peter Moussalli allerdings auch nicht. Als Tabellenvierter liegt sein Team in Schlagdistanz zu den Topteams. Der Spitzenreiter Bremer SV rangiert fünf Punkte vor dem Blumenthaler SV, vom FC Oberneuland trennen ihn vier und vom BSC Hastedt lediglich ein Zähler. „Durch den Aderlass des BSV sind unsere Chancen im Vergleich gestiegen“, sagt Moussalli im Hinblick auf die Meisterschaft. Aber sein Team kämpft ja nicht nur mit dem nahezu neuformierten Spitzenreiter um die Ligaspitze. „Ich glaube, es spitzt sich am Ende zwischen Hastedt und Oberneuland zu“, meint der Sportliche Leiter Moussalli.

Dabei hält er weniger die Qualität seiner Mannschaft für schwächer. Moussalli geht es um die Erfahrung: „Der BSC Hastedt hat aufgerüstet und tritt nun mit sechs, sieben Leuten an, die über Regionalligaerfahrung verfügen.“ Die letzten Jahre hätten deutlich gezeigt, was Routine am Ende wert ist. Regelmäßig war der Blumenthaler SV in einen Zweikampf mit dem Bremer SV verwickelt worden. Er ging jedes Mal mehr oder weniger deutlich an den Konkurrenten. „Wir waren nie deutlich schlechter, doch bei uns hat es immer geklingelt, wenn der BSV ein, zwei Torchancen hatte“, so Moussalli, der nun in Hastedt und Oberneuland mehr Cleverness verortet. Dieses Abgezockte, es würde seiner jungen Mannschaft nämlich auch in diesem Jahr fehlen.

Das ließ sich auch in der Winterpause nicht ändern. Obwohl der Blumenthaler SV durchaus Interesse an den vermeintlich wechselwilligen Kickern des Bremer SV hatte. „Ich habe mit Malte Seemann und Bastian Kurkiewicz gesprochen, aber es waren relativ kurze Gespräche“, sagt Peter Moussalli. Sein Verein habe diesen Kickern „nichts bieten“ können, würde in finanzieller Hinsicht nicht mithalten können.

Neue Spieler begrüßte Peter Moussalli trotzdem: Mit Arne Meyer (USA-Aufenthalt) und Ibrahim Fidan (TSV Lesum-Burgdamm) wurde der Kader durch zwei Spieler verstärkt. Auf der anderen Seite gingen auch einige Kicker, überwiegend aus der zweiten Reihe. Was aus Dallas Aminzadeh wird, steht auch noch nicht fest. Der Innenverteidiger sucht derzeit in der USA nach einem neuen Verein.

In Blumenthal wissen sie also nicht so genau, wohin die Reise geht. Nach den beiden Auftaktspielen könnte sich das aber gründlich geändert haben. Die Nordbremer starten nämlich gegen den FC Oberneuland und den Tabellenfünften Brinkumer SV. „Gewinnen wir diese Spiele, wären wir im März dick im Geschäft“, vermutet Peter Moussalli. In diesem Fall käme für ihn sogar die Bewerbung zur Regionalliga Nord in Betracht: „Wir werden melden, wenn wir die Chance auf den ersten Platz haben, denn dann wollen wir den Spielern diese Möglichkeit nicht verwehren.“

Bevor es wieder losgeht, wartet aber noch ein interessanter Test auf den Blumenthaler SV: An diesem Sonnabend (11 Uhr) ist der TB Uphusen zu Gast.

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