Werders Oberliga-Handballerinnen unterliegen Oldenburg III mit 19:28 Böser Patzer beim Drittletzten

Östliche Vorstadt. Die Luft wird für die Oberliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen II allmählich etwas dünner. Die Grün-Weißen patzten im wichtigen Gastspiel beim Drittletzten VfL Oldenburg III mit 19:28 (9:18).
12.02.2015, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Die Luft wird für die Oberliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen II allmählich etwas dünner. Die Grün-Weißen patzten im wichtigen Gastspiel beim Drittletzten VfL Oldenburg III mit 19:28 (9:18). Damit rücken die Niedersachsen den Bremerinnen bis auf zwei Punkte auf die Pelle. „Wir sind zurzeit etwas näher an der Abstiegszone als am Mittelfeld dran“, warnt der SVW-Trainer Harald Logemann sein Team. Bei dem war auch ohne die fehlende Linkshänderin Karina Zitnikov bis zum 5:5 alle in Butter (12.). Was danach kam, spottete im wegweisenden Duell jeglicher Beschreibung.

Nicht genug, dass die Gäste in der Abwehr komplett die Konzentration verloren und dort viel zu unbeweglich waren, leisteten sie sich auch im Angriff reihenweise Schwächen. Einen Teil davon schoben die Grün-Weißen auf das klebrige Baumharz, das in Mengen am Spielball haftete. Bei ihren Heimspielen in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle ist das Haftmittel nicht erlaubt. Dass es also im Torabschluss an der Feinjustierung deutlich haperte, war die logische Folge. Am schlimmsten traf es die Linkshänderin Jantje Fastenau, die krankheitsbedingt ohnehin schon stark geschwächt in die Partie gegangen war. Fünfmal war sie allein schon vor dem Seitenwechsel am VfL-Torgestänge gescheitert. „Zehn Zentimeter weiter nach rechts, und die wären alle drin gewesen“, kommentierte „Loge“ Logemann die schicksalhafte Begegnung mit dem hartnäckigen Aluminium.

Aber auch der Rest des Tabellenneunten hatte beim Torabschluss seine liebe Mühe und scheiterte nicht selten an der starken Oldenburger Keeperin Jana Kern. Fehlpässe und technische Fehler kamen verschärfend hinzu. So dauerte es sechs Minuten, bis Annika Haase als Nächste zum 6:9-Anschluss traf. Als Katrina Wessels den siebten Treffer für den SV Werder Bremen II nachlegte, waren die Huntestädterinnen bereits fünf Tore von ihm entfernt (7:12). Beim Gang in die Halbzeitbesprechung waren die Fronten schließlich endgültig und vor allem frühzeitig geklärt (9:18).

Die Gäste gestalteten den zweiten Durchgang zwar komplett ausgeglichen, aufgrund der schwachen Phase von der 13. bis zur 30. Minute konnten sie dem Spiel damit aber keine Wende mehr geben. Vielleicht hätten sie mit einer besseren Chancenverwertung noch etwas mehr erreichen können, doch dazu klebte ihnen die kleine Lederkugel zu sehr an der Hand.

Am Sonnabend erwartet Werder II um 18.30 Uhr den Tabellensiebten TV Dinklage in der Halle an der Hermine-Berthold-Straße. Mit einem Sieg könnten die Grün-Weißen an Punkten mit den Niedersachsen gleichziehen, doch ausgerechnet in dieser Begegnung muss Harald Logemann seine komplette rechte Angriffsseite neu justieren. Neben Karina Zitnikov wird in dieser Begegnung auch die zweite Linkshänderin, Jantje Fastenau, fehlen. Auf Rechtsaußen wäre das ein Fall für Julia Bindhammer, die endlich wieder fit ist. Die halbrechte Position könnte, wie schon gegen Oldenburg, Anna Röpcke einnehmen.

SV Werder Bremen II: Al-Asmar, Rathjen (n.e.), Grützmacher; Fastenau (1), Lange (2/1), Röpcke, Tietjen (1), Heinen (1), Bindhammer (6/5), Wessels (3), Hencken, Haase (1), Neumann (4).

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