Bremer Fußball-Schnack

Denis Spitzer wird neuer Trainer beim TuS Schwachhausen

Wie der Nachfolger für Benjamin Eta gefunden wurde. Warum Habenhausen und Borgfeld die letzten Plätze der Fairplay-Tabelle belegen. Wie Sedat Yücel für einen Paukenschlag sorgte.
04.03.2020, 10:36
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Rund vier Wochen hat es gedauert. Nun steht der neue Trainer des TuS Schwachhausen fest: Denis Spitzer wechselt im Sommer vom Blumenthaler SV zum aktuellen Zweiten der Bremen-Liga und ersetzt Benjamin Eta, den es zum Bremer SV zieht. „Er steht mit Blumenthal für herzerfrischenden Offensivfußball“, sagt Christof Frankowski, Schwachhauser Abteilungsleiter. Der 33-Jährige soll ab dem Sommer „ohne Druck“ seinen Weg machen. Der kommende Mann auf der TuS-Bank weiß indes, dass die Aufgabe auch einen Haken hat. „Benni Eta hinterlässt extrem große Fußstapfen“, so Spitzer. Leicht werde es ihm zudem nicht fallen, dem Blumenthaler SV zu verlassen: „Ich habe mich dort immer wohlgefühlt.“ Seinen Abschied erleichtert hat dabei die abwartende Haltung der Nordbremer: Nachdem das Spitzer-Team als Mitfavorit in die Saison gestartet war, hatte man sich mehr versprochen als einen Platz im gehobenen Mittelfeld (Rang sieben aktuell). Also entschieden sich die Blumenthaler Verantwortlichen, nicht wie sonst üblich bereits vor dem Jahreswechsel mit dem Trainer zu verlängern. ­„Natürlich hat mir das nicht gefallen“, sagt Denis Spitzer.


So geht es nicht weiter. „Wir müssen uns einfach zurücknehmen und aufs Spiel konzentrieren“, sagt Wilco Freund. Sein Habenhauser FV trat 2020 zwar erst zu zwei Spielen in der Bremen-Liga an, kassierte aber gleich drei Platzverweise. Beim 2:3 gegen Werder III sah Christopher Stolz die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit. Im Spiel beim ESC Geestemünde kassierte erst Dennis Dörgeloh die Rote Karte (80.) und dann Alexander Nevrela den Gelb-Roten Karton – beide in den Schlussminuten. „Vielleicht liegen die Nerven blank“, vermutet der HFV-­Coach. Ändern müsse sich das Auftreten trotzdem: „Wir schwächen ja nur uns selbst.“ Mit insgesamt acht Roten und Gelb-Roten Karten hat der Habenhauser FV mehr Platzverweise hinnehmen müssen als jedes andere Team der Bremen-Liga. Für den letzten Platz in der Fairness-Wertung reicht es nur deshalb nicht, weil der SC Borgfeld (sechs Platzverweise) stolze 58 Gelbe Karten kassierte.


Mit rund 200 Teilnehmern wird am 20. und 21. März der Jugendfußball-Kongress in Frankfurt über die Bühne gehen. Die Veranstaltung in der DFB-Zentrale will sich mit den Perspektiven des Nachwuchsfußballs beschäftigen, Probleme benennen und nach Lösungen suchen. Der Bremer Fußball-Verband entsendet in Sebastian Störer und Karsten Wolf zwei Mitglieder des Verbandsjugendausschusses sowie Jan Dahremöller (JFV Weyhe-Stuhr), Lea Taubert (TuS Schwachhausen), Pascal Nordmann (Habenhauser FV) und Aileen Fahlbusch (LTS Bremerhaven) als Vereinsvertreter.


Beim 3:3 gegen die SV Hemelingen hatte er sein Comeback gegeben. Seinen zweiten Einsatz nutzte Sedat Yücel nun zu einem Paukenschlag: Nach seiner Einwechslung sorgte der Routinier des BSC Hastedt mit einem Schuss von der Mittellinie für den Treffer zum 3:0-Endstand gegen den Bremer SV. „Wir konnten ihn wieder überzeugen“, berichtet BCS-Coach Samet Deli erfreut. Im Sommer 2018 hatte sich Yücel einen Kreuzbandriss zugezogen. Erst vor wenigen Wochen fand der 33-Jährige die Zeit zur „Wiedereingliederung“. Dabei spielte aber offenbar noch ein weiterer Aspekt eine Rolle. Samet Deli: „Seine Frau hat ihn von zu Hause weggejagt, sie findet, er wird immer dicker.“


Der Bremer Nachwuchs war auf Reisen, um an den norddeutschen Meisterschaften im Futsal teilzunehmen. Zehn Teams hatten sich für die Titelkämpfe qualifiziert. Die männlichen Kicker spielten in Norderstedt: Der TuS Komet Arsten (5.) und TusPo Surheide (8.) bei den A-Junioren, der TuS Komet Arsten (4.) und der JFV Bremerhaven (7.) bei den B-Junioren sowie der JFV Weyhe-Stuhr (5.) und der SC Borgfeld (6.) bei den C-Junioren. Die weiblichen Kickerinnen (C- und B-Jugend) traten in Pinneberg an. Der U 15 des SV Werder gelang mit dem dritten Rang die beste Platzierung. Das Team des FC Union 60 belegte im jüngeren Jahrgang und bei den B-Juniorinnen den achten Platz. Dort holte sich der TuS Schwachhausen den fünften Rang. Keiner Bremer Mannschaft gelang die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft.

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