Teilnahme ist kostenlos

Bremer City-Triathlon soll online stattfinden

Im Corona-Jahr soll auf den beliebten Bremer City-Triathlon nicht ganz verzichtet werden, es soll ihn am 9. August als Online-Variante geben. Gute Schwimmer haben allerdings keinen Vorteil.
17.07.2020, 04:47
Lesedauer: 2 Min
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Bremer City-Triathlon soll online stattfinden
Von Olaf Dorow
Bremer City-Triathlon soll online stattfinden

City-Triathlon, wie man ihn kennt: Hier kommt in der Ausgabe 2018 Lea van Beek ins Ziel. In diesem Jahr soll jeder auf einer selbst gewählten Strecke laufen, die Zeiten werden online verglichen.

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Und sie laufen doch. Und radeln auch. Alleine – und doch gemeinsam, so haben die Veranstalter ihr Motto genannt. Der traditionelle Gewoba City-Triathlon, seit Jahren fester Bestandteil des Bremer Sportsommers, war Ende April abgesagt worden. Nun soll er aber doch am 9. August stattfinden, und zwar als Online-Veranstaltung. Maximal 500 Leute dürfen teilnehmen, sie brauchen laut Ausrichter Spospom GmbH nichts zu bezahlen für die Teilnahme. Die Sponsorenmittel würden den Aufwand abdecken.

Angeboten werden zwei Distanzen: ein Volkstriathlon (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) sowie die olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad, zehn Kilometer Laufen). Geschwommen werden kann dabei allerdings nicht. „Ich schwimme quasi für alle“, sagt Bernd Rennies, Sportlicher Leiter des City-Triathlons. Er ist dafür auf der Originalstrecke ins Hafenbecken an der Überseestadt gestiegen. Alle Aktiven steigen nun also mit einem Schwimm-Resultat von achteinhalb Minuten (Volkstriathlon) beziehungsweise 27 Minuten (olympische Distanz) aufs Rad. Egal, ob sie gute oder nicht so gute Schwimmer sind. Die Rad- und Laufzeit inklusive Wechsel muss dann jeder Starter per GPS aufzeichnen. Auf einer Strecke seiner Wahl. Über den Upload-Link muss er diese Zeit bis spätestens 18 Uhr hochgeladen haben. Die Zeiten sollen dann geprüft und ausgewertet werden, um 20 Uhr soll es schließlich eine virtuelle Siegerehrung geben. Dem abgespeckten Programm, dem Wegfall der direkten Begegnung zum Trotz: Das Interesse an der virtuellen Variante eines Triathlons, bei dem die Sportler sich praktisch mit einem Duathlon zufriedengeben müssen, sei groß, sagt Bernd Rennies. Das könne man anhand der eintrudelnden Anmeldungen schon jetzt sagen. Im vergangenen Jahr hatten sich rund 1200 Aktive und circa 10 000 Zuschauer in der Überseestadt versammelt. Eine Verschiebung in den Herbst, wenn im Idealfall wieder größere Veranstaltungen möglich sind, kommt laut Ausrichter aus organisatorischen Gründen nicht in Betracht.

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Preise für Sieger und Platzierte sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Auf der Homepage der Veranstalter (www.gewoba-citytriathlon-bremen.de) soll sich jedermann kostenfrei die Ergebnislisten sowie eine Urkunde herunterladen können. Vorab werde jedem, der sich anmeldet, per Post ein sogenanntes Starterpaket zugeschickt. Neben der Startnummer, so heißt es in der Ausschreibung, enthalte es „ein paar tolle Goodies“.

Und wie wollen die Organisatoren die quasi eingebaute Wettbewerbsverzerrung abschwächen? Bei individuell wählbaren Strecken könnte ja jemand zumindest theoretisch vorwiegend bergab laufen. Oder mit seinem Rad in Schussfahrt von einem Berg heruntersausen.

„Wir werden uns das schon jeweils genauer ansehen, was da hochgeladen wird“, sagt Bernd Rennies. Aber Mogeln sei natürlich möglich, gibt er zu. Nur deswegen der Sieger sein, weil man gemogelt hat in dem außergewöhnlichen Online-Format? Das müsste dann wohl jeder selbst entscheiden, wie gut sich so etwas anfühlt.

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