Bremer Fußball-Schnack

Retter-Shirt für den FCO, ein neuer Spieler für Habenhausen

Der Bremer Fußball ruht, aber die ersten Transfers sind schon perfekt: HFV holt Kai Mehrtens, verliert aber Torwart Griesbach. Und Hemelingen muss sich einen neuen Keeper suchen
11.05.2020, 06:18
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Von Stefan Freye

Wann er kommt, ist unklar. Aber er wird kommen: In Kai Mehrtens verstärkt sich der Habenhauser FV zur kommenden Saison mit einer weiteren Defensivkraft. „Er besitzt viel Erfahrung, ist bereit zu arbeiten und passt auch menschlich“, sagt HFV-Coach Wilco Freund über den 26-Jährigen, der vom BSC Hastedt auf die andere Weserseite wechseln wird. Noch ist indes nicht sicher, wann das sein wird, steht eine Entscheidung über die Bremen-Liga doch aus. „Wenn es vorbei ist, ist es vorbei“, so Freund gelassen. Ein wenig Geduld wird auch HFV-Torhüter Daniel Griesbach aufbringen müssen. Ihn zieht es nach nicht einmal einer Saison in Habenhausen zurück zu Blau-Weiß Bornreihe. „Dort ist sein alter Kumpel Nils Gresens jetzt Spielertrainer“, erläutert Wilco Freund die Beweggründe des Abschieds. Die Position zwischen den Pfosten sei angesichts der insgesamt drei starken Keeper um Urgestein Maximilian Lehmann aber nach wie vor gut besetzt. Zudem hätte bereits ein Großteil des aktuellen Kaders für die kommende Spielzeit zugesagt. „Es sieht gut aus“, so Freund

Zumindest einen Abgang zur kommenden Saison verzeichnet auch die SV Hemelingen: Torhüter Steven Urban wird sich der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst anschließen. „Er will dort als Physio für die Erste arbeiten und in der 3. Herren spielen“, sagt Günter Tuncel aus dem Trainerteam der SVH. Ansonsten steht es offenbar gut um das Hemelinger Aufgebot. Nach zahlreichen Zusagen erwartet Tuncel jedenfalls, dass „95 Prozent“ des aktuellen Kaders auch in der kommenden Saison zur Verfügung stehen. „Wir wollen kontinuierlich und nachhaltig arbeiten“, so der SVH-Coach. Ein, zwei neue Kicker sollten aber schon noch dazu kommen. Was Verstärkungen betrifft, zwingt die Corona-Krise allerdings zum Abwarten. Günter Tuncel: „Die Spieler wissen ja auch nicht, wie es weitergeht, und tun sich schwer mit einer Zusage, wenn die Saison womöglich noch einige Monate dauert.“

Sie heißen Retter-T-Shirts und wurden 2003 eingeführt vom damals in Finanznöten befindlichen FC St. Pauli. Nun bedient sich auch der FC Oberneuland dieser Maßnahme: Seit einigen Tagen gibt es rote Shirts, „Gemeinsam gegen Corona“ und „12. Mann“ steht drauf. „Sei der 12. Mann und zeige auch du, für welchen Verein dein Herz schlägt“, heißt es dazu auf der Homepage. Die Einnahmen sollen „zur Sicherung des Spielbetriebes“ genutzt werden – und es war offenbar eine gute Idee. „Wir haben gleich am ersten Tag 25 Stück verkauft und sind damit sehr glücklich“, sagt FCO-Coach Kristian Arambasic. Die T-Shirts für Kinder kosten 9,99 Euro, für Erwachsene werden 12,99 Euro fällig.

In Dario Fossi hat sich der VfB Oldenburg mit einem guten Bekannten auf der Trainerbank verstärkt. Der 38-Jährige kommt schließlich vom Nachbarn VfL Oldenburg, zudem trug er einst selbst das Trikot des Regionalligisten. Nun tritt Fossi die Nachfolge von Alexander Kiene an, dessen Vertragsverlängerung vor kurzem gescheitert war. „Ich war gern beim VfL, aber der VfB ist natürlich nochmal eine Herausforderung“, sagt Dario Fossi. Er ist übrigens auch in Bremen kein Unbekannter: In der Saison 2008/2009 hatte der einstige Defensivspezialist das Trikot des FC Oberneuland getragen. Sein heutiger Assistent brachte es sogar auf zwei Wechsel zum FCO: Daniel Isailovic lief für zwei Monate zum Ende des Jahres 2008 und in der gesamten Spielzeit 2011/2012 am Vinnenweg auf.

Der Ball wird noch ruhen, so viel steht fest. Es ist auch relativ unklar, wann der Bremer Amateurfußball wieder den Spielbetrieb aufnimmt. Aber einige Wochen nach dem virtuellen Duell zwischen dem Bremer SV und dem FC Oberneuland gibt es nun wenigstens eine weitere Ersatzveranstaltung auf dem Bildschirm: den 1. Bremer eFootball-Cup. Am 12. Mai treten insgesamt 64 Spieler an, um in einen Online-Turnier den ersten Titelträger dieses Wettbewerbs zu ermitteln. Gespielt wird im 85er-Modus (unabhängig von der Spielstärke der gewählten Mannschaften), und für die Halbfinalisten gibt es Preise. Anmeldung und Informationen unter: www.dfb-efootball.de.

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