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Bremen-Liga: Abbruch, Lotto-Pokal: Fortsetzung

Jetzt ist es amtlich. In der Bremen-Liga wird nicht weitergespielt. Die Saison wird annulliert. Im Lotto-Pokal soll es aber noch weitergehen. So hat es der Bremer Fußball-Verband offiziell verkündet.
14.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye und Olaf Dorow
Bremen-Liga: Abbruch, Lotto-Pokal: Fortsetzung

Die Saison wird annulliert, nun könnte der Brinkumer SV (hier mit Jost-Eike Behrens im Spiel gegen Komet Arsten im Vorwärtsgang) in die Regionalliga aufsteigen.

Michael Braunschädel

Es kam, wie es abzusehen war. Der Bremer Fußball-Verband hat am Dienstag verkündet, dass der Spielbetrieb der Herren und Alt-Senioren abgebrochen und die Saison annulliert wird. Und dass in der Bremen-Liga die Quotientenregel zur Ermittlung des Aufstiegskandidaten zur Regionalliga angewendet wird. Dieser Kandidat wäre demnach der Brinkumer SV. Über den Ligabetrieb bei den Frauen und im Nachwuchsbereich soll später entschieden werden. Um bei Männern und Frauen die Teilnehmer am DFB-Pokal 2021/22 zu ermitteln, soll der Bremer Lotto-Pokal fortgesetzt werden. Falls bis zum 30. Juni noch kein Pokalsieger feststeht, soll auch danach weitergespielt werden können. Gibt es bis zum Meldeschluss für den DFB-Pokal noch keinen Bremer Landessieger, bekommt der ranghöchste noch im Wettbewerb befindliche Verein den Platz. Aktuell wäre das der FC Oberneuland.

Gute Nachrichten für das Frauenteam des ATS Buntentor. Zum einen steht die Frauen-Regionalliga Nord offenbar vor der Annullierung, dürfte die Mannschaft um Trainer Torsten Just den Klassenerhalt also ziemlich sicher haben. Zum anderen wird gerade für personelle Stabilität gesorgt. „Die Mannschaft bleibt zusammen und wird durch Neuzugänge gezielt verstärkt“, sagt Teammanager Dennis Bittner. Die Gespräche wären jedenfalls „weit vorangeschritten“. Daneben wird Carina Menke, einst für den ATS und SV Werder II am Ball, das Trainerteam als Assistentin verstärken. Schließlich haben sich auch ein paar neue Sponsoren gefunden. „Wir sind trotz Corona dabei, alles professioneller zu gestalten“, so Bittner.

Gerüchten zufolge sind beim OSC Bremerhaven der Sportliche Leiter, 2. Vorsitzende und Interimstrainer Björn Böning sowie Mäzen Bernd Günther nicht immer einer Meinung, wer welche Kompetenzen haben soll. „Dazu möchte ich mich nicht äußern“, sagt Böning. Er kümmere sich derzeit vielmehr darum, die Mannschaft für die kommende Saison aufzustellen. 18 Zusagen aus dem aktuellen Kader liegen ihm vor. Nachdem in Seli Qorri und Deniz Siga bereits vor Wochen erste Zugänge gefunden worden waren, gab zuletzt Jörn Heins seine Zusage als gleichberechtigter Partner von Böning auf der Trainerbank. Nun sollen in Kürze weitere Spielerwechsel folgen. „Sportlich sind wir auf einem guten Weg“, findet Böning.

Der Jugendausschuss des Norddeutschen Fußball-Verbandes hat beschlossen, die aktuelle Junioren-Regionalliga abzubrechen und zu annullieren. Damit würden Absteiger aus der A-, B- und C-Junioren-Regionalliga entfallen. Der entsprechenden Antrag wurde dem NFV-Präsidium zur Entscheidung vorgelegt. Bei den A-Junioren hatten die Teams bis zum Lockdown im November zwischen einer und drei Partien absolviert, die B-Junioren kamen auf zwei bis drei Spiele, die C-Jugend war zu drei, vier Duellen angetreten. Sollten die Ligen wie erwartet in den Stand des Sommers 2020 versetzt werden, treten erneut mindestens acht Bremer Teams an: der FC Oberneuland und TuSpo Surheide (A-Junioren), die U18 des SV Werder, der SC Borgfeld, der JFV Bremen und der JFV Bremerhaven (B-Junioren) sowie die U15 des SV Werder und der Blumenthaler SV (C-Junioren).

Entschieden ist es noch nichts, aber die Zeichen stehen auf Abbruch: Im Moment sollte man besser nicht davon ausgehen, dass Werders U23 und der FC Oberneuland in den kommenden Monaten noch ein Regionalligaspiel bestreiten werden. Ganz unabhängig davon plant der FCO nun schon die Vorbereitung auf die kommende Saison. Sie sieht ein viertägiges Trainingslager in Westerstede vor, Ende Juli in der ansässigen Sportschule. „Dort hat man immer gute Bedingungen“, sagt Oberneulands Trainer Kristian Arambasic. Weil er erwartet, dass der Start in die neue Saison dann nicht mehr weit ist, soll es in Westerstede um den „Feinschliff“ gehen.

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