Bremer Sixdays Aus sechs werden vier Tage

2021 sind die Bremer Sixdays wegen der Pandemie ausgefallen, 2022 auch. Und 2023? Es soll sie im Januar in einem veränderten Format geben. Das haben die Veranstalter am Dienstag mitgeteilt.
03.05.2022, 11:36
Lesedauer: 2 Min
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Aus sechs werden vier Tage
Von Olaf Dorow

Aus den Bremer Sixdays sollen Fourdays werden, also vier statt sechs Tage. So haben es die Veranstalter am Dienstag angekündigt. Die Traditionsveranstaltung, die sowohl 2021 als auch 2022 in Folge der Pandemie ausgefallen war, soll im kommenden Januar vom 13. bis 16. Januar stattfinden, und damit nicht mehr wie im bisherigen Format von Donnerstag bis Dienstag. Sondern von Freitag bis Montag.  

Hans-Peter Schneider, Geschäftsführer des Veranstalters, sagte dem WESER-KURIER: "Wir wollen mehr Dichte herstellen."  Am ersten und letzten Tag der sechs Tage langen Veranstaltung sei es in den letzten Jahren sehr schwierig gewesen, das Publikum in Scharen in die Hallen auf der Bürgerweide zu locken. Am Dienstag habe es sich vorwiegend um Gäste gehandelt, die das spannende Finale in der ÖVB-Arena verfolgen wollten statt in den Nebenhallen Party zu machen. Nun soll der Montag, traditionell ein von vielen feierfreudigen vor allem Bremer Besuchern angesteuerter Tag der Sixdays, ein quasi aufgepeppter Montag werden. Ein Montag mit breitem Unterhaltungsangebot – und obendrauf mit der spannenenden Finaljagd auf der Bahn.

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Vor rund zwei Monaten sei der Sportliche Leiter Erik Weispfennig, seit Jahresbeginn ebenfalls ESN-Geschäftsführer, auf ihn zugekommen, berichtet Schneider.  Zuvor hatte es die Idee gegeben, das Sportprogramm um neue Wettbewerbe zu ergänzen, zum Beispiel mit einem Format für den Nachwuchs. Die Dichte an starken Nachwuchsfahrern sei aber in Bremen und umzu bei Weitem nicht so groß wie in Berlin. Weispfennigs Vorschlag sei gewesen: Verkürzung auf vier Tage. "Da habe ich erst mal geschluckt. Aber dann fand ich es genial", sagte Schneider dem WESER-KURIER. Er dementierte, dass die Straffung auf vier Tage eine wirtschaftliche Notwendigkeit sei. Viele Kosten, wie beispielsweise die Verlegung der Bahn, würden sich dadurch nicht automatisch reduzieren. "Die Bahn wird ja nicht billiger dadurch", sagte Schneider. 

Im europäischen Vergleich gehe der Trend seit einiger Zeit schon zur Verkürzung. "Es gibt nicht mehr so viele Leute, die sechs Tage am Stück da sind", sagte Hans-Peter Schneider. Tradition verändere sich halt. In einer Pressemittelung wurde Projektleiter Mario Roggow am Dienstag damit zitiert, dass in Bremen die Mischung aus Sport und Party bestehen bleiben soll. Das sei ja die Besonderheit des Bremer Konzeptes. „Daran werden wir natürlich auch zukünftig festhalten“, sagte Roggow. Es hab sich aber in den vergangenen Jahren eine Transformation abgezeichnet. "Und auch wir wollen unsere Veranstaltung fortwährend verbessern“, wird Erik Weispfennig zitiert,  „daher haben wir uns für ein Vier-Tage-Konzept entschieden, das am Freitag startet und am beliebten Bremen-Montag mit dem großen Finale endet.“

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Bei der Entscheidung habe man sich eng mit den nationalen und internationalen Partnern abgestimmt, sagte Hans-Peter Schneider. Man habe auch in der Kommunikation auf den  Social-Media-Kanälen eine wachsende Zuschauer- und Fanzahl aus dem Ausland wahrgenommen. Schneider: "Die Menschen kommen aus der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark zu uns, selbst aus Großbritannien reisen ganze Gruppen an. Ihnen bieten wir, ebenso wie den Radsportfans aus Deutschland, mit einem viertägigen Event die Möglichkeit, das ganze Programm im Rahmen eines Wochenendtrips mitzuerleben.“

Sixdays-Veranstalter ist seit rund einem Jahrzehnt die Event Sport & Nord GmbH (ESN). Gesellschafter der ESN sind die städtische Veranstaltungs-Gesellschaft M3B, die AVM Event GmbH sowie das Unternehmen Geschmackslabor Catering & Event. M3B hält 24,9 Prozent der Anteile, die anderen beiden Gesellschafter jeweils 37,55 Prozent. 

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