Festliche Stimmung im Fußballstadion

Bremer SV begrüßt 5000 Menschen zum Weihnachtssingen auf dem Panzenberg

Zum zweiten Weihnachtssingen des Bremer SV kamen 5000 Leute zum Panzenberg – doppelt so viel wie im vergangenen Jahr.
22.12.2019, 22:33
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Das muss man auch erst einmal hinbekommen: Am Sonntagabend verließen mehrere tausend „Zuschauer“ den Panzenberg – also ein Fußballstadion –, und wirklich alle hatten gute Laune. „Ganz toll“, hörte man oft. Die „super Stimmung“ wurde von zahlreichen Menschen gelobt. „Mir hat es sehr gut gefallen“, meinte auch Josefine. Die kleine Schülerin aus Schwachhausen war mit der ganzen Familie gekommen. Sie stand angesichts der guten Atmosphäre an diesem Abend stellvertretend für rund 5000 Leute – und das war eine weitere gute Nachricht.

„Wir haben alle Karten verkauft und unser Ziel erreicht“, durfte Organisator Tore Felgendreher stolz verkünden. Nach der Premiere mit rund 2500 Besuchern im letzten Jahr wurde die Kulisse mal eben verdoppelt. Das zweite Weihnachtssingen des Bremer SV durfte damit als voller Erfolg gelten. Es hatte sich also gelohnt. Zwar waren bereits am Samstag deutlich über 4000 Tickets abgesetzt worden. Um aber auch die kurzfristige Nachfrage befriedigen zu können, hatten sie beim Bremer SV extra noch zwei Tageskassen eröffnet. „Natürlich hätten wir gern alles mit dem Vorverlauf erledigt, aber es wäre schade gewesen, wenn ein paar hundert Leute draußen bleiben müssten“, sagte Peter Warnecke, der BSV-Präsident. Es hatte sich auch gelohnt, weil die Organisation stand. In der vergangenen Woche war Warnecke jeden Tag auf dem Panzenberg gewesen. Es gab ja eine Menge zu tun für das Team um Tore Felgendreher.

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Unter anderen mussten noch die beiden Toilettencontainer beim Gästebereich umgesetzt werden, und die wiegen gleich mehrere Tonnen. Aber das machten sie natürlich gern: Die Container werden bleiben und erfüllen so eine Voraussetzung für die vierte Spielklasse. „Wir arbeiten in jeder Form an der Regionalliga“, sagt Peter Warnecke – und weiß, dass ein Aufstieg im kommenden Sommer nicht zu realisieren sein wird. Aber als Veranstalter von Weihnachtssingen hat sich der Verein offenbar einen Namen gemacht.

Bereits eine halbe Stunde vor dem Weihnachtssingen war ein kleines Verkehrschaos rund um den Panzenberg ausgebrochen. Das lag nicht zuletzt an den vielen Besuchern aus dem Umland, längst nicht alle PKW stammten aus Bremen. Wer aber leicht genervt von der Platzplatzsuche ins Stadion kam, wurde schnell entschädigt von einem beeindruckenden Lichtermeer – und zwar lange, bevor irgendein Weihnachtslied zu hören gewesen wäre.

Die Posaunen und die Chöre geben den Takt an

Für die tolle Atmosphäre hatten auch Svenja und Angelina gesorgt. Im Sekundentakt versah das Duo die Kerzen am Stand der Weihnachtshilfe vom WESER-KURIER mit einem Windschutz, und dann gingen diese auch schon an die vielen Sänger und Sängerinnen. Denn das ist ja auch ein fester Bestandteil der Veranstaltung: Zwar geben die Posaunen und die Chöre den Takt an. Gesungen wird dann aber gemeinsam.

Es sollte auch nicht sehr lange dauern, ehe die Kinder aus der Schule an der Freiligrathstraße für das erste Highlight der ohnehin ziemlich beeindruckenden Veranstaltung sorgten: Ihr „Oh Tannenbaum“ wurde frenetisch gefeiert. Es ließ sich also gut an, und so hatten auch Olaf Rathje und Roland Kanwicher aus der Bremen Vier-Morningshow keine Mühe, das Stadion bei Laune zu halten. Wo hört man schon mal so ein starkes Christmas-Medley wie vom 30-köpfigen Gospelchor? Dessen Leiter Chris Lass wiederholte denn auch noch mal die Losung des Abends: „Lieber laut und falsch als leise und richtig.“ Es waren zwar nicht wirklich viele schräge Stimmen zu vernehmen. Aber es kam eben auch gar nicht darauf an.

„Die Stimmung ist überwältigend, im Stadion ist es ja so voll wie in den sechziger Jahren“, meinte Oliver Otwiaska, Vizepräsident des BSV. Derweil stand dieses Stadion gerade wieder Kopf, weil nun „In der Weihnachtsbäckerei“ gegeben wurde. Später gab es jedenfalls keinen Zweifel an einem 3. Weihnachtssingen im kommenden Jahr. Dann sollen die Organisation optimiert und noch mehr Menschen angelockt werden. Bis zu 7000 Leute könnte er unterbringen, meint Tore Felgendreher. Mit Sicherheit wird auch Josefine dabei sein. Die Kleine will nämlich „auf jeden Fall“ wiederkommen.

Weitere Informationen

Wer für die Weihnachtshilfe des WESER-­KURIER spenden möchte, kann auf das Konto DE 22 2905 0101 0001 1650 00 bei der Sparkasse Bremen (BIC: SBREDE22XXX) oder online über www.sparkasse-bremen.de/­spendenportal einzahlen.

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