DFB-Pokal Bremer SV freut sich "super über das Los Schalke 04"

0:12 - so lautete das Ergebnis im vergangenen Jahr gegen Bayern München. Ob der Bremer SV gegen Schalke 04 an diesem Sonntag weniger Gegentore kassiert, wird sich zeigen.
29.07.2022, 18:59
Lesedauer: 1 Min
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Von Stefan Freye

Zum Glück ist er erst in diesem Sommer auf die Bank des Bremer SV gerückt. „Ich bin eigentlich bekennender Bayern-Fan“, meinte Torsten Gütschow auf der Pressekonferenz zum Pokal-Spiel seines BSV gegen Schalke 04 an diesem Sonntag (13 Uhr) im Oldenburger Marschweg-Stadion. Im vergangenen Jahr wäre Gütschow also von einer ganz komischen Konstellation begleitet worden. Damals hatten die Bremer in der ersten Runde ja gegen die Lieblingsmannschaft ihres neuen Trainers antreten müssen und mit 0:12 im Weserstadion verloren.

Überhaupt wird man dieses eine Gefühl nicht los: Zwar zählt Schalke 04 zu den Toplosen der Veranstaltung, gerade für einen der eher kleinen Vereine, und als solcher tritt der BSV im DFB-Pokal an. Doch nach dem Los des Vorjahres, diesem Jahrhundertspiel gegen Bayern München, da schrumpft die Bedeutung der aktuellen Partie doch ein bisschen. Den Eindruck konnte man auch gewinnen, als Ralf Voigt um einen Vergleich von 2021 zu 2022 gebeten wurde. „Bei Bayern sind absolute Weltstars, und bei Schalke spielen viele normale Bundesligaspieler.“

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Nun sind normale Bundesligaspieler natürlich schon ziemlich besonders für Kicker, die gerade erst in die Regionalliga aufgestiegen sind. Aber vor dem Hintergrund des vergangenen Jahres ergibt sich nun mal eine Lücke, das lässt sich nicht leugnen. Gleichwohl bemühte sich der Sportliche Leiter recht bald, den leisen Verdacht einer gewissen Undankbarkeit zu revidieren. „Ich habe ja nur die Spieler verglichen, natürlich freuen wir uns super über das Los Schalke 04“, betonte Ralf Voigt.

Rein sportlich ändert sich ja auch nicht so viel. Was gegen ein erneutes 0:12 spricht, wurde Torsten Gütschow gefragt, und der Trainer fand, das sei schon „eine gute Frage“. Tatsächlich räumt der Bayern-Fan auf der BSV-Bank seiner Mannschaft nicht allzu viele Chancen gegen den Bundesligaaufsteiger ein. Aber Gütschow verlangt eine ganze Menge: „Entscheidend ist, dass die Mannschaft sich zerreißt und als Einheit auftritt.“ Einen Sieg verbucht der BSV ja auch auf jeden Fall: Das TV-Geld in der ersten Runde beträgt nun rund 210.000 Euro.

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