Fußball-Bremen-Liga Bremer SV glaubt noch an die Meisterschaft

Bremen. Nach dem Testspielsieg gegen den TuS Sulingen hat der Bremer SV Lob von allen Seiten bekommen. "Entscheidend wird sein, dass wir diese Leistung auf den Punktspielbetrieb übertragen", sagt Cheftrainer Klaus Gelsdorf.
01.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Die Vorbereitung des Bremer SV kann sich sehen lassen. "Wir sind sehr zufrieden - bis auf ein Spiel", sagt Markus Hansen, der Co-Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten. Die Ausnahme stellte der Test gegen den ATSV Sebaldsbrück dar. Zwar bezwang der Tabellenzweite den Landesligisten mit 3:2. "Doch dort haben wir nicht umgesetzt, was wir spielen wollten", so Hansen.

Der Assistent und sein Cheftrainer Klaus Gelsdorf legen besonderen Wert auf Ballbesitz - seit ihrem Amtsantritt vor anderthalb Jahren. Klaus Gelsdorf spricht deshalb auch von einem Prozess und davon, dass "eine Entwicklung" stattgefunden hat. Möglichst früh soll der BSV den Ball erobern. Und dann soll es schnell nach vorn gehen. Das klappte auch im letzten Test ziemlich gut. Beim 3:0 (0:0) gegen den TuS Sulingen erhielten die Bremer Lob von allen Seiten, selbst Gegner und Schiedsrichter waren beeindruckt. Also alles gut in Walle?

Nein, noch nicht. "Entscheidend wird sein, dass wir diese Leistung auf den Punktspielbetrieb übertragen", betont Gelsdorf. Am Sonntag (15 Uhr) startet der Bremer SV bei Werder III in die Rückrunde. "Eine verdammt starke Mannschaft", findet Markus Hansen. Dem amtierenden Meister müsse man den "Spaß am Spielen nehmen". Das klappte im Hinspiel nicht ganz. Am Panzenberg trennte man sich mit einem 2:2-Unentschieden vom aktuellen Tabellensechsten, der am Dienstag mit 3:1 den Test gegen den Rotenburger SV gewann. "Und Werder hat mit Mantas Mazeikis und Simon Cakir noch zwei sehr starke Spieler dazubekommen", warnt Gelsdorf. Doch um den Kampf an der Spitze möglichst spannend zu gestalten, muss gegen Werder III ebenso ein Sieg her wie im Heimspiel gegen den OSC Bremerhaven am darauffolgenden Spieltag.

Nötiger Lizenzantrag wird geprüft

Schließlich ist der Spitzenreiter FC Oberneuland mittlerweile um vier Punkte enteilt, und besonders viele Zähler dürfte der große Konkurrent des BSV nicht mehr verlieren. Von Aufgabe kann allerdings keine Rede sein beim Verfolger. Auch nicht, was den direkten Aufstieg in die Regionalliga betrifft, der im Falle der Meisterschaft ja möglich wäre. Aus dem Verein ist jedenfalls zu hören, dass man derzeit intensiv die Unterlagen für einen nötigen Lizenzantrag prüft. Eine Entscheidung in dieser Angelegenheit wird in den kommenden Wochen fallen.

Beim Habenhauser FV wohl auch. Nur geht es dort um die Besetzung des Trainerpostens. Derzeit stehen Bernd Otto und die Verantwortlichen des HFV regelmäßig in Kontakt. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit scheint durchaus möglich. "Wir führen gute Gespräche", sagt Otto. Nach dem 3:1-Testspielerfolg über den SVGO ist der Coach eine Sorge schon mal los.

Schließlich zeigte sein Team nach zuvor schwachen Leistungen (unter anderem leisteten sie sich eine 1:4-Niederlage gegen Sebaldsbrück) diesmal die vom Trainer gewünschte Reaktion. Bernd Otto will nun "ganz entspannt" verfolgen, ob seine Mannschaft dranbleibt an den Spitzenteams oder doch ins gesicherte Mittelfeld zurückfallen wird. Findet der Tabellensechste zum Niveau der starken Hinrunde zurück, spricht nichts gegen die Fortsetzung der Erfolgsstory. Die Partien gegen den Brinkumer SV (Sonntag, 15 Uhr) und beim Blumenthaler SV in der kommenden Woche dürften von vorentscheidender Bedeutung sein.

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