Bremen-Liga Bremer SV siegt klar in Melchiorshausen

Melchiorshausen. Ein glücklicher Trainer sieht anders aus. Trotz des 4:1 (3:0)-Erfolges seines Bremer SV beim TSV Melchiorshausen schüttelte der Co-Trainer der Gäste, Markus Hansen, noch Minuten nach dem Abpfiff den Kopf.
17.04.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Bremer SV siegt klar in Melchiorshausen
Von Jens Hoffmann

Melchiorshausen. Ein glücklicher Trainer sieht anders aus. Trotz des 4:1 (3:0)-Erfolges seines Bremer SV beim TSV Melchiorshausen schüttelte der Co-Trainer der Gäste, Markus Hansen, noch Minuten nach dem Abpfiff den Kopf. "Das kann ich nicht ganz nachvollziehen" - mit diesen Worten bedachte Hansen, der den im Urlaub weilenden Chefcoach Klaus Gelsdorf in verantwortlicher Position vertrat, die Schlussphase seines Teams. "Da geben wir die Partie tatsächlich noch aus der Hand", sagte Hansen, wohlwissend, dass der Sieg des Zweiten der Fußball-Bremen-Liga beim Vorletzten nie gefährdet war.

Und doch: Die Mitte der zweiten Hälfte konditionell merklich nachlassenden Gastgeber rappelte sich wieder auf, kamen durch Sven-Eric Heise zum 1:3-Anschlusstreffer (86.) und waren dem glasklaren Favoriten zumindest in den finalen 20 Minuten ebenbürtig. Und diese Tatsache schmeckte Hansen und seinem Trainerkollegen Jens Fröhlich ganz und gar nicht.

Ein Grund dafür, dass der TSV noch einmal aufkam, war die Rote Karte für Georg Schreider (76.), der nach einer aus seiner Sicht falschen Einwurfentscheidung dem Schiedsrichter-Assistenten einige deftigere Worte entgegenschleuderte. "Völlig unnötig", ereiferte sich Hansen, "wir führen 3:0, da lache ich doch über so eine Entscheidung und mecker nicht rum."

Nun: Zu lachen gab es für TSV-Trainer Markus Hoßfeld auch nichts. Das lag zum einen an den Gegentreffern von Mirko Jankowski (24./39.), Kolja Sternke (36.) und Jacek Sajewski (90.), der mit einem Lupfer aus 30 Metern über TSV-Keeper Sascha Kleemann ganz am Ende den fußballerischen Höhepunkt des Tages servierte. Und es lag zum anderen daran, dass Melchiorshausen zwischenzeitlich wieder in alte Verhaltensmuster verfallen war. "Die ersten 25 Minuten von uns waren okay", fand Hoßfeld, "aber dann kassieren wir einen Gegentreffer, sind deprimiert und lassen die Köpfe wieder hängen." Immerhin: Aus diesem Tal der Trostlosigkeit konnte sich der TSV gegen Ende selbst befreien.

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