Lotto-Pokal

Bremer SV siegt und spielt im DFB-Pokal

Der Bremer SV hat den Blumenthaler SV im Finale des Lotto-Pokals mit 3:0 (1:0) besiegt und sich damit für den DFB-Pokal qualifiziert.
29.05.2016, 13:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Das dritte Double in Folge ist perfekt: Mit einem 3:0 (1:0)-Finalerfolg über den Blumenthaler SV haben sich die Fußballer des Bremer SV am Sonnabend auch den Titel des Lotto-Pokal-Siegers gesichert. Und es gab später keinen Zweifel daran, dass die Waller nach der Meisterschaft auch völlig leistungsgerecht den Cup-Wettbewerb gewonnen hatten.

„Die Niederlage ist verdient“, räumte Michel Kniat ein. Damit fingen die Probleme des Blumenthaler Spielertrainers allerdings erst an. Denn sie hatten sich doch etwas ausgerechnet nach den insgesamt vier Punkten gegen den BSV in der Liga. „Ich bin auch tief enttäuscht“, sagte Kniat und erinnerte an seine Worte vor dem Endspiel: Die Tagesform würde in diesem Finale den Ausschlag geben. Und so war es gekommen.

So sah es auch Klaus Gelsdorf: „Wir hatten das nötige Glück, aber der Sieg geht absolut in Ordnung, weil wir unheimlich gut in der Defensive gearbeitet haben.“ Das stimmte – aber auch der Gegner hatte trotz der drei Gegentreffer eine ordentliche Abwehrleistung abgeliefert. Das bedeutete für das Spiel: Es war nicht unbedingt ein Leckerbissen.

Zunächst hatte man sich sogar ein bisschen sorgen müssen um dieses Finale: Bisweilen wirkte die Atmosphäre auf dem Platz recht eisig. Shakehands, nach klaren Fouls eigentlich üblich, sah man in Obervieland selten. Und auch, wenn mittlerweile zwar deutlich mehr Zuschauer auf der Anlage waren – die Stimmung hatte noch lange nicht das Niveau des Frauen-Endspiels erreicht.

Die spielerische Darbietung der Teams entsprach dem sachlichen Rahmen: Es ging vor allem darum, keinen Fehler zu machen, Sicherheit war angesagt. Kein Wunder, dass es in den ersten Minuten dieser Partie gerade mal zwei Szenen zu notieren gab: Ein Schuss von Florent Aziri, schön freigespielt durch Mats Kaiser (6.), sowie das Solo von Vafing Jabateh, das Michel Kniat erst kurz vor dem Blumenthaler Tor stoppte (10.).

Die ersten Besucher mochten sich schon erinnert haben, dass Pokalfights oft erst im zweiten Durchgang Fahrt aufnehmen, als plötzlich Schwung in die Sache kam. Ein Kopfball von Kniat, den Christian Ahlers-Ceglarek problemlos parierte (33.), gab den Startschuss für ziemlich interessante Minuten. Denn im Gegenzug traf Jabateh zur Führung, nachdem er einen Heber von Florent Aziri ins leere Tor schob. Pech für Keeper Malte Seemann: Er war mit den Fingerspitzen dran an der Vorlage, hatte den Ball aber nicht unter Kontrolle bekommen.

Sein Gegenüber hatte da mehr Glück. Denn gleich nach dem Anstoß wurde Bo Weißhaupt steil geschickt, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Ahlers-Ceglarek (34.). Plötzlich war also Leben in der Bude, und es gab mehr zu sehen als Fouls und Freistöße. Natürlich tat die Führung dem Bremer SV gut, er bekam nun etwas mehr Platz, weil die Nordbremer offensiver wurden.

Doch so munter es nach dem Treffer auch zuging, mehr Torraumszenen gab es dehalb nicht. Klaus Gelsdorf: „Ich kann verstehen, dass es nicht so attraktiv für die Zuschauer war – aber es ist normal, dass man gerade in diesem Spiel kein Tor fangen möchte.“ Da hatte seine Elf es also schon mal viel besser gemacht als der Gegner. So war es die Durchschlagskraft im Angriff, die das Finale entschied. Denn nachdem Jabateh den Abstauber vor der Pause genutzt hatte, sollte bald nach dem Wechsel eine sehenswerte Kombination die Vorentscheidung bringen: Mats Kaiser schickte den eingewechselten Youness Buduar auf den rechten Flügel, und der bediente den BSV-Torjäger in der Mitte – 2:0.

Warum es die Vorentscheidung war? Die Blumenthaler schienen längst erahnt zu haben, dass die Tagesform nicht auf ihrer Seite sein würde – und eine Aufholjagd nahezu ausgeschlossen. Sie bekamen nicht mehr viel hin nach dem 0:2. Um so konsequenter, dass der BSV in der Nachspielzeit noch das 3:0 durch Gökhan Aktas folgen ließ.

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