Basketball-Bundesliga Bremerhavener Eisbären gewinnen ihr Heimspiel in Bremen

Bremen. Die Eisbären Bremerhaven hatten gestern einen guten Tag. Mit 82:80 (46:35) haben sie ihr Bundesliga-Heimspiel gegen die Artland Dragons gewonnen.
02.05.2010, 13:05
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Bremerhavener Eisbären gewinnen ihr Heimspiel in Bremen
Von Marc Hagedorn

Bremen. Die Eisbären Bremerhaven hatten gestern einen guten Tag. Mit 82:80 (46:35) haben sie ihr Bundesliga-Heimspiel gegen die Artland Dragons gewonnen.

Damit treffen die Eisbären am kommenden Wochenende im Playoff-Viertelfinale auf den Tabellendritten BG Göttingen. Das erste Heimspiel findet am Donnerstag, 13. Mai, um 17 Uhr statt. 'Respekt für meine Mannschaft', sagte Eisbären-Cheftrainer Douglas Spradley, 'wir haben hart gearbeitet und schauen nun zuversichtlich auf die Playoffs.' Zwar geht man dem Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg (gegen Braunschweig) und Rekordmeister Alba Berlin (gegen Frankfurt) aus dem Weg, aber auch die Göttinger sind nicht ohne. Gegen den Europapokalfinalisten kassierten die Bremerhavener erst vor einer Woche eine herbe 72:100-Niederlage.

Doch zurück zu gestern: Die Ausgangslage am letzten Spieltag der regulären Bundesliga-Saison war nicht ohne gewesen. Die Eisbären hatten das Ticket für die K.o.-Runde zwar schon sicher, dafür aber ging es für die Artland Dragons um alles, um die Qualifikation für die Playoffs. Und obwohl sie 1000 ganz in rot gekleidete Fans aus der Nähe von Osnabrück mitgebracht hatten, erwies sich die Herausforderung, in Bremen gewinnen zu müssen, als zu groß.

Vor allem Postermodel Martin spielte groß auf. Neun seiner insgesamt 19 Punkte erzielte er allein im ersten Viertel, darunter alles, was das Repertoire hergibt, einen Dreier, einen Dunking, einen Hakenwurf im Fallen, und das alles bei einer Trefferquote von 100 Prozent. Überhaupt schossen die Eisbären überirdisch. 69 Prozent aller Würfe im ersten Abschnitt fanden ihren Weg durch die Reuse, zur Pause waren es immerhin noch 58 Prozent. Außerdem verteidigten sie gut und griffen deutlich mehr Rebounds ab als der Gegner. Zur Pause führten die Eisbären mit 46:35.

Für die Dragons war dieser Zwischenstand doppelt ärgerlich, denn parallel lag der Konkurrent um den achten und letzten Playoff-Platz, Braunschweig, in Frankfurt mit zehn Punkten zurück. Die anderen spielten für die Dragons, nur die Dragons nicht für sich. Das sollte sich nach der Pause ändern. Die Drachen spielten nun in Richtung ihres Fanblocks. Das beflügelte, während die Eisbären ihr Niveau nicht länger halten konnten. Die Trefferquote stürzte ab, die Intensität ließ nach. Als die Bremerhavener im Schlussviertel mehr als vier Minuten lang ohne Punkte blieben, verkürzten die Gäste auf 58:61. Das Spiel drohte nun zu kippen. Aber Torrell Martin - wer sonst? - brach den Bann. Vier Punkte von Center Jeff Gibbs, der zwischendurch auch noch neun Freiwürfe in Serie verwandelte, sowie ein Dreier von Spielmacher Lou Campbell rückten die Verhältnisse wieder zurecht. Dass der Sieg mit 82:80 knapp ausfiel, lag dann nicht mehr an den Gästen, sondern an den Eisbären, die beim Freiwurffestival in

den Schlusssekunden nur noch zweimal trafen bei elf Versuchen.

Punkte für die Eisbären: Martin (19), Gibbs (18 Punkte/10 Rebounds), Campbell (12 Punkte/11 Rebounds/10 Assists), Drevo (12), Schwethelm (11), Lyde (6), Lipke (2), Brooks (2)

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