Fußball-Landesliga Bremen Burg aufgestiegen - Union undankbarer Dritter

Burg. Aufstieg - schlicht, aber treffend signalisierte der Schriftzug auf den T-Shirts, die sich die Spieler des 1. FC Burg gestern um 17 Uhr überzogen, was sie in der Serie 2009/10 geschafft haben: Den Sprung aus der Fußball-Landesliga in die Bremen-Liga.
31.05.2010, 03:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Burg. Aufstieg - schlicht, aber treffend signalisierte der Schriftzug auf den T-Shirts, die sich die Spieler des 1. FC Burg gestern um 17 Uhr überzogen, was sie in der Serie 2009/10 geschafft haben: Den Sprung aus der Fußball-Landesliga in die Bremen-Liga. Dass dies nach der 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den FC Union 60 nicht als Meister, sondern nur als Tabellenzweiter gelang, trübte die feucht-fröhliche Freude im Sportpark Grambke nicht.

Burgs Aufstiegstrainer Björn Reschke wurde immer wieder mit Bier geduscht, im nicht aufhören wollenden Regen gab es von Heinz-Günther Schmidt (Spielausschussvorsitzender des Bremer Fußball-Verbandes) und dem Nordbremer Kreisvorsitzenden Ralf Bande Blumen und Glückwünsche, und die Spieler konnten nicht genug davon bekommen, sich zu herzen und immer wieder dieses eine Lied anzustimmen: Nie mehr Landesliga, nie mehr, nie mehr.

Ein musikalischer Moment, auf den der FC Union 60 um seinen Trainer Helmut Klußmann zumindest noch ein Jahr lang warten muss. Und das, obwohl er eine Rückrunde ohne Niederlage (nur zwei Unentschieden) spielte und auch gestern die spielbestimmende Mannschaft war. 'Fünf Tore waren einfach zu viel', stellte Helmut Klußmann fest, dass die jetzt punktgleichen Burger von ihrer Tordifferenz zehren konnten. 'Gratulation an Burg und Weyhe', fuhr der Union-Trainer fort und und ließ noch eine Saisonbewertung folgen: 'Die beiden rustikalsten Mannschaften sind aufgestiegen, nicht die spielstärkste. Denn das waren wir.'

Der personell gehandicapte 1. FC Burg, dem mit den 'Rotsündern' Mirco Boltjes und Marcel Konopko wichtige Stützen fehlten, begegnete der spielerischen Überlegenheit der Gäste um den überragenden Alptug Caglar mit äußerster Disziplin in der Defensivarbeit und einfachem Spiel nach vorne.

Lukas Engel erzielt das Siegtor

'Einer für alle, alle für einen', hatten sich die Burger vor dem Anpfiff eng umschlungen geschworen - und genau so traten sie auf und verteidigten ihren Vorteil. Im Mittelfeld störten die Routiniers Mirko Heyne und der künftig nur noch im Notfall zur Verfügung stehende Mannschaftskapitän Sven Wlodarczak den Spielaufbau von Union empfindlich, alles was diese Barriere durchbrach wurde von den starken Manndeckern und dem umsichtigen Abwehrchef Andy Boachie sowie dem glänzenden Schlussmann Marco Gärtner bereinigt.

'Kompliment an die ganze Mannschaft. Alle haben großartig gekämpft. Wenn das Spiel nicht unterbrochen worden wäre, wären wir auch Meister geworden', meinte Björn Reschke. In dem Moment, als der souveräne Schiedsrichter Thomas Garniok (Sebaldsbrück) die Partie wegen eines starken Gewitter- und Hagelschauers nach 65 Minuten unterbrach, hatte es 1:1 geheißen. Manfred Klein hatte die Burger per Direktschuss nach Querpass von Ercan Yilmaz mit dem 1:0 (16.) in eine noch bessere Position gebracht, Manuel Carrilho ausgeglichen (50.).

Spätestens nach der Unterbrechung gerieten die Burger gegen die nach der Pause schwungvoller und befreiter zu Werke gehenden Stadtbremer auf dem von Pfützen übersäten Platz ins Schwimmen und hätten noch weitere Tore als das 1:2 (86.) von Lukas Engel kassieren können.

'Schöner kann man sich nicht verabschieden', strahlte Mannschaftskapitän Sven Wlodarczak nach dem Sprung in die Bremen-Liga. Die Niederlage und die verpasste Meisterschaft hatten die Freude nicht getrübt. Björn Reschke wurde auf Schultern getragen, Bier- und Sektfontänen schossen dem Regen entgegen und der seifige Platz erwies sich als ideal, um den treuen Fans auf dem Bausch entgegenzurutschen.

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