2. Handball-Bundesliga Frauen

Busch fehlt bei Werders Auswärtssieg

In Abwesenheit von Trainer Maximilian Busch haben Werders Handballerinnen in Nürtingen mit 24:18 gewonnen. Parallel dazu gibt es Spekulationen über die Zukunft des erst im Sommer verpflichteten Trainers.
18.11.2018, 21:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik
Busch fehlt bei Werders Auswärtssieg

Maximilian Busch

Frank Koch

Bremen. In Abwesenheit ihres hauptamtlichen Cheftrainers Maximilian Busch haben die Zweitliga-Handballerinnen des SV Werder Bremen ihre Auswärtspartie bei der TG Nürtigen mit 24:18 (10:7) gewonnen. Die Freude über den zweiten Auswärtssieg hielt sich jedoch auf der Rückfahrt im Bus in Grenzen, denn nach der Abreise morgens um halb acht und der Rückkehr am nächsten Morgen gegen halb sechs waren die Spielerinnen einfach nur müde und kaputt. Zudem machten Spekulationen über die Zukunft des erst im Sommer verpflichteten Trainers die Runde.

„Mit Blick auf die kommenden Spiele gegen die Topmannschaften aus Rosengarten, Mainz und Beyeröhde verschafft uns der Sieg einige Luft“, sagte Werders Co-Trainer Dominic Buttig, der den abwesenden Chefcoach Maximilian Busch in Nürtingen vertreten hat. Busch habe nach Auskunft von Handball-Abteilungsleiter Martin Lange „kurzfristig nicht auf der Bank sitzen können.“ Weitere Informationen über den Grund der Abwesenheit gab es nicht, auch Busch selbst war telefonisch nicht erreichbar. Radio Bremen vermeldete derweil am Sonntagabend, dass sich Werder in dieser Woche von Busch trennen wolle.

Ungeachtet der Spekulationen, freute sich Werders Rückraumspielerin Sarolta Selmeci über einen guten Auftritt. „Das war mein bislang bestes Spiel für Werder, auch wenn ich damit noch nicht ganz zufrieden bin“, sagte die erst im August verpflichtete Ungarin, die aufgrund von Freigabeproblemen mit dem HC Rödertal erst kurz vor dem Saisonstart spielberechtigt war. Da Spielmacherin Rabea Neßlage fehlte, übernahm die 26-jährige Selmeci diesen Part und lieferte bis zu ihrer Auswechslung in der 45. Minute eine souveräne Leistung ab. „Ich freue mich, das Vertrauen bekommen zu haben“, sagte „Charly“ Selmeci. Möglicherweise war es auch der fehlende Druck, bei Fehlern schnell wieder ausgewechselt zu werden, der diesmal ihre Leistung beflügelte. Selmeci stellte in der Abwehr einen souveränen Innenblock und spielte im Angriff mit viel Übersicht. Sie glänzte mit guten Anspielen und war zudem auch selbst torgefährlich. Mit ihrem Treffer zum 7:4 bescherte sie den Gästen, die bis zur Pause nur sieben Gegentreffer zuließen, die erste Drei-Tore-Führung.

„Wir haben in der Abwehr super gut agiert und couragiert verteidigt“, lobte Dominic Buttig, der auch am Ende mit den 18 Gegentoren höchst zufrieden war. Großen Anteil daran hatte das Torwart-Dreigestirn um Alexandra Meyer, die nur bei den Strafwürfen von Marie Andresen und Meike Anschütz abgelöst wurde. Die wiederum parierten drei der vier Siebenmeter. Die Vorentscheidung fiel nach dem 15:12, als sich Werder über 18:12 auf 20:13 absetzte.

SV Werder Bremen: Andresen, Meyer, Anschütz; Heidergott (3), Schaffrick (1), Thomas (2), Mehrtens (1), Janssens, Heinrich (4), Osterthun, Selmeci (4), Börsen (4/1), Barger (3), Otto (2/1)

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