Wahl zum Amateurfußballer des Jahres

Cakir ist Leistungsträger bei Werder III

Bremen. Gemeinsam mit dem Bremer Fußballverband führt der WESER-KURIER die Wahl zum Amateurfußballer des Jahres 2012 durch. Heute wird Stürmer Simon Cakir von Werder Bremen III vorgestellt.
11.12.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Wenn Andreas Ernst an das Frühjahr zurückdenkt, gerät er ins Schwärmen. Der Trainer von Werder III findet nämlich "sehr beachtlich", was Simon Cakir in der Rückrunde der letzten Bremen-Liga-Saison geleistet hat.

Erst in der Winterpause war der Stürmer aus Wilhelmshaven zu den Grün-Weißen zurückgekehrt, dann ließ er die stattliche Anzahl von 22 Toren in nur 15 Einsätzen folgen. Dabei stand der 21-Jährige nicht mal in jeder Partie über 90 Minuten auf dem Platz. Andreas Ernst hat das exakt ausgerechnet: Simon Cakir brauchte keine 700 Minuten für seine zahlreichen Treffer.

Für den Trainer steht daher fest, dass der so erfolgreiche Angreifer völlig zu Recht zu den Kandidaten für den Titel "Amateurfußballer des Jahres" zählt. "Ich freue mich für ihn – und wir werden alles dafür tun, dass er viele Stimmen bekommt", sagt Andreas Ernst. Natürlich möchte er nach Firas Tayari (2009) gern einen weiteren geehrten Kicker in seinen Reihen wissen.

Aber Ernst ist vielleicht auch deshalb einen Tick überschwänglicher, weil er es war, der Simon Cakir einst zu Werder holte. Im Frühjahr 2010 hatte der Trainer einen Tipp bekommen: In der Landesliga beim ATSV Sebaldsbrück solle ein richtig guter Stürmer spielen, hieß es. "Dann habe ich ihn mir angeguckt, und gesagt, wir nehmen ihn auf jeden Fall."

Rund zweieinhalb Jahre ist das nun her. In seiner ersten Saison in der Bremen-Liga erzielte Simon Cakir gleich 18 Tore in 28 Spielen. Die höchste Bremer Spielklasse wird zwar immer mal belächelt von den überregionalen Klubs in dieser Region. Begehrlichkeiten weckt ein auf dieser Ebene erfolgreicher Kicker allerdings schon. Es sollte jedenfalls nicht lange dauern, da klopfte der Regionalligist SV Wilhelmshaven an die Tür des Talentes.

Als Cakir wenig später tatsächlich an die Jade wechselte, schien der zweite Karrieresprung innerhalb eines Jahres perfekt. Er schien indes nur perfekt. Bald schon wurde nämlich deutlich, dass sich die beinahe zeitgleich in Bremen begonnene Ausbildung zum Metallwerker und der semiprofessionelle Fußball in Wilhelmshaven nicht verbinden ließen.

"Das hat leider zeitlich nicht geklappt", erinnert sich Simon Cakir. Weil er kaum trainieren konnte mit seiner neuen Mannschaft, brachte der 1,89 Meter große Angreifer es nur auf zwei Kurzeinsätze in der vierten Liga. Da war zu wenig, und deshalb folgte bereits im vergangenen Winter die Rückkehr ins Team von Werder III. "Ich dachte: Sie geben dir hier wieder eine Chance, also musst du das auch zurückzahlen", begründet der Stürmer die starke Rückrunde.

Die hatte im Sommer erneut positive Konsequenzen, diesmal im eigenen Verein. Denn im Juni wurde Simon Cakir von Thomas Wolter zur Vorbereitung von Werder II gebeten. Wieder geriet die Regionalliga in greifbare Nähe – und wieder kam etwas dazwischen. "Nach einer Woche hatte ich eine Schambeinentzündung", erzählt Cakir. Weil er sich nach seiner Genesung bald schon eine Sprunggelenkverletzung zuzog, liest sich die aktuelle Bilanz des Simon Cakir für seine Verhältnisse durchwachsen: Sieben Tore in acht Spielen, in der Bremen-Liga wohlgemerkt. Denn bislang hat es Simon Cakir zwar zum regelmäßigen Training mit Werder II gebracht, gespielt wird dagegen eine Liga tiefer. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Sein "Trainingscoach" Thomas Wolter sagt, dass Simon Cakir "viele Tore schießt", und das ist für einen Stürmer ja nun wirklich eine gute Voraussetzung. "Ich will mich steigern und hoffe auf eine Chance", sagt der Spieler selbst – und fügt selbstbewusst hinzu: "Die Konkurrenz macht mich stärker, und wenn man mittrainiert, sollte man eigentlich auch mitspielen können."

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Wer wird Amateurfußballer des Jahres 2012 und damit Nachfolger von Marco Grahl? Ab sofort können Sie Ihre Stimme telefonisch abgeben, die Leitungen sind bis Freitag, 21. Dezember, um 8 Uhr morgens freigeschaltet. Danach besteht am Tag des Hallenturniers in der ÖVB-Arena am 23. Dezember noch die Chance, mit einer Stimmkarte Ihren Favoriten zu unterstützen.

Das Mitmachen kann sich lohnen: Unter allen Teilnehmern verlost derWESER-KURIER attraktive Preise. Hauptgewinn ist ein 42-Zoll-LED-Fernseher von Panasonic. Der zweite Preis sind sechs Eintrittskarten für ein Bundesliga-Heimspiel des SV Werder inklusive einer Werder-Card mit 50 Euro Guthaben. Hier die Rufnummern für die Kandidaten:

Simon Cakir (Werder III): 01379 60 44 42

Timo Tönjes (Neustadt): 01379 60 44 43

Dennis Ewert (FC Sparta): 01379 60 44 44

Robert Kwiatkowski (SAV): 01379 60 44 48

Iman Bi-Ria (Bremer SV): 01379 60 44 49

Pro Anruf 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, Handytarife können abweichen.

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Der WESER KURIER führt gemeinsam mit dem Bremer Fußballverband die Wahl zum Amateurfußballer des Jahres 2012 durch. Aus den eingereichten Vorschlägen hat eine Jury insgesamt fünf Kandidaten ausgewählt, die wir im Rahmen einer Serie bis zum kommenden Sonnabend vorstellen. Geehrt wird der Amateurfußballer des Jahres im Rahmen des Amateur-Hallencups am 23. Dezember in der Bremer ÖVB-Arena.

Weitere Informationen rund um die Wahl und das Amateur-Hallenturnier finden Sie unter www.weser-kurier.snoa.de sowie auf der Homepage des Bremer Fußballverbandes unter www.bremerfv.de

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