FC Oberneuland und Bremer SV im Vergleich

Den Titel weiter fest im Blick

Der FC Oberneuland und Bremer SV bleiben die großen Favoriten in der Bremen-Liga – aber wie weit sind sie in der Vorbereitung?
06.07.2019, 16:28
Lesedauer: 3 Min
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Den Titel weiter fest im Blick
Von Mathias Sonnenberg

Bremer Fußball-Fans müssen sich diesen Termin sofort eintragen: Am 6. September empfängt der Bremer SV den FC Oberneuland – ohne Frage werden die direkten Duelle auch in der kommenden Saison darüber entscheiden, wer als Meister der Bremen-Liga in die Relegation zur Regionalliga geht. Denn das ist ja das Ziel dieser beiden Mannschaften, die sich in der vergangenen Saison ein hartes Duell um den Titel lieferten. Die Vorbereitung hat längst begonnen, wie läuft es bei beiden Teams? Eine Bestandsaufnahme.

FC Oberneuland: Nach zwei Wochen Training gönnt sich Trainer Kristian Arambasic mal eine kurze Verschnaufpause, es geht mit der Familie für ein paar Tage nach Dänemark. Guten Gewissens, denn der FC Oberneuland befindet sich nach Meinung des Trainers auf dem richtigen Weg. „Wir hatten starke Gegner, die uns voll gefordert haben. Aber ich bin zufrieden mit unserem Leistungsstand“, sagt Arambasic. Am Freitag gab es im Test gegen den Zweitligisten VfL Osnabrück eine 1:6-Niederlage. Arambasics großer Vorteil: Von den 23 Spielern, die in der vergangenen Saison beim Vizemeister im Kader standen, hat der Trainer in der kommenden Saison noch immer 17 Spieler zur Verfügung. Er weiß: „Das ist für uns im Vergleich mit dem Bremer SV sicherlich ein Vorteil, wir sind schon eingespielter als Mannschaft.“

Ein Abgang, der zu schaffen macht

Ein Abgang aber macht ihm trotzdem zu schaffen. Mit Onur Uzun verliert er einen wichtigen Stürmer. Der 21-Jährige hat seine Koffer gepackt und will in seiner Heimat Türkei versuchen, den Sprung in den Profi-Fußball zu schaffen. Das kann Arambasic nur bedingt verstehen, schließlich hatte Uzun auch die Möglichkeiten, sich beim Zweitligisten Greuther Fürth, beim Drittligisten MSV Duisburg und beim Regionalligisten FSV Frankfurt im Training zu zeigen. „Schade, dass er sich entschieden hat, diese Chance nicht zu nutzen“, sagt sein ehemaliger Trainer.

Sechs Abgänge hat Arambasic insgesamt zu verzeichnen, zum Start in die Saison will er wieder 23 Spieler im Kader haben. Derzeit hat er im Optimalfall 21 Spieler zur Verfügung. Neu ist, dass der FCO künftig verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen wird. Die A-Junioren sind in die Verbandsliga aufgestiegen, sie sollen der Unterbau für eine Mannschaft werden, die möglichst schon ab 2020 in der Regionalliga spielen soll. „Wir wollen uns aus eigener Kraft verstärken“, sagt Arambasic über die neue Ausrichtung.

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Bremer SV: Abgehakt hat Ralf Voigt das erneute Scheitern der Regionalliga-Relegation, aber vergessen natürlich noch nicht. „Ein Jahr Arbeit war umsonst“, sagt der Trainer des BSV noch immer. Mit den Folgen hat Voigt sowieso noch zu kämpfen. „Wir haben sechs Spieler in die Regionalliga gebracht, spielen aber als Mannschaft weiter in der Bremen-Liga. Das ist natürlich bitter.“ Damit ist genau das eingetroffen, was Voigt befürchtet hatte: „Wir haben bei anderen Vereinen durch eine starke Saison und gute Spiele in der Relegation viele Begehrlichkeiten geweckt. Es war mir klar, dass wir Spieler verlieren.“ Dallas Aminzadeh (Altona 93), Finn Zeugner (Drochtersen-Assel), Marcel Lück (Altona 93) und Nikky Goguadze (Klub steht noch nicht fest) gehören zu den Leistungsträgern, die den BSV Richtung vierte Liga verlassen. Auch die beiden Torhüter Malte Seemann und Kevin Kuhfeld wechseln den Verein.

Will noch weitere Spieler holen

Voigt hat bislang 20 Spieler für den Kader beisammen, noch am Freitag präsentierte der Bremen-Liga-Meister mit dem 28-jährigen Atsushi Waki einen Innenverteidiger. Waki kommt vom Landesligisten TuS Sulingen zum Bremer SV. Voigt aber will noch weitere Spieler holen. „Zwei Neue sind noch auf der Liste“, sagt er. Am Wochenende war der BSV gleich zu zwei Turnieren eingeladen, die Mannschaft musste geteilt werden. „Momentan sind die Jungs etwas kaputt“, hat ihr Trainer erkannt. Das Ziel bleibt: Aufstieg in die Regionalliga.

Viel Bewegung im Kader heißt aber eben auch, dass Voigt sich auch eine neue Mannschaft basteln muss. Seit dem 27. Juni wird wieder trainiert, bislang täglich. Voigt legt in der Vorbereitung mehr Wert auf die Quantität als die Qualität der Gegner. „Wir müssen testen, testen, testen. Es geht jetzt darum, dass wir eine neue Formation finden und Abläufe sich automatisieren.“ Weil sein Team in der Bremen-Liga fast in jedem Spiel das aktivere Team sein müsse, seien ihm Spiele gegen unterklassige Gegner sogar fast lieber, sagt der BSV-Coach.

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