Eisbären Bremerhaven Der Abstiegskampf spitzt sich zu

Trotz einer verbesserten Leistung und einem Kampf bis zur Schlusssirene unterliegen die Eisbären Bremerhaven den Baskets aus Oldenburg mit 80:90.
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Von Marc Gogol

„Wer nicht kämpft, hat schon verloren“: Diese altbekannte Weisheit gab der Hallensprecher den Eisbären Bremerhaven vor dem Tip-Off im Lokalderby in der Basketball-Bundesliga gegen die EWE Baskets Oldenburg mit auf den Weg. Die Eisbären taten wie geheißen – sie kämpften bis zur Schlusssirene. Dennoch unterlagen sie dem Champions-League-Teilnehmer aus Oldenburg mit 80:90 (41:40).

Kein schöner und schon gar kein erfolgreicher Jahresabschluss also für Neu-Trainer Arne Woltmann und sein Team. Denn von der über weite Strecken engagierten Vorstellung in der mit 4050 Zuschauern ausverkauften Stadthalle Bremerhaven können sich die Eisbären nichts kaufen.

Sie erfreuten zwar ihre Fans mit einem ansehnlichen Spiel, bleiben allerdings mit nur zwei Siegen aus 15 Saisonspielen Tabellenvorletzter und damit akut abstiegsgefährdet, zumal sich zeitgleich der Aufsteiger aus Gotha, die Oettinger Rockets, gegen die BG Göttingen mit 74:63 (27:26) durchsetzte und damit ebenso wie die Göttinger nun auf vier Siege kommt. Die Oettinger Rockets sind der nächste Gegner der Eisbären Bremerhaven im „Hanse-Game“ am Sonnabend, 6. Januar, in der Bremer ÖVB-Arena (18 Uhr).

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In der Partie gegen die „Donnervögel“ aus Oldenburg gab letztlich die größere Erfahrung der Gelb-Blauen aus der Huntestadt den Ausschlag. Eine Szene Mitte des dritten Viertels beschreibt diesen Aspekt wohl hinlänglich: Aus der knappen Halbzeitführung für die Gastgeber war ein 47:50 geworden. Tre Bussey vergab jetzt einen Drei-Punkte-Wurf-Versuch und ließ sich anschließend zu einem unsportlichen Foul an Micky McConnell an der Seitenlinie hinreißen.

Die Oldenburger Baskets erhöhten flugs auf 54:47, davon erholten sich die Eisbären nicht mehr. Sie kamen im restlichen Verlauf des Spiels nicht auf näher als drei Zähler an die Oldenburger heran und konnten auch im vierten Viertel, das beim Stand von 61:67 begann, keine Aufholjagd mehr starten. Diese Szene sah Arne Woltmann nach Beendigung der Partie jedoch nicht als den alleinigen Auslöser an, warum das Spiel kippte.

Baskets gaben in allen Belangen mehr Gas

„Da waren wir schon in der Spirale drin, die schwer aufzuhalten war, als Oldenburg in der zweiten Halbzeit viel aggressiver spielte. Oldenburg konnte den Druck dann weiter aufrechterhalten, und dieses international erfahrene Team lässt sich so eine Führung nicht mehr nehmen“, analysierte der Eisbären-Coach. Rickey Paulding stellte mit seinen Dreiern die Weichen endgültig auf Sieg, die Oldenburger trafen sechs ihrer zehn Drei-Punkte-Würfe allein in der zweiten Halbzeit.

„Wir waren schwer in der Lage, unter dem eigenen Korb noch richtig zu verteidigen“, sagte Arne Woltmann weiter. Zehn der insgesamt 14 Bremerhavener Turnover kamen in den zweiten 20 Spielminuten zustande – ein Beleg dafür, dass die EWE-Baskets in allen Belangen mehr Gas gaben und die Gastgeber zusehends in Schwierigkeiten gerieten.

Das war im ersten Spieldurchgang noch nicht der Fall gewesen. Da erarbeiteten sich die Eisbären im ersten Viertel sogar mehrere Fünf-Punkte-Führungen. Jordan Hulls als Assist-Geber und Korbschütze sowie Geoffrey Groselle als Passempfänger und -verwerter setzten hier Akzente.

"Alles-oder-Nichts-Spiel"

Ivan Elliott und Johnny Berhanemeskel versenkten die ersten Bremerhavener Dreier. In den Schlusssekunden der ersten Halbzeit verpassten es zweimal Johnny Berhanemeskel, Fabian Bleck und Ivan Elliott, mit weiteren erfolgreichen Distanzwürfen den Vorsprung der Gastgeber noch höher zu gestalten.

Nun gibt es am 6. Januar ein „Alles-oder-Nichts-Spiel“ gegen die Oettinger Rockets. Die Aussichten für die Eisbären sind dabei alles andere als rosig. Dennoch geht Arne Woltmann nicht vollkommen hoffnungslos in die ersten Tage des neuen Jahres: „Wir sind weit entfernt von da, wo wir sein wollen. Dennoch haben wir gegenüber dem Spiel in Jena Fortschritte gemacht“, bilanzierte der Trainer.

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