Amateurfußball-Schnack Der Bremer Meister muss in die Aufstiegsrunde

Wenn der Meister der Bremen-Liga in der kommemnden Saison in der Regionalliga spielen will, darf er in einer Aufstiegsrunde mit den Vertetern aus Hamburg und Schleswig-Holstein nicht Letzter werden.
02.04.2019, 17:08
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Stefan Freye

Benjamin Eta und der TuS Schwachhausen bilden nun seit einigen Jahren ein erfolgreiches Duo. Die 1. Herren des Vereins hat der 38-jährige Trainer in die erweiterte Spitzengruppe der Bremen-Liga geführt, und die 1. Frauen tritt mittlerweile sogar in der Regionalliga an. Nun einigten sich Eta und Abteilungsleiter Christof Frankowski auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit. „Ich habe die Zusage für die nächste Saison der Herren gegeben“, bestätigt Benjamin Eta. Die Fortsetzung seiner Arbeit mit dem weiblichen Team ist noch offen. „Da fällt erst in zwei, drei Wochen eine Entscheidung“, so Eta.

Nun ist es raus: Der Bremer Meister wird nicht direkt in die Regionalliga Nord aufsteigen. Weil neben Altona 93 und dem FC Teutonia 1905 (Hamburg) auch der Heider SV (Schleswig-Holstein) eine Lizenz beim Norddeutschen Fußball-Verband beantragt hat, wird die Aufstiegsrunde wie geplant ausgetragen. Das bedeutet: Jeweils ein Teilnehmer aus Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein tritt um zwei Aufstiegsplätze zur vierten Liga an. Aus Bremen haben wenig überraschend der FC Oberneuland und der Bremer SV einen entsprechenden Antrag gestellt – die beiden Führenden der Bremen-Liga werden den Titelkampf schließlich unter sich ausmachen. Der Meister aus Niedersachsen steigt dagegen direkt auf, und das zweitplatzierte Team des größten Verbandes tritt in diesem Jahr erstmals zu einem Relegationsspiel mit dem 15. der Regionalliga an.

Ein paar Wochen lang herrschte Ruhe. Dafür nahm der Wettbewerb um die Fairplay-Geste des Monats nun besonders viel Fahrt auf: In Kevin Wettering (Januar) und Marcus Köckritz (Februar) zeichnete der Bremer Fußball-Verband gleich zwei Preisträger aus. Dabei wurde Wettering, Trainer der F-Jugend des TSV Wulsdorf, für sein Verhalten beim Weser-Elbe-Cup in Bremerhaven geehrt. Weil der Gegner ESC Geestemünde nur mit vier statt der geforderten fünf Spieler antreten konnte, reduzierte der TSV-Coach die Anzahl seiner Kicker ebenfalls und stellte so einen Ausgleich her. Ähnlich war es bei Marcus Köckritz gelaufen: Der Trainer des BSC Grünhofe kümmert sich gemeinsam mit seiner Frau Anita um ein Team von Spielern mit psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen, als Teil der Vereinsabteilung „MiteinAnders“. Beim Solitec-Cup in Achim trat die Mannschaft gegen einen sichtlich unterlegen Gegner an – und so verringerte auch Köckritz die Anzahl seiner Spieler, um ein ausgeglichenes Duell zu ermöglichen. „Die beiden sind Vorbilder für den Amateurfußball: Sie haben nach dem Norwegischen Modell gehandelt und die Spieleranzahl dem Gegner angepasst“, sagt Michael Grell, Vizepräsident des BFV. Beide Preisträger erhielten jeweils einen Leihwagen zur freien Nutzung übers Wochenende.

Bei TuRa Bremen wurden gerade die Weichen für die kommende Saison gestellt: Im Sommer wird Reza Rastegar die 1. Herren von Dominique Bonanni übernehmen. „Ich gehe auf eigenen Wunsch“, sagt der scheidende Trainer. Die Trennung nach zwei Jahren in verantwortlicher Funktion erfolgt im Einvernehmen. Sie ist allerdings die Folge nicht deckungsgleicher Ansichten. „Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftigen Strukturen“, so Dominique Bonanni. Er hatte nun bereits die ein oder andere Anfrage und ist auch „offen für alles“. Zunächst will Dominique Bonanni aber am Trainer A-Lizenz-Lehrgang von Mai bis Juli in Hennef teilnehmen. Derweil freut sich Reza Rastegar – in der Saison 2016/2017 bereits auf der TuRa-Bank – über seine Rückkehr. „Da helfe ich gern aus“, sagt der 43-Jährige, der zuletzt eine Pause eingelegt hatte.

Wechsel an der Spitze des Fußball-Kreises Bremen-Stadt: Für Horst Distelkamp ( TuS Schwachhausen), der nach mittlerweile 15 Jahren als Kreisvorsitzender nicht mehr kandidierte, rückte Ulrich Weinkauf ( OT Bremen) ins Amt. Aber auf dem Kreistag wurde nicht nur die Position des Spitzenfunktionärs neu geregelt, auch der Beirat für den Kreis Bremen-Stadt wird zukünftig in einer anderen Besetzung antreten. Die verbliebenen Mitglieder Reinhard Brinkmann ( TuS Komet-Arsten), Marko Schmidt (SG Findorff), Axel Viereck (FC Union 60) und Heinrich Böttcher (TSV Melchiorshausen) werden durch Ilka Böttcher (TV Eiche Horn) und Jonny Kuhl ( TS Woltmershausen) ergänzt. Dagegen wurden auf dem Kreistag Christian Klar ( BTS Neustadt, Jugendobmann) und Uwe Otten ( TuS Schwachhausen, Schiedsrichterobmann) in ihren Ämtern bestätigt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+