Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen bezwingen HSG Verden-Aller mit 32:30

Der lang ersehnte Befreiungsschlag

Oslebshausen. Aufatmen bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen.
18.01.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik
Der lang ersehnte Befreiungsschlag

Dem dreifachen Torschützen Felix Fuchs (mit Ball) gelang mit dem SV Grambke-Oslebshausen der lang ersehnte erste Saisonsieg.

OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Aufatmen bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen. Elf Wochen in Folge mussten die Gelb-Blauen ihren Gegnern stets den Vortritt lassen, jetzt ist bei ihnen der Knoten nach sieben Niederlagen in Folge geplatzt. Der Verbandsligaabsteiger stoppte seine rasante Talfahrt mit einem 32:30 (18:12)-Heimsieg über die HSG Verden-Aller und verkürzte damit den Rückstand zu den Domstädtern in der Tabelle auf zwei Punkte.

Nicht nur das: Der SVGO hatte damit auch die direkten Abstiegsränge wieder verlassen und sich auf den drittletzten Platz vorgearbeitet. Dadurch bleibt es bei den Kellerkindern unglaublich spannend, da die letzten sieben Mannschaften einen Spieltag vor dem Hinrundenende auf dem Tableau nur durch vier Punkte voneinander getrennt sind. Der Abstiegskampf dürfte damit für alle betroffenen Teams zum Nervenkrieg werden.

Eine Reaktion auf die Derbyniederlage in Schwanewede hatte der SVGO-Spielertrainer Holger Langer von seiner Mannschaft gefordert. Die setzte die Vorgabe nach dem 1:2-Rückstand umgehend um und landete danach quasi einen Start-Ziel-Sieg, wenn der kleine Schönheitsfehler in den ersten dreieinhalb Spielminuten nicht gewesen wäre.
Los ging's beim Schlussmann Lars Mühlbauer, der sich in einer prächtigen Verfassung befand. Nicht von ungefähr hatten die Niedersachsen gleich die Hälfte ihrer acht Strafwürfe ausgelassen. „Lars war super stark, aber auch meine anderen Spieler hatten sich in Angriff und Abwehr richtig engagiert reingehauen“, sagte der SVGO-Coach zufrieden.

Als Felix Fuchs in der 14. Spielminute zum 10:4 traf, sah alles nach einem gemütlichen Sonntagabend für die Hausherren aus. Die spielten zwar danach mit den Niedersachsen immer wieder Ergebnis-Jo-Jo, sie gaben das Zepter aber eigentlich nie ganz aus der Hand. Dadurch kamen die Domstädter bis zur 50. Spielminute nie näher als bis auf drei Tore an ihren hoch motivierten Rivalen heran, im Gegenzug setzten sich die Gelb-Blauen mehrfach auf fünf, sechs Tore ab (18:12/25:19).

Dass es für den Verbandsliga-Absteiger am Ende trotzdem noch zu einer Zitterpartie wurde, lag laut Holger Langer „an den Schiedsrichtern, die eine unnötige Hektik ins Spiel gebracht hatten.“ So wurde es für die Hausherren das erste Mal beim 27:24 knifflig, als Malo Rosemeier und Marcel Hägermann nacheinander binnen einer halben Minute auf die Strafbank mussten. Die Allerstädter verwarfen in dieser Phase einen Siebenmeter und verkürzten lediglich auf 25:27, danach verschafften die beiden SVGO-Rückraumschützen Steven (in einfacher Unterzahl) und Pascal Hinrichs ihren Farben wieder Luft (29:25/52.).

Die wurde beim Gastgeber vier Minuten vor Ultimo nach dem 31:28 von Steven Hinrichs noch dünner, weil er diesmal selbst einen Strafwurf durch Adrian Rüttjerott vergab und eine gegnerische Zeitstrafe nicht zu seinem Vorteil nutzten. Die Niedersachsen machten es besser. Sie trafen in Unterzahl zum 29:31 und steigerten ihre Hoffnungen auf eine Punkteteilung durch die Zeitstrafe des wichtigen SVGO-Deckungsspielers Björn Bischof in der Schlussminute.
Diesmal behielt das Langer-Team jedoch das bessere Ende auf seiner Seite. Nach dem 30:31-Anschlusstreffer des Tabellenachten 33 Sekunden vor Ultimo setzte sich der SVGO-Linksaußen Felix Fuchs in Unterzahl durch und traf unter Bedrängnis per Rückhandwurf zum alles entscheidenden 32:30. Dass er sich dabei eine Kinnplatzwunde zuzog, störte ihn kaum – er feierte zusammen mit seinen Mitspielern den sehnsüchtig erwarteten Befreiungsschlag.

SV Grambke-Oslebshausen: Mühlbauer, Walther; Feldermann (4), P. Hinrichs (5), Fuchs (3), Rosemeier, Arkulary (1), Rüttjerott (4/3), Langer, S. Hinrichs (6), Hägermann (1), Hergert (4/2), Bischof (4), Schmidt.

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