Martin Skalsky gewinnt 6. swb-Marathon Der nächste Mainzer Sieg in Bremen

Bremen. Einen Tag nach dem 2:0-Sieg von Mainz 05 bei Werder Bremen hat auch beim 6. swb-Marathon am Sonntag ein Mainzer den Lokalmatadoren die Show gestohlen. Martin Skalsky siegte vor Sebastian Hanelt. Platz drei ging an einen alten Bekannten.
19.09.2010, 12:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Einen Tag nach dem 2:0-Sieg von Mainz 05 bei Werder Bremen hat auch beim 6. swb-Marathon am Sonntag ein Mainzer den Lokalmatadoren die Show gestohlen. Martin Skalsky siegte über die 42,195 Kilometer mit 16 Sekunden Vorsprung auf Sebastian Hanelt (Göttingen). Vorjahressieger Oliver Sebrantke von der LC Hansa Stuhr musste sich mit Platz drei begnügen.

Innensenator Ulrich Mäurer hatte pünktlich um 9 Uhr den Startschuss gegeben, dann gingen die 1175 Teilnehmer des 6. swb-Marathons auf dem Marktplatz auf die 42,195 Kilometer lange Rennstrecke quer durch Bremen. Gut zweieinhalb Stunden später überquerte der Mainzer Skalsky in 2:31:39 Stunden als Erster die Zielliniedirekt neben dem Bremer Roland. Hinter Hanelt (2:32:13) und Sebrantke konnte sich in Christoph Mahr von der LG Bremen Nord ein weiterer Lokalmatador Platz vier sichern.

Zwar freute sich Skalsky, der seine persönliche Bestzeit in Bremen um gleich zwei Minuten unterbot, über den Sieg, ein perfektes Wochenende war es für ihn aber nicht. Als gebürtiger Bonner schlägt sein Herz eher für den Kölschen Karneval als für die Mainzer Fassnacht. "Hätte der FSV hier gestern eine ordentliche Niederlage kassiert, wäre mir das lieber gewesen", sagte Skalsky auf der Siegerehrung und machte sich damit jede Menge Freunde unter den Zuschauern.

Sebrantke hadert mit den ersten zehn Kilometern

Mit Platz drei war Vorjahressieger Sebrantke beim seinem "Heimrennen" zufrieden, doch ärgerte er sich über seine Zeit. Der Stuhrer lief 2:34,07 Stunden und verpasste damit seine persönliche Bestzeit, die er vor einem halben Jahr in Hannover aufgestellt hatte, um 12 Sekunden. "Ich musste die ersten zehn Kilometer kämpfen, das Tempo war einfach zu hoch. Ich habe versucht, da mitzugehen, das hat mich dann am Ende wohl die Bestzeit gekostet", sagte Sebrantke im Ziel.

Trotz der verpassten Titelverteidigung überwog aber auch bei ihm die Freude über einen gelungenen fünften Start in Bremen. "Über einen dritten Platz kann man sich zwar eigentlich nicht freuen, aber gefeiert wird heute trotzdem", sagte Sebrantke auf der Siegerehrung vor der Bremer Bürgerschaft.

Trösten kann sich der 34-Jährige zudem noch mit einem anderen Titel: Er ist ab sofort Norddeutscher Vize-Meister, der neue Champion ist Sebastian Hanelt. Der Göttinger lief gleich bei seinem ersten Marathon-Start auf einen starken zweiten Platz. Sieger Skalsky kommt als Mainzer in die Wertung der Norddeutschen Meisterschaften.

Marlies Meyer war die schnellste Frau

Bei den Frauen holte sich Marlies Meyer vor der LG Rhein Erft den Titel. Die gebürtige Walsroderin blieb unter der Drei-Stunden-Marke und kam in 2:59:28 Stunden ins Ziel. Sonja Rikken (LC Hansa Stuhr) und Frauke Fichtner (LG Kreis Verden).

Zehn Minuten vor dem Marathon war bereits der Zehn-Kilometer-Lauf angeschossen worden. Im Teilnehmerfeld von 2500 Startern setzte sich nach 33:51 Minuten der Aachener Jan Oude-Aost durch. Platz zwei ging an Till Schramm (Team Saucony-Cytosport), Christian Eichinger vom SV Lemwerder wurde in 34:42 Minuten Dritter. Bei den Frauen siegte Nicole Krinke (LG Nienburg), die insgesamt als 15. die Ziellinie überquerte. Silber und Bronze gingen an Julia Dietze und Janina Heyn. Medaillen gab es aber für alle "Finisher".

Im Halbmarathon, der am Sonntag als letztes der drei gestartet wurde, holte sich Volker Goineau (SG TSV Kronshagen) in 1:09:55 Stunden den Sieg. Damit hatte er fast vier Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Kevin Rolfe (1:13:48), der wiederum zwei Minuten eher im Ziel war Horst Wittmershaus (1:15:53). Bei den Frauen absolvierte Marina Hilschenz (LG Wedel/Pinneberg) die 21,0975 Kilometer am schnellsten (1:18:17). Die weiteren Podestplätze gingen an Fakja Hofmann (LG Teils Finanz Regensburg/1:20:46) und Rebecka Weise-Jung von der LG Bremen Nord (1:30:09).

Während sich die Gewinner am Mittag schon frisch geduscht auf der Siegerehrung feiern ließen, kamen vor dem Bremer Roland noch immer Läufer aus Marathon und Halbmarathon ins Ziel. Der "Besenwagen", der traditionell den Schluss des Läuferfeldes bildet, wird erst gegen 15 Uhr auf dem Marktplatz erwartet.

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