Nach dem Sieg gegen Serbien Deutsche Basketballer kassieren 43:78-Pleite

Kayseri. Einen Tag nach der Sensation gegen Serbien sind die deutschen Basketballer unsanft in die Realität zurückgeholt worden. Gegen Australien kassierte das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann eine bittere 43:78 (20:38)-Klatsche.
30.08.2010, 22:41
Lesedauer: 2 Min
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Von Lars Reinefeld

Kayseri. Einen Tag nach der Sensation gegen Serbien sind die deutschen Basketballer unsanft in die Realität zurückgeholt worden. Gegen Australien kassierte das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann eine bittere 43:78 (20:38)-Klatsche. 'Es war nicht die Flasche leer, es war der Tank leer. Am Ende ist es egal, ob man mit 30 oder mit 15 verliert', sagte der Coach. Sein Team hat aber nach wie vor alle Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale.

Dazu könnte schon ein weiterer Sieg aus den beiden verbleibenden Partien gegen Angola am Mittwoch (18.00 Uhr/Sport 1) und Gruppen-Schlusslicht Jordanien am Donnerstag (20.30 Uhr/Sport 1) genügen. An diesem Dienstag haben die deutschen Riesen frei und können ihre Akkus wieder aufladen. 'Man hat allen von Anfang an angemerkt, dass die Beine schwer waren. Defensiv waren wir nicht so bissig, wie wir uns das vorgenommen hatten', sagte Bauermann. Der Bundestrainer lobte seine junge Mannschaft aber trotzdem: 'Sie haben toll gekämpft bis zur letzten Sekunde.'

24 Stunden nach dem kräftezehrenden 82:81-Erfolg nach zweimaliger Verlängerung gegen den Vize-Europameister Serbien waren Robin Benzing mit elf Zählern und Geburtstagskind Tim Ohlbrecht mit zehn Punkten beste Werfer. Insgesamt lief bei der jüngsten deutschen Mannschaft, die je bei einer Weltmeisterschaft dabei war, aber nichts zusammen. Auch die zuletzt starken Routiniers Jan-Hendrik Jagla und Demond Greene fanden zu keiner Zeit ihren Rhythmus.

'Es gibt so Tage, wo einfach kein Ball rein will', sagte Jagla. 'Die Australier haben sich in einen Rausch gespielt. Bei uns ging dagegen gar nichts', meinte Heiko Schaffartzik. Die deutschen Talente verschliefen beim dritten Spiel innerhalb von drei Tagen das erste Viertel komplett und leisteten sich einige haarsträubende Fehler. Selbst eine Auszeit und zahlreiche Wechsel konnten die DBB-Auswahl nicht aus ihrer Lethargie wecken - nach den ersten zehn Minuten führten die Australier mit zwölf Punkten (19:7).

Bauermann versuchte zwar immer wieder, seine Schützlinge aufzurütteln, doch ohne Erfolg. Im zweiten Viertel blieb das deutsche Team fast sieben Minuten ohne Korb. Die mit den beiden NBA-Profis David Andersen (Toronto Raptors) und Patrick Mills (Portland Trail Blazers) angetretenen Australier bauten den Vorsprung schon bis zur Pause auf 18 Zähler aus.

 

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