Wasserball Deutsche Nationalmannschaft auf Werbetour

Wenn die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft heute um 19 Uhr im Bremer Uni-Bad gegen Spanien antritt, dann geht es nicht nur darum, ein vorzeitiges Vorrunden-Aus in der Weltliga-Liga.
20.01.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von NICO SCHNURR

Wenn die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft heute um 19 Uhr im Bremer Uni-Bad gegen Spanien antritt, dann geht es nicht nur darum, ein vorzeitiges Vorrunden-Aus in der Weltliga-Liga – eine Art Welttournee des Wasserballs, die ergänzend zu Welt- und Europameisterschaften stattfindet – zu verhindern. Die Nationalmannschaft will werben. Für sich und ihren Sport, der noch immer ein Nischendasein fristet. Aber besonders für Bremen und das Uni-Bad als Schwimmsport-Standort.

Der Bremer Landesschwimmverband bewarb sich um das Spiel in der Hoffnung, so auf die eigene Situation aufmerksam machen zu können. Das Uni-Bad ist sanierungsbedürftig, mit seinem 50-Meter-Becken aber für professionelles Training besonders wichtig. Auch die Wasserballer hoffen, dass „der Bremer Schwimmsport nicht den Bach runtergeht“, sagt Lutz Schmauder. Er hat das Länderspiel für den Verband organisiert und will zeigen: International hochklassiger Wasserball funktioniert auch in der Bremer Wasserball-Provinz.

Markus Zellmer, Manager der Nationalmannschaft, sieht das offenbar auch so. „Wir gastieren gerne in Bremen, um unsere Solidarität mit dem Bremer Schwimmsport zu zeigen“, sagt er. Das Gastspiel wird eine Premiere, es ist das erste Wasserball-Länderspiel in Bremen. „Das ist vermutlich das größte Ereignis, das unser Verband in den vergangenen zehn Jahren veranstalten durfte“, glaubt Ingo Schäfer. Der Bremer Verantwortliche für Jugendwasserball hofft sogar, mit dem besonderen Spiel neuen Nachwuchs für die Sportart gewinnen zu können.

Besonders ist die Partie aber nicht nur für den Bremer Verband: Fürs deutsche Team wird es das erste Spiel ohne Nebojsa Novoselac sein. Der Nationaltrainer wird, nachdem sich die Mannschaft in einem Brief geschlossen gegen den 40-jährigen Serben ausgesprochen hatte, heute erstmals nicht mehr auf der Bank Platz nehmen. Arno Troost, Trainer des ASC Duisburg, und der bisherige Co-Trainer, Milan Sagat, sollen nun die neue Doppelspitze bilden.

Für ihre Mannschaft geht es heute im Weltliga-Spiel gegen Spanien vor allem um die Frage, wo Deutschland derzeit international steht. Zuletzt unterlag das Team Russland und Serbien deutlich. Gegen Spanien erhoffen sich die neuen Verantwortlichen ein Spiel auf Augenhöhe – und sie wollen nach turbulenten Wochen wieder mit sportlichen Leistungen für Aufsehen sorgen. Die Kulisse dafür werden sie haben: Knapp 400 Karten sind bereits verkauft, weitere 100 gibt es an der Abendkasse im Uni-Bad.

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