Ausbildungs-Prämien für Fußball-Klubs

Werders Nick Woltemade bringt Woltmershausen Geld

DFB belohnt drei Bremer Vereine für die gute Nachwuchsarbeit. Woltmershausen kassiert gleich doppelt, auch Borgfeld bekommt Geld.
04.03.2020, 17:05
Lesedauer: 2 Min
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Werders Nick Woltemade bringt Woltmershausen Geld
Von Mathias Sonnenberg

Diese Nachwuchsarbeit macht sich tatsächlich bezahlt: Gleich drei Bremer Vereine kassieren in diesem Jahr mit einem Bonussystem des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) Prämien für die Ausbildung von Spielern und Spielerinnen, die später in die Jugendnationalmannschaften berufen wurden. Die TS Woltmershausen, der SC Borgfeld und der SV Werder Bremen wurden jetzt vom DFB finanziell belohnt.

Aus Woltmershausen schafften gleich zwei Nachwuchstalente den Sprung in eine DFB-Auswahl. Selma Licina kickte von 2009 bis 2016 beim TSW, wechselte dann zum SV Werder Bremen und spielte zweimal für die U 17 des DFB. Die TS Woltmershausen bekommt für die Ausbildung von Licina 3950 Euro, Werder immerhin noch 1200 Euro. Auch für Nick Woltemade, der in der Bundesliga im Februar beim 1:2 in Augsburg sein Werder-Debüt feierte, bekommt die TS Geld. Drei Jahre kickte Woltemade für Woltmershausen, wechselte 2010 zu Werder und spielte bereits mehrfach in U 16- und U 17-Nationalteams. Sein früherer Verein kassierte eine Bonuszahlung in Höhe von 1950 Euro.

Auch der SC Borgfeld kann sich über 1950 Euro freuen. Davis Asante spielte von 2012 bis 2015 am Wümmedeich, bevor er zu Werder wechselte. Dort spielt der Stürmer derzeit in seinem zweiten Jahr in der U 17 und feierte im vergangenen Jahr sein DFB-Debüt in der U 16. Die Borgfelder Nachwuchsarbeit ist legendär, schon Dortmunds Nationalspieler Julian Brand lernte das Kicken beim SC. Werder Bremen wurde zudem mit einer Bonuszahlung in Höhe von 1200 Euro bedacht, weil Nora Clausen bei den Grün-Weißen zur U 17-Nationalspielerin wurde. Mittlerweile spielt sie beim Zweitligisten BV Cloppenburg.

Beim Bremer Fußball-Verband (BFV) freut man sich über die DFB-Prämien. „Viele junge Spieler in den DFB-Auswahlen haben das Fußballspielen nicht in einem Bundesligaverein, sondern in reinen Amateurclubs gelernt„, erklärte BFV-Präsident Björn Fecker, der die Schecks an die Vereine überreichte. “Das Bonussystem wertschätzt die Arbeit dieser Vereine und ist daher eine herausragende Sache.“ Die Bremer Vereine würden regelmäßig von diesen Ausschüttungen profitieren, denn über die professionellen Strukturen in den DFB-Stützpunkten, den Landesauswahlen und den Leistungszentren der Bundesligisten schafften immer wieder Talente aus dem kleinen BFV den Sprung in Nationalmannschaften des DFB, fügte Fecker an.

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