DFB-Pokal Frauen

Werder steht im Achtelfinale

Am Ende stand der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals, doch Werders erste Frauenmannschaft tat sich ziemlich schwer beim 2:0-Erfolg gegen den Oberligisten Fortuna Köln.
01.11.2020, 17:30
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Von Stefan Freye

Bremen. Am Ende stand der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Das war aber schon die beste Nachricht dieses Auswärtserfolgs. Denn Werders erste Frauenmannschaft tat sich ziemlich schwer beim 2:0 (0:0) gegen Fortuna Köln. „Diese Leistung war weit weg von dem Anspruch, den wir an uns haben“, kommentierte Ricarda Walkling die 90 Minuten im Rheinland. Die Offensivspielerin hatte mit ihrem Treffer kurz nach der Pause für die Führung gesorgt; erst in der Schlussminute war der eingewechselten Jana Radosavljević das Tor zum Endstand gelungen. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die Bremerinnen bis zum Schluss um den Pokalerfolg hätten zittern müssen. Dafür war das Duell mit dem Oberligisten viel zu einseitig verlaufen.

Gegen eine tief stehende und mit viel Engagement verteidigende Fortuna hatte Werder aber deutlich zu wenig Inspiration auf den Platz bekommen. „Uns haben Tempo und die letzte Genauigkeit gefehlt, um die Defensive zu überspielen“, kritisierte Alexander Kluge. Der Trainer war durchaus verwundert über die Fehlleistungen. Man habe schließlich vorher gewusst, dass der drei Klassen tiefer spielende Gegner reichlich defensiv antreten würde. „Trotzdem haben wir es nicht geschafft, den Ball gut laufen zu lassen und uns Torchancen zu erspielen“, so Kluge. Insofern gab es im Kölner Südstadion ein typisches Pokalduell zwischen David und Goliath zu sehen: Der Underdog suchte den Weg zum Erfolg fast ausschließlich im Zerstören der gegnerischen Bemühungen, während sich der Favorit angesichts seiner klaren Vorteile offenbar ein wenig zu sicher fühlte.

Heraus kam ein Bremer Angriffsspiel, das vor allem durch Konzentrationsschwächen geprägt war und deshalb weitgehend jede Form von Effektivität vermissen ließ. „Wir standen uns durch viele kleine Fehler selbst im Wege“, so Kluge. Ricarda Walkling meinte gar: „Wir sind glücklich, dass wir weitergekommen sind, aber bis nächste Woche haben wir im Training einiges zu tun.“ Sie war vorm 1:0 mit einem Steilpass von Jana Radosavljević in den Strafraum geschickt worden und hatte souverän abgeschlossen. Den 2:0-Endstand besorgte Radosavljević schließlich selbst, nachdem Stephanie Goddard drei Minuten zuvor noch einen Strafstoß vergeben hatte (87.).

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