Nach gutem Start steckt die SG Findorff nun im Tabellenkeller der Landesliga Die Euphorie ist verflogen

Der Aufsteiger hat seine Leichtigkeit verloren: Nach nur einem Sieg aus den letzten neun Partien ist Handball-Landesligist SG Findorff bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Nun gab es sogar eine 23:29-Heimpleite gegen Schlusslicht SV Grambke-Oslebshausen II.
09.02.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Der Aufsteiger hat seine Leichtigkeit verloren: Nach nur einem Sieg aus den letzten neun Partien ist Handball-Landesligist SG Findorff bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Nun gab es sogar eine 23:29-Heimpleite gegen Schlusslicht SV Grambke-Oslebshausen II.

Findorff. Trainer Ulrich Kutzschbauch blickte nach der völlig verdienten 23:29 (10:14)-Heimpleite des Handball-Landesligisten SG Findorff gegen den SV Grambke-Oslebshausen II etwas ratlos drein. Der Tabellenletzte aus Oslebshausen hatte den Findorffer Fuchsbau gehörig ausgeräuchert und den Tabellenvorletzten wie einen räudigen Hund daraus vertrieben. Viel schlimmer ist aber noch, dass der Gastgeber nach neun schwachen Spielen in Folge (2:16 Punkte) nun mehr als nur knietief im Abstiegsschlamassel steckt.

Das Heimspiel vor rund 60 Zuschauern gegen die Grambker Oberliga-Reserve war dabei zweifelsohne der bisherige Tiefpunkt der Findorffer Talfahrt. Eine, die sie nach wirklich vielversprechenden 8:6 Punkten zum Saisonstart inzwischen bis auf den vorletzten Tabellenplatz abstürzen ließ. "Damals haben wir noch von unserer guten Vorbereitung, der daraus resultierenden Physis und der Aufstiegseuphorie profitiert", sagt Uli Kutzschbauch.

Und jetzt? "Jetzt müssen es die jungen Spieler richten, da es die Alten offenbar nicht mehr können. Es wird Zeit für einen Generationswechsel", betont der Trainer. Jelle Gresens ist so ein junger Wilder, der schon jetzt auf dem Spielfeld präsent ist und in die Verantwortung geht. In Ansätzen überzeugte gegen den SVGO II auch Christian Stelzner mit seiner Lauffreude.

Das Findorffer Dilemma liegt allerdings woanders: gegen Grambke vor allem im Tor, in dem Markus Reineke fast gar nichts und der etwas zu spät eingewechselte Rolf Evers nur wenig an die Finger bekam. "Dort fehlt uns Julian Kulgart", sagt Uli Kutzschbauch. Der 21-jährige Keeper ist seit dem 25:23-Erfolg vor drei Wochen gegen die HSG Verden-Aller mit einem Muskelbündelriss im Oberschenkel für rund sechs Wochen außer Gefecht gesetzt.

Gegen den SV Grambke-Oslebshausen II verdeutlichte sich außerdem äußerst schmerzhaft, dass die Entlastung für Goalgetter Marcel Claus im Rückraum nahezu gänzlich fehlt. Sein kraftvoller Sprungwurftreffer zum 3:2 war die letzte Führung der Findorffer Füchse (4.). Danach begann der nicht einmal überzeugende Tabellenletzte über 5:3 und 9:5 seine gnadenlose Treibjagd. Tatkräftig unterstützt von einer wenig zupackenden SG-Abwehr. "Grambke wollte den Sieg eben mehr als wir", urteilte Uli Kutzschbauch und traf damit den Nagel voll auf den Kopf.

Die endgültige Entscheidung fiel nach dem 10:12 (25.) des SG-Rückraumschützen Alexander Schneider, als die Gäste bis auf 17:10 davonzogen (33.). Beim 13:21 drohte dem Gastgeber, der zugegebenermaßen einiges Pech mit Pfostentreffern hatte, sogar kurzzeitig ein Debakel. Verloren ist für den Aufsteiger aber noch lange nichts, noch ist das rettende Ufer in Form des punktgleichen Tabellennachbarns TuS Rotenburg nur 24 Tore entfernt. Die SG Findorff spielt in den letzten zehn Saisonpartien allerdings nur noch dreimal gegen direkte Konkurrenz von unten.

SG Findorff: Reineke, Evers; Stelzner (2), Claus (7), Brunswick, Schneider (4), Hapke (1), Gresens (7/4), Kautzsch, Terborg, Knop (1), Gräbner, Schröder (1), Seeger.

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